Auf dem Zeichentisch etwas Sommerliches

6. August 2018 – 12:08

K.S., -Sommerliches- Farbzeichnung, Aquarellpapier, 37×47 cm, auf dem Zeichentisch

So voller Hitze mit allem drumherum so hat man es bisher selten erlebt…, wohl dem der jetzt in der nähe vom Wasser sich glücklich fühlt!

Hier im Werkraum haben wir das Glück der Erinnerung an den letzten Blick auf eine Dünen-Landschaft der Ostseehalbinsel Usedom in Mecklenburg Vorpommern. Seit frühester Kindheit gehört die Ostsee zu meinen schönsten landschaftlichen Erlebnissen. Eine Acrylfarbe mit dem Namen “Phptaloblau” wurde zusammen mit dem Sonnenwetter zur permanenten Anregung;

-die erfreuliche Wasser-Farben-Malerei wird hier im etwas schattigerem Atelier und im Blog nun schon mal zu einem weiteren Zwiegespräch!

Mythisches Ereignis des Roten Mondes von 2018

30. July 2018 – 15:05

Das Bilddetail, als die Erzählung des Roten Mondes, 2018

Die Mondfinsternis vom 27. Juli 2018 hat mir eine neue Erzählung zu einem meiner Bilder erleuchtet…

ja, obwohl die sichtbare Nähe auf das Ereignis der sehr besonderen Mondfinsternis durchaus ein Foto-Document verdient hätte. Es ist mir nicht gelungen annähernd die Empfindungen dieser Einmaligkeit darzustellen und es dabei mit einem Foto als Abbild  zu belassen.

Erst als das sehenswerte Schauspiel dem Ende zu ging, fiel mein Blick auf ein Bild von 2011/13 (-Im Mittelgrund-)… im etwas dunklerem Licht  der Nacht hing es so da und schon war es auf meiner Digitalkamera festgehalten. So aber auch ganz anders, wurde es mir wieder vor Augen geführt: “Ein Bild ist ein Bild”, aber unabdingbar ein Etwas mehr als ein Abbild kommt hinzu.

Diesmal war es ein Magischer Moment: -als wenn der Rote Mond wiedereinmal meine Malerinnen Gedanken in erweiterte Sphären oder andere Bereiche führen sollte…

Mit Innerem Blick zu neuem Erkennen

23. July 2018 – 18:08

-Oval (Verschnitt)- K.S., Oktober 2011, Öl auf Leinwand, 70×50 cm

 

Bilder, die wie eine unaufhaltsame Flut täglich auf uns einströmen, schaffen es jedoch mit Nichten immer auch wahrgenommen zu werden.

Es gibt im Werkraum Zeiten in denen es sich noch ereignen kann, dass etwa das Format einer im voraus grundierten, aufgespannten Leinwand, die gesamte Wirkung eines Bildes bestimmt; gleichfalls ist die Idee und der angespannte Wille  hierbei zur Form zu gelangen, ausschlaggebend gewesen.

Einmal all die wirklichkeitsgetreuen Erfahrungen beiseite zu lassen und nur mit den Berührungen der Malfläche, die sich dabei entwickelnden einzelnen Formulierungen, dem inneren Auge zu überlassen… bis sich das Bild zum neuen Erkennen des eigenen Daseins, zu einem erlebbaren Sinn als ein Ganzes, vermittelt hat.

Rückblick auf meine Ausstellungs-Installation von 1989, by Tannert

17. July 2018 – 16:55

K.S.&.B.S., Ausstellungs-installation, von 1989, by Tannert, Berlin Karlshorst

Fensterblick mit Plakat von Karin Sakrowski: -Environment- Berliner Malerin, Jahrgang 1942

Im Februar 1989  begann der Aufbau meines Ausstellungs-Konzeptes: mit  Bildern, Gegenständen, Fundstücken  und Aktionen, den Galerieraum aus der Buchhandlung Tannert in Berlin Karlshorst zu einem Kommunikationsraum und für die Dauer der geplanten Ausstellung dabei für alle Besucher zu einem Zuschauer, Bühnen und /oder Echo-Raum, jeweils auch auf Möglichkeit des für und wider, von später so genannten Gegenstimmen, anzuregen.

Der Aufbau füllte die Zeit der Ausstellungsdauer. Alle  Vorgänge, Aktionen und die verwendeten Dinge in ihrer Platzierung oder Anordnung, wurden durch ihre Anwesenheit zu Form und Inhalt; – als Träger oder zur Anregung von weiteren mehrdeutigen Bilderzählungen.

Wie zum Beispiel, die mit schwarzer Tusche handgeschriebenen Bildtitel auf ND-Zeitungspapier, Assoziationen auf vorausgegangenen Werkgedanken Aufzeigen und ebenfalls doppelsinnig auf gesellschaftlich Erlebtes verweisen.

Roter Kopf als Selbstbild Unter-Wasser

9. July 2018 – 18:21


-Selfie, Unter-Wasser-, K.S., Digitale Photographie

…wenn man etwas zu viel mit den Wasserfarben malt, kann der Kopf schon mal mit untergetaucht sein… was in diesem Sommer auch zu einem richtigen Luxus werden kann.

Nun ist der Wunsch nach einem Sommerregen vorerst ein Gedanke… aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Hier erinnert jedenfalls mein malerisches Foto an eine Moment-Aufnahme von 2015… wie in ganz besonderer Position die Wasserpfütze eine so herrliche Natur-Malerei entstehen lassen kann.

In diesem Sinne möchte ich heute ein REGENMACHER sein.

