Mit Wasserfarben in der Natur…

4. June 2018 – 15:18

K.S., 2004,-Landschaftsbetrachtung, Zeichnung und Wasserfarben auf Aquarellkarton, 47,5×65,5

Eine Betrachtung kommt zuerst… aber, in mir als Stadtbewohner lebt ganz  Innen ein Gefühl, das vielleicht als Aufbruch in unendliche Räume zu begreifen ist…

Im Besonderen, wenn die Umstände es erlaubten, ist es mir bei guten Tagen gelungen im Freien zu Zeichnen und auch zu  Malen. Häufig gleich in der Umgebung von Berlin mit Wasser-Farben auf Karton; oder auch auf Reisen im Skizzenbuch und Block.

So fließen dann die Erfahrungen der Betrachtungen von landschaftlicher Umgebung und die eigenen körperlichen Wahrnehmungen in ganz freier Weise mit auf die Mal-Fläche… mit etwas Glück eine fast synchrone Aufführung der Sinne mit Pinsel und Farbe auf Papier.

So entsteht für mich eine Form der Möglichkeiten sich selbst als Teil der Natur zu erfahren. Um  vielleicht im weitesten Sinne; -den Raum als positives Weites ganz in die eigenen Nähe zu holen.

“Wenn es unter den Nägeln brennt”… wird so manchmal ein Bild-Objekt daraus

28. May 2018 – 15:29

K.S., 2018,- Brennwerk-, Mischtechnik, Tusche , Acryl, Collage auf Karton, 42×29,5 cm

 

Auch wenn man kein Sprachforscher ist, findet man gerade im Laufe eines Malerinnen-Lebens doch auch dazu, durch und mit der Sprache, in eine Nähe zur eigentlichen Ursache der Entstehung eines Bildes zu finden;

– dankbar den Assoziationen der eigen Gedankenwelten zu folgen und am Ende “das Ganze im  Ergebnis” der gefundene Bild-Form  in dem entstehenden Objekt als etwas weiterhin zu Betrachtendes einzubinden…

schließlich verbunden mit der Freude,  einen offenen oder auch viel öfter, einen rätselhaften Sinn gefunden zu haben…

um damit im Glück des Suchens und Findens  zu bleiben.

Bild und Kreuz-Form

22. May 2018 – 14:35

K.S.,-Giebelzeichen-2010, Öl auf Leinwand, 110×75

Meine Aufmerksamkeit für die Wirkung der Berliner Häuser, verstärkt durch die besonderen Formen ihrer  Giebeln,  hat für mich heute immer noch die vertraute Ausstrahlung  von gelebter und erlebter Geschichte.

Zugleich als Bildvorstellung eingegraben in unbewussten Arealen sowie auch immer wieder erinnerte Formen der Berliner-Maler längst verschwundener vertrauter Berliner Wohn-häuser, abgerissen oder durch Neubauten ersetzt, bleiben ihre Formen und ihr Dasein im Kopf.

Einige sind auch zu verschiedenen Zeiten in mein Bildwerk eingegangen… bei anderen tauchten markante Zeichen auf, die zum Charakter des ganzen Kietzes beigetragen. Für mich ist zu meiner “Verortung in Berlin”, der Kopf (street haed) und das “Gleichschenklige Kreuz” als Malerei, zu wiederkehrenden Varianten geworden.

Hier zusehen: zwei Beispiele: Bild als Malerei, Bild-Kreuz als Foto.

K.S., 2018, Bild-Kreuz, Digitale Photographie,
Berlin Wedding

Körperlandschaft : Landschaftskörper

14. May 2018 – 16:35

K.S., 1978, Studie, Wasserfarben auf Karton, 35,5×47,5 cm

Weiter geht es hier 2018 mit dem Montags-Kramen in den Fächern:

– Licht, Luft und Sonne erfüllen die Sehnsucht nach Natur… nun aber übernimmt das hier im Blog, die Farbzeichnung als ein gegenwärtiges  Ereignis unserer Frühlingslust von 1978. um vielleicht damit sich selbst als Natur zu erkennen?

