-Form und Farbe in Ebene und Raum-

4. February 2019 – 17:53

Ausblick mit Skulptur, K.S.,1984, Öl auf Leinwand, 120×90 cm

Das Bild ..-Ausblick mit Skulptur-… ist von 1984, als Berlin sich hier im eigenen Dasein  noch etwas “enger” an gefühlt hatte. Zusammen mit der Skulptur ist es in meinem damaligen Atelier-Heegermühler-Weg entstanden.

Noch heute zeigt sich im Bild die Stimmung der 80er Jahre vom eingeschlossen sein und dem “Grübeln” darüber. In mehrfacher Sicht gab es die Kraft und die Art und Weise meiner Gegenstimme wieder; -mit dem Stand der eigenen Selbstbehauptung in meiner Form der ur-eigensten Mittel: einer Verbindung von Malerei und Skulptur.

1989 war es einer mutigen Intention eines damals jungen Kunsthistorikers, Dr. Jens Semrau zu verdanken, dass in einer besonderen Ausstellungs-Herangehensweise eine vielseitige Schau von Malerei, Grafik und Plastik, Keramik von Malern und Bildhauern  im gemeinsamen Gegenüber in der Galerie am Fischmarkt, Erfurt und dann in Berlin, im Ephraim-Palais, gezeigt wurde.

-Form und Farbe in Ebene und Raum- dieser Titel als tragende Idee, neue Ausdrucksweisen in vielfältigster Art um damit auf jüngste Entwicklungen einzugehen und in den Beiträgen Reflexionen zur Zeit aufzeigen zu können.

Ein Fund-Stück mit Assoziationen

28. January 2019 – 17:00

Komposition, K.S., 2019, Digitale Photographie,

“Ich suche nicht ich finde!” ein überlieferter Ausspruch von Picasso… sehr einprägsam; jedenfalls forderte mich seine Behauptung immer heraus, um für mich selbst, aber vor allem dann auch aus der mich umgebenden Wirklichkeit, etwas herauszufinden.

Gedanklich erscheint es mir vom jetzigen Stand der wiederkehrenden Ereignisse meiner Ansammlungen von Fundstücken am gelungensten, diesen Picasso-Satz auf meine Intension umzukehren: -Ich finde, ohne eine bestimmte Suche.-

Das Leben: mit all den Formen, Strukturen, Fragen, Antworten in Bild und Erzählung aus vielen Jahren, erinnert mit Freude oder Zweifel;

-es hatte vor allem, mit den geheimnisvollen Form-Findungen zu überraschenden Entscheidungen angeregt und  damit wohl sehr, zu Veränderungen von vertrautem Sehen geführt und sich in etwas sehr Eigenes verwandelt.

Bild-Figur-Skulptur-Helfer

21. January 2019 – 19:56

Karin Sakrowski,
Waechter-Kopf, 1993, Detail-Aufnahme, 2010, Ahornholz, 1993, etwas farbig gefasst

 

Meine Skulpturen sind für mich im Entstehen und in ihrer räumlichen Anwesenheit zu sinnenden Helfern geworden. Die Bilder und Zeichnungen dagegen, beanspruchen nicht alle einen sichtbaren Platz.

Jedoch zeigt sich über die Jahre eine produktive gegenseitige Befruchtung im Wechselspiel, zwischen all meinen bildnerischen Ausdrucksmitteln und dem Kunst-Wollen.

Besonders meine Holzfiguren (hauptsächlich aus Fundstücken geformt), sind mir immer noch eine Bestätigung meiner erahnten Veranlagung, Bilder aus einem Inneren herauszulösen; hier im Sinne eines Wesens, dass schon zumeist in dem gefundenen Stück wohnt.

Eigenartigerweise kann auch wie so oft bei guten Fotos, die Absicht der räumlichen Wirkung von Plastiken erhöht werden, um letztendlich die Bildhaftigkeit der Skulptur oder Figur sichtbarer werden zu lassen.

Ein Netz-Fund erinnert in mehrfacher Weise an vergangene Zeiten…

14. January 2019 – 20:00

K.S., Foto-Collage, als Netz_Fund, Vignette: Horst Hussel, Illustration: Karin Sakrowski, für Jessenin, 1982

Nichts geht sozusagen hier im Netz ganz verloren, nur die Zeiten ändern sich… und damit die Sehweisen, wie schon oft festgestellt und besprochen.

Trotz allem erinnert  in besonderer Weise gerade das bildhafte Tun in schönster Art auch an die Sicht der Anderen aus vergangenen Zeiten…

so brauchte ich diesmal nicht selbst in Fächern zu kramen, um eine Illustration von 1982, wiederzufinden. Es war ein schöner Zufall, jetzt noch ein Beispiel dafür mit Namensnennung zu sehen.

In der Zeit als der -Verlag-Volk und Welt- noch die “Bücher der Weißen Reihe” heraus gegeben hatte, war es für mich eine Freude die Illustration als Verneigung an die Worte Jessenins zu empfinden und dabei gewesen zu sein. Zusammen mit Anderen in die Lyrik einzutauchen, um mit einem bildnerischen Beitrag, den Nach-Dichtungen der vielen Gleichgesinnten und dem schönen Büchlein als Prolog zu dienen.

Eine Gedanken-Verbindung von Zeichnung und Monotypie

7. January 2019 – 18:29

K.S., 2018, Höhlen-Taucher, Zeichnung über Monotypie, auf Industrie-Papier, 63,5×80 cm

Wie ein Blatt aus dem Zeichenschrank, das nicht mehr ganz unbenutzt, sondern noch die Spuren anderer Herkunft oder Angefangenes aus ganz besonderen Zusammenhängen aufzuweisen hatte gefiel mir hier als Bildanregung.

