Weglaufen geht nicht
19. April 2010 – 15:43Das Leben mit allen Veränderungen, Begebenheiten und Ereignissen ist immer schneller als man denken kann.
Allein den Bildern ist die Eigenschaft des Vorausdenkens und ebenso des Nachdenkens möglich. Die Malerin versucht sich in dieser Behauptung und somit auf Beharrung ihrer figurativen Formulierungen vom Weltgefühl.
Viele der seit etwa 1976 entstandenen Grafiken haben den Anlass aus einer solchen Nachdenklichkeit. Aber besonders die Technik des Holzschnittes, bietet mit der Umsetzung einer Bildidee über das Schneiden des Druckstocks und die Herstellung der Handabreibungen auf entsprechende Papiere eine Verlangsamung der Zeit, die sich in einer besonderen Weise auf die Person der “Macherin” überträgt.
Und dann im laufe der Zeiten, wenn eines oder mehrere der Blätter wieder hervorgeholt werden aus den Mappen und den Fächern, ist es jedes mal für alle Beteiligten eine gemeinschaftliche Betrachtungs-Aktion. Dann ist die Malerin selbst erstaunt über die sich dabei ergebenden Welt- und Bildergeschichten.
Das montägliche “Kramen in den Fächern” im web 2.0 hat jedoch die Ausstellungen oder die direkte Weitergabe an befreundete Interessierte noch nicht eingeholt. Vergleichbar mit der Musik, gehört zu dieser Art Druckgrafik die Materialität der Papiere und das Schwingen der Wahrnehmungen in direkter Form.
Auf den morgigen Dienstag freut sich die Malerin deshalb im Besonderen. Dann nämlich, wird eine der beiden heute heraus gekramten Grafiken ein neues Dach erhalten!
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