Um dass es somit gelingt, gleichfalls zu ihrem Darsteller zu werden, und mit  dem Bild-Gedanken der Körperlandschaften, bei der Betrachtung gerne mit allen Sinnen sich als ein Teil zum Landschaftskörper zu empfinden.

Mein belebtes Wohnatelier…

7. May 2018 – 14:50

K.S. 2001, Skulptur, -Dunkler Kopf (nachdenklich)-, Kirschbaumholz, 25,5x13x15 cm

 

 

Manchmal gibt es hier im Blog gute Geister, die es schaffen zu neuen Anregungen beizutragen obwohl gestern zum angesagten Montags-Kramen mir wohl ein Kobold mein Text-Werkzeug  verhext hatte…

nun ist der Zauber wieder da und mein Denkfaden wird hier weiterhin gesponnen…

Also das ausgewählte Foto meiner Skulptur,  zeigt ganz und gar die nun überwundene Stimmung, wenn die Technik nicht so will wie man es erwartet. -Dunkler Kopf (nachdenklich)- hatte ich noch als Titel gefunden. Findungen wie meine Gedanken so sind es auch die Skulpturen, die im laufe der Jahre aus ganz verschiedenen Hölzern entstehen.

Wie auch andere Form-Fundstücke die mir auf meinen Wegen begegnen, meine Malerei beeinflussen, mal unbewusst und mal ganz gezielt; –

so überlasse ich den Holz-Fundstücken ganz den ihnen innewohnenden eigenen Charakter, um bei der Bearbeitung letztendlich zur eigentlichen Formfindung zu gelangen.

Mit ihrer Anwesenheit im Wohnatelier sind fast alle dieser Gebilde für den Alltag belebende und gedanken-erfindene Begleiter geworden.

Eine gefundene Tafel verwandelt sich langsam zur nachempfundenen Landschaft…

30. April 2018 – 17:00

K.S.,2018, auf der Staffelei, die rätselhafte Tafel mit Landschaft, Digitale Photographie

Schon durch die Berührung einer Fläche, deren Maße und den haptischen Eigenschaften, hat mich eine im Atelier wieder entdeckte (fragmentarische) Bildtafel herausgefordert, um sich mit dem eigenwilligen Format auseinander zu setzen.

Das aktuelle Ergebnis erzeugte mit der Summe von Seherfahrungen eine imaginäre Bildlandschaft, die mir in seiner Unvollkommenheit hier im Raum aber wiederum selbst zum Zuspruch gereicht; dasselbe gilt nun  auch für die Photographie als -Stillleben im Atelierraum-.

Es bleibt  zunächst als Zustand (“Enigma”) so bestehen. Zu wirken als Rätselhaftes in einer Zeit meiner eigenen fast körperhaften Empfindungen beim Formen der erinnerten Erscheinungen, und um somit auch auf nächste Vorhaben zu wirken vermag.

Da wollen wir es mal sehen…

23. April 2018 – 16:16

…was man im 21. Jahrhundert so alles spielen kann: Die PANKE:GALERIE will uns einiges davon zeigen! Am 25. April um 19:00 geht es los mit einem EVENT:

Artist Presentation: Aram Bartholl, Eva Grubinger, Jan Santer

Da kommt es nun für mich einmal zu erneuter Begegnung mit den Netzwelt-Gedanken, die ich mir so etwa am Anfang des Jahrhunderts fast wie ein neues Spiel an verwandelt hatte und nun immer noch mit Neugierde auf die Netz-Kunst schauen kann…

Im Atelier jedoch entstand eine Reihe von “Musterköpfen” als Malerei. In einer  Serie von 2×3 Tafeln, die als 6er- Gruppe im gleichen Bild-Format neben oder übereinander im Gesamtzusammenhang präsentiert werden können (soweit das damalige Konzept)…

K.S., 2001,-Ein Spieler-, Öl auf Leinwand, 65×80 cm

 

Das ganze dauerte dann eine Zeit von den ersten Bildern (der Tänzer,  der Träumer und der Spieler, 2001, – 2002/3 kamen dann der Rufer, der Poet und zum Schluss ein Clown).

