Noch immer da: eine Zeichnung von 1991

5. February 2018 – 16:33

K.S., 1991, -Figuren-Konstellation-, Farbzeichnung, K.S., Kohle, Stifte, Wasserfarben, Lavage, 36×47,5cm

Also, mal eine frische Brise im Werkraum…hier,  ganz mit den Hoffnungen erfüllt, die neue Freiheit zu erfahren… ja, die Zeichnung strahlt immer noch aus sich heraus, nur eben ist viel Zeit vorüber gegangen.

Nun aber beflügelt das Strahlen des Blattes durch die schroffe Erzählung, sowie die Ungleichheit der Figuren zu Raum und Zeichen auch im aktuellen Blick. Die Wirkung  der Erinnerung wird zur Anregung um diese Stimmung von damals für sich  aufzugreifen und damit wieder diese Kräfte ins Jetzt als neue Bild-Gestalt einzubeziehen.

Ein Gedanke fliegt durchs Fenster davon…

29. January 2018 – 19:54

K.S., 1988,-Berliner Fenster-, Grafit auf Japanpapier, 39X53,5cm

so manches mal, auch wenn man sich schon längstens an das Berliner Grau gewöhnt hatte, schickte man die Gedanken nicht nur auf eine Leinwand, sondern nutzte das Grafit um damit auf einem Blattpapier mit diesem zu wetteifern… so in etwa fühlt man sich im Gleichen an bestimmten Tagen noch immer.

Dieses mal erinnert das Auffinden dieses Blattes jedoch auch an eine Freude der Bildfindung und somit an die Lesbarkeit; -Wiedererkennung von Situation und Stimmung zum Ende der 80er Jahre in meinem Wilhelmsruher Atelier.

-Berliner Fester- hatte ich es betitelt, wobei ich es heute als einen -Gedankenflug- empfinden kann…

sich selbst im Gegenlicht mit der Vorstellung in ein Schwebenden Körper verwandeln zu können, um wenigstens in der Vorstellung, die damalige Trennung der Stadt zu überwinden.

Auch die 90er Jahre als bewegte Zeiten…

22. January 2018 – 15:34

Albumblatt/1996, K.S., Digitale Photographie, auf dem Atelier-Tisch/2018

 

 

 

…damals hatte ich noch nicht an das zählen der eigenen Jahre gedacht… meine Malerei erfand sich im spontanen Erleben der Zeiten.

Eine Verengung der Lebenswirklichkeit wurde und wird bis heute, durch die gesuchten und erfundenen Bildwelten, zu  weiten und ersehnten Horizonten, ins Freie getragen.

Rückblickend ändern sich die Wahrnehmungen und daher auch die Formen; die Zeitvergleiche in Bildern werden daher selbst zur Performance und die Ausstellungen, die eigenen und die Beteiligungen,  bleiben lebendige Zeitvermessungen. Noch immer hier und dort, wohl auch einige in den 2000 er Jahren… noch zu erleben.

 

Albumseite, K.S.2018, Peformance-Fotos, 1996, Bruno Sakrowski

 

 

Eine Leinwand von 1997 als ‘motherbord’

15. January 2018 – 16:55

-Motherbord-, K.S.,1997, Öl auf Leinwand, 35×50 cm

so kann es sein…

da  hatten sich am Ende der 90er Jahre  etliche Begriffe  aus der Computer-Welt auch in meine bildhafte Vorstellungswelt eingeschlichen… jedoch ganz aus dem Sehen der wie vordem erlebten Umwelt hergeleitet. Das ist in überraschender Weise, in sehr aufgeschlossener Art hier im Beispiel am Titel, wie auch gleichzeitig in der entstandenen Form zu sehen.  So wird der Raum der kleinen Illusions-Fläche  zur Platine und gleich auch zur Kulisse eines erlebten bühnenhaften Geschehens, von dem man als Zuschauer nicht weiß wie das begonnene Stück  zum Ende aussehen, besser gesagt: -ausgehen wird…

so dass wir es an dem Stück auch nicht erkennen werden oder auch, dass wir ganz im Geschehen erfasst und gefasst sind.

Wir sehen ohne Zeit und Raum nur etwas, was gerade im Augenblick auf dem Schirm (der Leinwand) ist… etwas was geschehen könnte oder all das, was hinter dem Bild als eine Wirklichkeit bezeichnet ist, erscheint verschlossen oder zumindest nicht erklärlich mit den vorgegebenen Oberflächen, die es jedoch in der Tiefe hinter der sogenannten Hauptplatine dem (Motherbord) noch unbestimmt und vielleicht sogar, ganz un-bestimmbar  in sich haben.

