Ein zweiter Ausflug in Gedanken…

18. October 2021 – 15:01

K.S. 1989, Granada (Ausflug II), Farbzeichnung, Mischtechnik auf Aquarellpapier,40,5×52,0cm

… immer noch auch nach Jahren, bleiben die südlichen Landschaften Andalusiens vor dem “Inneren Auge” bestehen. Der Zauber des Lichts ist allem Erleben zu eigen.

Das Glück der ersten Empfindung kehrt wieder beim ersten Gedanken!  So konnte in Ihrer Jugend die Künstlerin Charlotte-E.Pauly in dieser Landschaft sich als Malerin entfalten und hier mit den Bewohnern des   Alkasins Ihre Wahl-Verwandtschaft leben. Nach vielen Reisen in südliche Länder hatte sie bis in Ihr hohes Alter die erfahrene Bildwelt aus der Erinnerung als eindrucksvolles Grafisches Werk entwickeln können… in Berlin-von Friedrichshagener Künstlernkreisen geliebt und unterstützt…

Der Eindruck dieses Künstlerlebens hatte auch mein Sicht auf eine erste “Begegnung mit Granda” in Spanien beeiflußt; wobei der Ausflug II “in Gedanken” eine spätere Reflexion von 1989/90 auch eine Erinnerung an ein beschreiten des Gefühls, “einer allein Reisenden” beinhaltet.

In unruhigen Zeiten ist ein Lächeln wie ein Wunder…

11. October 2021 – 14:41

K.S., 2003, -Komposition L, (Lächeln)- 32×25, Öl auf Leinen, Akryl/Kreidegrund, I7.II.(Motiv Jahreskarte)

 

… so kann auch die Malerei in manchen Bildern,  diese wunderbare Wirkung hervorbringen; jedoch  um zu entdecken braucht es  eine Freude zur unvoreingenommenen Anschauung und gleichzeitig die Offenheit zu ungeahnten Überraschungen;

-auch Neugierde zu anderen Sehgewohnheiten, z.B. eventuell auftauchende  Bilderrätsel, die eine Loslösung von vorher Gewusstem und die dazu erwarteten Ähnlichkeiten vermissen lassen.

Oder gar, selbst den Blick senkend, lieber auf andere Deutungsmuster wartend, um dann das kleine wunderbare Lächeln am Ende doch nicht ankommen und wirklich sehen zu können… so wäre die kleine Komposition L am Ende, die eigene selbst erlebte Wahrnehmung der Malerin.

-Das Malen braucht sein Geheimnis im inneren Sehen. und dann ist das Lächeln die gefühlte Wahrnehmung vom “Lebenslicht”.

“wer die Wahl hat…hat die Qual”

4. October 2021 – 19:10

K.S.,2018/19, -Figuration(entrückt)-, Öl/Leinwand, 90×70

 

Bis zu 2 Stunden musste man am Wahlsonntag in einer Schlange der “Willigen”, anstehen und dann waren noch dazu die Wahlzettel alle geworden!

Das gab es zum Wahl-Sonntag im September 2021, in Berlin zu erleben…

Als ein Vergleich dazu, könnte ich mein   Bildvorhaben aus dem Jahr 2018 anschauen; in etwa… als vorhergesehenes eventuell auch ab-bildhaftes und ratloses, einer sich nicht dazugehörenden Figur, interpretieren zu können…

nun aber hat der Gastaltprozess, (nicht nur der des Bildes), eine noch längere Zeit von 2017 bis 2019, fast 2020/21  gedauert, um schlussendlich zu seinem jetzigen Zustand als Bild meiner Zeit, eine hoffende Geduld anregend aufzuweisen.

Draußen der Herbst und Drinnen: Selbstbild mit Arbeitskleidung, von 1985

27. September 2021 – 16:47

K.S., 1985, -Selbstbild mit Arbeitskleidung-, Öl/Hartfasertafel, 127,5 x 71 cm

…draußen&drinnen einmal wieder im Gegenlicht, wird die Aufnahme zum Atelier-Stillleben mit einem “Bilder-Stapel”!

Der Herbst ist da und damit beginnt wieder die Zeit der Sicht auf Vergangenes und die Lust auf Kommendes, gar Freude auf “neueres Sehen”… schon beim aufbrechendem Tageslicht beginnt mein Atelier sich zum Ort meiner Lust auf neue Bilderzählungen zum Lauf des Lebens, nun auch neu zu sehen;

– im Besonderen wenn es dabei geschieht, dass in etwa die Zeit auch für das Hervorholen von Bildern aus vergangenen, aber nicht vergessenen Zeiten, Ihre Vergleichbarkeit mit Erlebtem noch immer nicht verloren haben.

