Fragiles als Komposition…

29. July 2019 – 15:38

K.S., 2019, Kleines Fundstück-Stillleben, auf dem Ateliertisch

…oder sind diese abstrakten Formteilchen es etwa nicht wert, Darsteller zu sein für eine kleine Untersuchung als Experiment; -um nur einfach durch neues und genaueres Hinsehen, gedanklich zu einer erlebbaren Bilderzählung zu werden!?

Am Beispiel des -Kleinen Fundstück-Stillebens- ist vorerst dieser Zustand einer “Fragilen Ordnung” entstanden…

was nicht zuletzt durch die sinnliche Auswahl und die Zuordnung der einzelnen Findungen auf einem vorgefundenen Format, sich im surrealistischem Sinne aber wohl auch, in der vorgefundenen Wirkung ihrer Dinglichkeit erfahren lässt.

Ist man bereit das Vorgefundene als “abstrakte Wirklichkeit” anzunehmen, so verwandelt sich schließlich der Blick fast wie von selbst, hin auf ein harmonisches Ganzes.

Hauptsächlich aus Liebe zur Farbe beginnen meine Bildideen sich zu formen

22. July 2019 – 19:02

K.S., 2019, -Farbstudie, (Berliner Spreeblick)-, Öl/Leinen, 40×50 cm

Es hat wohl auch etwas zu tiefst Menschliches; – DAS MALEN. Ob nun mit Pinsel und Farbe oder mit anderen Techniken die Freude und die Bild-Idee bleiben das bestimmende Element, des Sinnerfüllten im Tun.

Jedoch das Beste daran sind die Farben und das hantieren im Auftragen in sinnlicher Weise, auf eine vorbereitete Leinwand. Dabei ist natürlich in bestimmter Art jedes Bild auch abstrakt, aber doch jeweils  in der Lage die Befasstheit  des Malenden sichtbar werden zu lassen.

Wenn man vom Gesehenen ausgeht, bildet sich je nach dem Blickwinkel eine Komposition aus “bildrichtigen” und dabei im räumlichen oder flächigem Rhythmus gesetzten “vereinfachten” Farbflächen, schon auch die Stimmung des Bildhaften; -hier zunächst ermöglichte ein mittleres oder kleineres Format, die Vertrautheit zum etwas erhöhtem Berliner-Blick, bei freundlichem Wetter.

Dann ist es die Lust und die Liebe, um zur einmaligen Bild-Richtigkeit zu gelangen, und führt mit etwas Glück zur freien Form: – wie bei einem Abenteuer!

Das eigene Personalzeichen als Ur-Form

15. July 2019 – 13:56

K.S., 1997, -Mit Acht-
Öl auf Leinwand, Bild-Objekt (gerahmt)

So kann es gehen… vor dem Denken kommt das Sehen!

Die Bild-Idee zum Siebenten Jahr nach dem Mauerfall ist ursprünglich verbunden mit  meiner Künstler Identität… -Mit Acht- (gib Achtung! oder: _gib besser- acht)

Dann schon folgte 1998, das jetzt in die Jahre gekommene street-head’s-Projekt (zusehen auf Flicker im Album -street-head’s now-) .

Der Kopf in verschiedenen Farben als Aufkleber und Hinzufügungen als Personal-Zeichen in der ganzen Stadt und als Wegzeichen der langen Suche nach Vertrautem und nach dem Stand der Einheit der lange getrennten Stadt.

Ein Platz für Vorher-Sehungen

8. July 2019 – 15:36

K.S., 2019, Zeichentisch, Detailaufnahme, mit Papierobjekt (als Faltung) mit 2 Druckplatten.

 

Auf dem Zeichentisch in meinem Atelier ist bei jedem Wetter das beste Licht!

…daher ist es oft dieser Platz, um Montags wie zu einem Neuanfang, sich auf die Anschauung zu verlassen, um dann in guter Stimmung nach den verborgenen Dingen Ausschau zu halten. Einiges sticht wohl immer wieder ins Auge… das sind jedenfalls die Materialien mit ihrer  speziellen eigenen Farbe, oder auch etwas vertrautes vom Tag vorher… aber eine besondere Papierliebe war hier der Anlass zu beginnen: – die Stifte, Pinsel, Tuschen oder anderes wurden zunächst beiseite gelassen, denn Linien hatte ich mit der Handhabung  einer Faltung gefunden und die Größe sowie die Beschaffenheit ergab der getönte Bogen aus dem Fundus des angesammelten in den Fächern!  Gefunden war die Freude und Neugierde in gleicher Weise… Hurra! ein Papier-Objekt, und eine Neugierde über die Verteilung  der Flächen: – die entstandene Struktur! ( gleichfalls gab ein Zweifel eine andere Konzentration)…doch am Ende kamen all die Frühjahrszeichen  aus meinem “inneren Auge” in die entsprechenden geometrisierten Flächenformen.

K.S.,2019, Farbzeichnungen, Mischtechnik auf Gefaltetem Papier, 38×50 cm

Neue Zeiten/andere Zeichen

1. July 2019 – 18:07

K. S. Fotocollage, 2019 sans-titre

Ein eingefaltetes Fund-Stück ist mir wiedermal ins Auge gekommen und sogleich als ein lebendiges Ganzes bildet sich mit der Faltung eine rätselhafte Ausdrucksform einer Kopf-Physiognomie.