Die eigentliche Findung war jedoch vor allem eine ovale Form, die sich aus einer verworfenen Monotypie auf Papier in einem der unsortierten Fächer befand!

Wie eine noch unbewusste Selbstverständigung zur Unterweisung das Blatt als malerische Farbzeichnung zu entwickeln.

Um letztendlich, als gedankliche Erzählung von eigentümlichen Form- und Raumbeziehungen, eines ganz eigenen inneren Körperempfindens beim Bilder suchen, in andere Bereiche zu gelangen.

Silvester als Montags Blog 31.12.2018

31. December 2018 – 19:35

K.S., 2013,-Fundstück-Landschaft- Wasserfarben auf Aquarellkarton, 24×32 cm

Mit Hoffnungen und einem  Guten Rutsch ins NEUE JAHR hinüber zu kommen… das sind heute die Gedanken hier im Netz der Blogs; Anwesenheit in Schrift und Bild, mit Freude daran.

Die Fortsetzungen in Folge… ab MONTAG’s IM JAHR  2019 … auf dass noch immer im Zusammenklang von Bild und Gedanken sich uns allen und damit mir selbst der Blick sich in’s unendliche Sehen erweitert.

Erkennen und Wunsch in Eins; der Wunsch zu Erkennen … wird bleiben dem Auge des ICH’s.

Übermalung mit Verve, bringt ein zweites Sehen auf das Blatt

17. December 2018 – 17:02
K.S., 2018, -Paar im fremden Garten-Farbzeichnung auf Papier-Faltung, 41,8×69 cm

Jedes neue Blatt Papier hat schon unbearbeitet seinen eigenen Charakter, somit beginnt die Vorstellung vom Bild nicht nur im Kopf, sondern das Malen beginnt und entwickelt sich nur mit allen Sinnen…denn alle die Befindlichkeiten des lebendigen Seins beziehen sich sowohl auf das Wollen eines Bildausdrucks als auch auf ein ganzheitliches Gefühl einer tatsächlichen Berührung des stofflichen Gegenüber: -der Malfläche-.

Somit wird aus einem vorher Gesehenem z.B mit der Lust auf Farbe und deren Wirkung auf Papier, ein innerer Zusammenklang unmittelbar und ausschlaggebend für die entstandene Bilderzählung und der am Ende entstandenen Form.

Selbst bei der Übermalung einer gefundenen oder verworfenen Bild-Erzählung tauchen vergangene Bedingungen dieser Beschreibung wieder auf und ergeben, wie hier im Beispiel, einige disparate aber erneuerte Formen, die sich dadurch als gesteigerte Farbwirkung durchgesetzt haben.

 

Ausstellungen als Kosmos von Ideen

10. December 2018 – 16:41

Schnappschuss, K.S. 7.6.’18, Stimmungs Einblick  zur Vernissage

SUPER NOVA : – als Titel treffend für die aktuelle Ausstellung zu – 20 Jahre Galerie Alte Schule Adlershof –

Die Malerin Dorit Berach, hat es als Kuratorin fertig gebracht, in dieser Ausstellung mit den individuellen Beiträgen von  82 teilnehmenden Künstlern, einen  zusammen tönenden Stimmenklang in den ganz besonderen Räumen der Galerie zu erzeugen. Ihr ist es gelungen mit einer erfrischende Mischung aus mehreren Generationen gegenwärtiges Kunstschaffen zusammen zu bringen.

Eine wundervolle Fülle von Möglichkeiten der Formulierungen eröffnet mit den Kompositionen in allen  Räumen eine Entfaltung jedes der Beiträge, die sowohl im Zusammenklang zur Wirkung beitragen, als auch sich zu ganz eigenem Rhythmus und damit zu einer der Steigerung der Gegensätze in besonderer Weise gelangen.

Alles unbedingt bald noch mal ansehen!

Ausgerechnet Collagen sind meine Findungen im Kopf

3. December 2018 – 15:55

K.S., Tulipan V, Objekt, 1993, Material Collage auf K-Bord, 36×29 cm

…trotzdem will ich ja doch etwas Ganzheitliches erreichen, so dass sich dann am Ende ein Ausdruck findet, der wie von innen “hervor scheinendes” sichtbar machen  kann und…

– mit etwas Glück sich dann das Ganze, als Zusammenfügung fast wie von selbst, in eine Bild-Komposition verwandeln kann.

In allen Jahreszeiten liegen meine Materialien am Wegesrand und haben im Atelier ein wartendes Dasein, hin auf meine Geduld und Stimmung !

Mit den gepressten Tulpenblättern hatte ich in den Neunziger Jahren ein längere Freude. so dass daraus eine ganze Serie entstanden ist: – Die Tulipane –

Hin und Her und doch zurück…

26. November 2018 – 18:53

K.S., 1991,-Alle meine Wege-, Holzschnitt, gebrochenes Schwarz 29x59cm auf Japanpapier

… 1991 ist ja nun doch schon eine ganze Weile her!

Mit einem gewissen Stolz und ein wenig Mut hatte sich die Freude an der Druckgrafik bis jetzt und mit gestärkter Hoffnung in den folgenden Jahren, als ein unabhängiges freies Spiel  erhalten können.

Nun hat dieses Blatt meine eigenen Wege wieder einmal “gekreuzt”…  und so bin ich wohl damit, vor dem Stolpern über die vielen in der Darstellung angedeuteten Hindernisse  geschützt worden…  toi..toi…toi … ein wenig Aberglauben, Glück und Selbstvertrauen gehört noch immer, ganz bestimmt dazu!