Verschiedene Zeiten veränderter Blick…

8. January 2018 – 18:16

-Silberwirbel-, K.S. 2018 & B.S., 1987, Foto-Collage, Digital auf Analog

Nicht nur zum Jahreswechsel verändert sich das Sehen…

hierbei haben sich nicht nur die Zeiten aus Vergangenheit und Gegenwart vereint, sondern das analoge Straßenmotiv aus den Achtziger Jahren im “Siebenhundertfünftigsten Jahr” Berlins  wird  für diese digitale Vorstellung zur Bühne und zum Darsteller zugleich:

– Das Spiel hat begonnen –

die Wahrnehmung der Veränderungen des Sehens, in den verschiedenen Zeiten sind vereint. Nun mit der Sicht  2018 aus beiden Seiten Berlins, könnte es gelingen im malerischen Tun  zu einem  Ausdruck -zeichenhaft emblematisch- zu gelangen.

1. Januar 2018, diesmal ein Montag…

1. January 2018 – 16:41

K.S., Jahresgabe 2018, Holzschnitt in Rot

aber schon im Dezember 2o17, hatte ich den Holzschnitt entworfen und gedruckt, um wie seit vielen Jahren eine Jahresgabe als “Art Mail” zu versenden; weil dieses alles auch wie ein Spiel als anregende Freude empfunden wird.

Daran hat sich bis heute nichts geändert und so landet nun auch der Probedruck hier im Webwerkraum auf der Montagsseite in meinem Blog: – als ein Ruf in die Welt und ebenso als ein Lebenszeichen an alle Freunde dieser Korrespondenzen.

Im Lauf der Zeit sind all die entstandenen Ansichten, auch Spiegelungen von den sich verändernden Wahrnehmungen und Welterfahrungen…

… zum Glück aber, öffnet sich zum Beginn eines Neuen Jahres auch ein neuer Vorhang im Theater des Lebens.  Dann heißt es wieder:”-DAS SPIEL BEGINNT-“

Eine kleine Gedanken-Brücke zum Jahreswechsel 2017/18

28. December 2017 – 21:23

-Gedankenbrücke/ Jahresbrücke-, K.S., 2017, Farbzeichnung, Übermalung, historisches Album

Collage als eine sinnliche Form im Augenblick frei zu sein…

18. December 2017 – 20:16

K.S., -UNTROESTLICHE FREIHEIT- 2017, Collage-Zeichnung auf Löschblatt,25×35,5 cm

 

…hierbei gibt es keinen Plan und keine Absicht und  es wird nicht unmittelbar in den Fächern gekramt, aber mit den spielerischen Möglichkeiten der Collagetechnik gelingt es des öfteren mit bildhaften Mitteln sich aus intuitivem Zeitgefühl im Einklang zum Weltgeschehen zu befinden und ganz frei zu sein… jedoch die empfundene künstlerische Freiheit trügt bisweilen.

Das andächtige Suchen oder die Konzentration auf die Gewinnung einer Form, die zum individuellen  bildhaften Ausdruck gelangen soll, kann wohl nur gelingen in der Verbindung zum sich selbst befreienden “Ich”.

Stillleben mit Breitkopf als Collage-Konzept

11. December 2017 – 17:10

K.S., 2017, Ateliertisch mit Collage-Buch (Doppelseitig)

Man wird ihn einfach nicht los… nun kriegt er eins “geklebt”…

in der Reihe meiner  Fundstück-Collagen zuerst einmal arretiert, beschriftet und verklebt; dieser bedrohliche Präsident mit dem versperrtem Blick hat uns nun gerade nicht gefehlt… der Präsdenten Ruf und was er sagt ist hoffentlich wie beim Echo eine E N T E… der Präsidente…Ente!

Da gibt’s nun heute Nicht’s mehr zusagen…

Vom Gesehenen zur Bild-Erzählung

4. December 2017 – 17:07

K.S., 1986, -Tierfigur-,Mischtechnik auf Büttenpapier, 40×31,5

 

Die 80ger Jahre waren für mich eine intensive Zeit im Atelier Heegermühler Str.

Angeregt und gleichfalls auf der Suche nach den möglichen Ausdrucksformen, beschäftigte ich mich in unterschiedlichster Weise um eine Gestalt, das eigene Erleben ins Bildhafte zu übertragen. Je nach Stimmung und Jahreszeiten entstanden Holzschnitte, Radierungen, Farbblätter (Mischtechniken, Aquarelle, Farbzeichnungen) oder sogar mittlere Holzskulpturen… alles sollte schließlich nach meinem Ermessen in die  Entwicklung der Tafelbilder fließen… nun erst mit den sich verändernden Zeiten ist die Malerei als nachhaltigste Form zur wesentlichsten Mitte geworden.

Mit dem “Kramen in den Fächern”  und der längeren Prozedur an der Leinwand versöhnen sich jetzt gleichermaßen all die Erfahrungen als Berliner Malerin und in besonderer Weise mein veränderter Blick… verbunden mit dem Geschehen der Zeit.