Bloß nicht an diesem Wesenhaften herumbosseln dachte ich einige Tage… dann fand sich jedoch bald der zugedachte Platz auf dem Zeichentisch als Hinzufügung zu einer anderen neuen angefangenen Zeichnung und bildet nun als eigenständige Gestaltform  eine Integration im Zusammenhang mit einer Kunstschrift über die Kaiserburg in Nürnberg (1953 /München).

In meinem Atelier bringen mich die täglichen Berührungen mit all den Gedanken und Vorstellungen oft auch über die verschiedensten Materialien und Fundstücke zu Bildfindungen, im Sinne der gelebten Zeit, hin zur Gestalt-Finderin; – hier in Form einer einfachen Fotocollage mit meiner Handkamera!

Eine Foto-Skulptur wird zum Erkennen des Blicks

24. June 2019 – 15:31

K.S., 2019, Foto-Skulptur, -als Wegzeichen gefunden-

Es ist schon sehr lange her, aber heute wo uns die Zeiten wieder stark herausfordern, erinnere ich mich an eine kurze Charakterisierung  “… Sie geht vom gesehenen aus…” eine Bemerkung über mein eigenes “Vorgehen”beim Bilder-Suchen:- Kerkin, Inga: Faltblattext zur Ausst.: Karin Sakrowski, Galerie im Alten Museum, Berlin 1982

Nun geht es mit dem Erkennen so, dass mich die Bilder aufsuchen oder besser gesagt; im Erkennen einer  Übereinstimmung von “Form und Ausdruck der Gegenwart” erfassen sie mich, oft in unerwarteter Weise.

Das Gesehene zeigt sich durch meine Bilderwelt immer stärker als Spiegel der Wirklichkeit.

Ein ‘Veto’ der Fundstücke

17. June 2019 – 15:57

K.S., 2016, ‘Veto’, Bildobjekt, 38×53 cm, Fundstück-Collage

-Ein Bild ist ein Bild-, das kann man vorerst ein mal so hinnehmen, oder zumindest so als gesehen gelten lassen.

Hierbei haben jedenfalls die beteiligten Fundstücke  das Veto-Recht übernommen, nämlich sie sind und waren selbst der Anlass des Widerspruchs, in ihrem einzelnen Dasein betrachtet zu werden. Die Fragen waren, was ist mit den Materialien , was brauchen wir, wohin gehen wir, sind wir schon verloren?!!!

Oh nein, wir bilden eine wichtige “Kommission” oder sind wir in diesem Falle gar schon eine Komposition mit dem passenden DADA-Rahmen :-). Wie schön, dass die Farbigkeit uns einen letzten Sinn geben konnte, so dass sich endlich eine gerahmte Harmonie herausstellte.

Das ‘Veto’ bleibt allen Betrachtern, die das Ganze besser, eindrucksvoller oder vernunftbezogener zu bewerkstelligen gekonnt hätten…

Heißer Juni/ Weißes Licht im Atelier

11. June 2019 – 15:25

K.S.,-Weißes Licht-Digitale Photographie, Juni 2019

 

“der Mensch kann so dumm sein wie er will, er muss sich nur zu helfen wissen!”…

-so klingt wieder einmal ein Spruch aus meinen Erinnerungen, an die frühen Zeiten meiner Lehrjahre auf.

Da ich kein Atelierfenster mit Nordlicht habe, gibt es hier die “Filter-Lösung” mit den Weißen Vorhängen. Für die Augen und fürs Zeichnen entsteht eine schöne Konzentration und gleichzeitig ergibt es eine gute Stimmung für die  Wahrnehmungen der eigenen inneren Verfassung beim Zeichnen oder beim bildhaften Sehen und der Wirkung der verwendeten Farben.

Auch meine lichtempfindliche kleine Kamera, hat mir wohl mit einem “besonderen” Blick auf den Zeichentisch am Fenster, aus der ansonsten hitzigen Zeit  einen Ausweg gewiesen; -der direkten Sonne etwas Einhalt zu geben.

Ja und am ende ist man mit einer hervorgebrachten Aufnahme angeregt und belohnt, auf begonnen Pfaden: “dabeibleiben” und “weitermachen” !

Frei geschwommen aus trüben Wassern

3. June 2019 – 14:46

 

K.S., -Schwimmer ohne Herkunft, 1989-, Farbholzschnitt, 45,5×63,5

Vieles war also 1989 schon vorausgesehen: “Die Schwimmer ohne Herkunft”

-aber obwohl wir als Paar schon viele Übungen als Freischwimmer hinter uns gebracht hatten, so gibt es leider immer noch dunkle Strudel mit unbeherrschbaren Tiefen in so manchen undurchsichtigen Gründen, die noch verborgen in den dunklen Seiten der Meere…

jedoch wahrzunehmen im gegenwärtigem Erleben des auf und ab der “Gezeiten” als beständiges Rauschen im vereinigten D-Land, – jetzt.

Reflexionen im digitalen Meer der Bilder

27. May 2019 – 15:29

K.S., 2017, Aquarell und Wachsstifte, auf Karton, 24x32cm

Eine malerische Reflexion – gespiegelt,  als erinnertes Traumbild der vielen aber längst vergangenen Sommer-Reisen an die Ostsee.

Im engeren Sinne sollte der Bergriff der “Wasserfarbendmalerei” als Umschreibung des Geschehens dienen, aber zu sehen auch im doppelten Sinne; als erinnertes Bild, für das glücklichste Schweben im Meer der Gefühle…

vom Eins sein, mit sich und dem Wasser als Element.