Ein einzelner Wanderer als Entwurf auf dem Zeichentisch

2. July 2018 – 16:23

K.S., 2018, Entwurf als Objektcollage, verschiedene Materalien, 31,5×43 cm

 

Eine Bildidee die sich schon im Kopf als Gesehenes dargestellt hat, ist in manchem Falle für mich nur durch das leichte Spiel einer Collage hervorzubringen.

Mit etwas Glück und Konzentration können dann mit gefundenen Formen oder schon vertrauten Materialien aus dem Atelier, die Einfühlung  erreicht werden; – um  zu der ganz bestimmten   lesbaren Form, der eigenen Anschauung zu gelangen.

So z.B., hat es sich hier mit der Reflexion über ein unbestimmtes Gefühl eines einzelnen Wanderers zugetragen… jedenfalls ergibt auch das hier gezeigte Objekt, nun  erst recht  einen neuen Anlass die Figur im “unbestimmten Raum” im weiteren zu differenzieren.

Kinder wie die Zeit vergeht…

25. June 2018 – 12:26

B.S. & K.S., -Unter Strom-, Berliner-Umland, Analog & Digital, 1984/2018, Foto-Collage, 18×24

Ein Foto von 1984 aus dem Berliner-Umland hervorgeholt und mit Fundstück-Darstellern in’s NOW gestellt… so verbinden sich Formen und Erinnerungen in einer ganz neuen Art zu Sehen. Ja, es verwandeln sich die Wahrnehmungen von Raum und Zeit in neue Bilder mit allen gedanklichen Assoziationen von erlebter Daseins-Geschichte. – Plötzlich steht hier ein längst vergangenes Naturerlebnis als ein Abstraktum; – wird letztendlich doch spielerisch zu einem Bühnenraum, um dies zu vermitteln und dabei als Vorführung…

und zum Bild der eigenen Verwandelungen des heutigen Sehens im digitalen Raum zu werden.

Manch einer hört das Gras wachsen…

18. June 2018 – 15:47

K.S., 2003, -Warten auf Graswachsen-, Farbzeichnung,  Grafit, Farbstifte und Tusche (Lavage), auf Karton, 30,5×23,8 cm

 

… so klingt es mir noch immer als Spruch-Weisheit meiner Kindheit in den Ohren. Da waren schon damals in meinem Kopf keine Grenzen der Vorstellung gewesen… immer und noch bis heute, haben sich mir bildhafte Widersprüchlichkeiten sprachlichen Eigensinnes aus den erlebten mich umgebenen unterschiedlichsten Wirklichkeiten, erhalten.

Wie es heute mit der Sprache der täglichen Mitteilungen über den Zustand der Welt und den ständigen Wiederholungen unendlicher oder unterschiedlichster Vermutungen so zu geht;

–  eben so wandeln sich die Ausdeutungen und Vorstellungen über die Position, wie der Einzelne als individueller Teilnehmer seine Wirklichkeit auf das Warten oder ab wartend verlegt, um am Ende dann nach einem Sommer-Gewitter statt zuzuhören, sich die Zeit nimmt, auch das Gras einmal wachsen zu sehen!

Mir selbst gelingt solches verbunden mit einem Ortswechsel oder besser mit einem Zeichenblatt.

Wiederholtes Kommen und Gehen von Farben und Zeichen auf Papier

11. June 2018 – 14:39

 

K.S.,-Gezeiten-, 2018, Farbzeichnung, Stift und Acryl, auf Karton, 49,5×70 cm

Wie  verändert man sich wenn die Zeiten sich ändern; wo sonst, kann man Solches sehen und selbst erleben, als in den über lange Zeit entstandenen  Bildern und Zeichnungen. Nicht immer ist mein Lebenszeit so mit den vom Mond ausgelösten Gezeiten von Ebbe und Flut zu vergleichen…

jedoch sind die Dinge und damit die erlebte Nähe der Umgebenden Wirklichkeit mein Material und mein Ursprung für die Neugierde immer wieder zum Bild zu gelangen. Gedanklich geschieht jedoch dabei wohl möglich des öfteren eine Loslösung von Zeit und Raum, was jede Frage nach einem  “wie lange etwas dauert” erübrigt hat; oder sich ganz und gar hier durch meinen Blog als eine lesbare Bilder-Flut entwickelt und es sich dabei zu Aufführungen von Seherlebnissen im anregenden Sinne kommen könnte!

Mit Wasserfarben in der Natur…

4. June 2018 – 15:18

K.S., 2004,-Landschaftsbetrachtung, Zeichnung und Wasserfarben auf Aquarellkarton, 47,5×65,5

Eine Betrachtung kommt zuerst… aber, in mir als Stadtbewohner lebt ganz  Innen ein Gefühl, das vielleicht als Aufbruch in unendliche Räume zu begreifen ist…

Im Besonderen, wenn die Umstände es erlaubten, ist es mir bei guten Tagen gelungen im Freien zu Zeichnen und auch zu  Malen. Häufig gleich in der Umgebung von Berlin mit Wasser-Farben auf Karton; oder auch auf Reisen im Skizzenbuch und Block.

So fließen dann die Erfahrungen der Betrachtungen von landschaftlicher Umgebung und die eigenen körperlichen Wahrnehmungen in ganz freier Weise mit auf die Mal-Fläche… mit etwas Glück eine fast synchrone Aufführung der Sinne mit Pinsel und Farbe auf Papier.

So entsteht für mich eine Form der Möglichkeiten sich selbst als Teil der Natur zu erfahren. Um  vielleicht im weitesten Sinne; -den Raum als positives Weites ganz in die eigenen Nähe zu holen.