Die Gegenwart zeigt in jedem Fall nun im 2. Jahrzehnt des Jahrhunderts, dass ich als Malerin nicht die einzige bin, die sich mit den  Veränderungen der digitalen Welten auf die Entwicklung des menschlichen Daseinsgefühls in individueller Art auseinander setzt!

Der Frühling erleuchtet ein inneres Körpergefühl mit erneuertem Blick

16. April 2018 – 16:42

K.S., 2018, -Bild im Bild-, Öl auf Leinwand, 50×70 cm

…etwas Zeit gelassen haben uns die Tage der Erwartungen… nun aber ist in meinem Atelier alles von der plötzlichen Ankunft des Frühlings beeinflusst.

Endlich auch hier in Berlin gibt es fürs Auge und Gemüt den “Knospen-Knall”; das untrügliche Zeichen verlebendigter Ahnungen in der Natur,  mäandernde Hoffnungszeichen und Erwartungen im wuselnden Stadtleben aller Orten Berlins.

Ganz selbstverständlich werden Lust und Gedanken zu ZWEI-EINS… wie immer am schönsten Verbunden beim Malen mit  einem Bildvorhaben oder einer  Farb-Idee auf vorbereiteter Leinwand.

Mit der Ähnlichkeit wie auf einem Feld, entsteht auch auf der  Mal-Fläche ein Wachsen und  Werden  von Farben und Flächen von Linien und Strukturen, dabei auf  eine Wirkung gerichtet, ursprünglich Gesehenes nun mit spontanen malerischen Formulierungen, das aufkeimende Werden und Fühlen zu vereinen, um am Ende zu einem BILDERLEBNIS zu gelangen.

Der Morgen hat den Tag noch nicht erkannt

9. April 2018 – 17:51

K.S.,1981, -Der Morgen-, Aquarell auf Lithokarton, 32×40 cm

Zu keiner anderen  Zeit als am Morgen, ist die Wahrnehmung der Stimmung einer Paarbeziehung eindeutiger. “Der Morgen ist klüger als der Abend”, was sich wohl auch in dieser alten Spruch-Weisheit so auslegen ließe…

ganz ohne Absicht  entstand wohl so das Farbblatt von 1981. Gerade nur, um auch ohne alle Zusammenhänge einer Erzählung, die dargestellten Figuren in ihrem Ausdruck als eigene Charaktere den begonnenen Tag, im Lebensspiel beginnen zu lassen.

Später dann entstand aus diesem Stimmungsentwurf, eine Holzschnitt-Edition mit  etwas strengerem, zeichenhaften Ausdruck:-1981,-Mann und Frau im Haus-, 39×42 (Abb.:im Katalog. Karin Sakrowski. Holzschnitte. Galerie Mitte. Seite 6)

Das einfache Sehen wieder gefunden

2. April 2018 – 18:10

K.S., 2018, Stillleben auf der Atelier-Staffelei, Ostermontag

Mit dem Osterfest beginnt die Zeit, in der die Natur um uns herum erwacht… und sogleich regt sich ebenso in unserm Innersten Wesen die Lust auf ein besonderes Sehen.

Wie so oft hält sich im Atelier beim herum Kramen eine Überraschung bereit; -es ist eine grundierte Fläche, noch aus dem Atelier-Heegermühler Weg-, auf dem ein spontanes Bildzeichen sich seine selbst erhaltende Wirkung noch immer bewahrt hat.

Nun erst einmal  auf der Staffelei: -fordert mich die ursprüngliche, fast unheimliche Vertrautheit wiederum heraus. Doch wohl anregend genug, um mit anderer Sicht, sich auf das Gleiche einzubringen und jedoch eventuell, letztendlich auf das einfache Sehen zurückzukommen.