Aus den 80er Jahren gibt es noch verschiedene Untersuchungen zu Formen der Porträt-Darstellungen, die auch immer als Bild zum Charakter der jeweiligen erlebten Zeit gehören sollten. Es war jeweils die lebende Figur vor Augen, die in ihrer Anwesenheit es vermochte, diese von mir angestrebte Verbindung, auch zu meiner eigenen Wirklichkeit  zu erstellen… ob anregend, kritisch  oder auch mit “doppelsinnigem” Ausdruck, als Auseinandersetzung um damit freier zu meinen Möglichkeiten als Malerin, gegen die oftmals vorherrschende Enge zu gelangen.

“die im Schatten sieht man nicht”…

20. September 2021 – 16:01

K.S., 2011, -Schattenkopf-, Objekt-Rückseite,  Wachskreide auf  Faser-Tafel  19,3×19,3 cm

 

…als Maskenträger könnten wir dies nun schon längstens sagen und so denkt das “unbekannte Selbst” sich wieder einmal neu und nun; – als “Bildgestalt”, z.B eventuell als Schatten-Kopf.

Bilder im Kopf gefunden , wie hier als Abdruck, sehend ; – dann auch als Kopf empfunden und nach gezeichnet… hier auf einer Objekt-Rückseite von 2011.

Vielmals erlebt man Gebilde und Zeichen  auf Wegen, die uns die Natur zusammen mit vergehender Zeit beschert.

In mir selbst spiegeln sich die Jahresläufe in meinen Bildern, besonders dann,wenn das Tageslicht mir den beginnenden “Farbnachlass”wie jetzt im Herbst vergegenwärtigt…

 

Eintauchen und als Bild wieder auftauchen…

13. September 2021 – 16:32

K.S., 2003,Tuschzeichnung auf China-Papier

…nicht nur “in die Tinte gefallen”…

sondern aus einem Gefühl heraus das “ICH” mit einer wasserlöslichen Tusche zur  Anschauung gebracht, somit als Bild; -hier als Pinselzeichnung auf China-Papier-, um in seiner ungeschönten Eigenheit und im spontanen Zustand das ‘wirkliche Dasein’ erscheinen zulassen…

so entstand ab dem o7.07.20o3  das erste Blatt einer Reihe von Spontan-Zeichnungen mit tägliche Beiträgen als eine begleitende Selbstvergewisserung auf einer Sommerreise als Konzept und weiter geführtes Experiment mit Datierungen und Titelleien.

Nun ist das ganze Heft auch des öfteren in meinem Fach für “besondere Dinge und Gedanken” wieder einmal aufgetaucht… zum “Kramen in den Fächern” war es aber bislang ‘Tabu’.

Denn als Malerin ist mir bei der “ICH-FINDUNG” die Farbe im weiteren das wesentlichste  Mittel.

 

Farbzeichnung und Collage…

6. September 2021 – 12:58

K.S. 2021, -Farbzeichnung und Collagen- auf Karton,  20,6 x 29,5 cm

…ein paar Tage Ostseeluft inspiriert… dass lässt die Gedankenwelten in alle Lebens-Zeiten wandern… Kindheit am Meer: nach dem Ende des Krieges…  eine “Verschickung zum Aufpäppeln” mit Erfolg: 9 Pfund zugenommen :)), und mit unvergesslichem Erleben den Rausch der Landschaft mit Göhrens Steilküste und dem Ufer voller Findungen als Überraschung der unteren Welt, von der sich der Blick nicht trennen konnte… Später die Wiederkehr so oft wie es möglich war…

 

Eine besonders unsichere Angelegenheit…

23. August 2021 – 15:33

K.S., 1994, Öl auf Leinwand, 55×40, Privatbesitz

… in “trüben Wassern” zu schweben oder auf “fliegenden Teppichen” zu bauen und sogar in “ungeahnten Räumen” wahre Wirklichkeiten zu entdecken, das kann es doch nicht geben?!!!

Und doch, kommt es hier beim “Montags kramen”dazu, dass es in den meisten meiner Bilder zu unerwarteten Formulierungen kommt; es sind die, erst durch die Malerei sichtbar gewordenen Eigenheiten erlebter Wirklichkeiten…

die sehr wohl auch zu meiner eigenen Lebenswirklichkeit gehörten und es mir damit erst selbst als “Bildermacher”ermöglicht hat, durch die Freude des freien Spiels zu meinen Lebenszeiten, den Fluss das  Erkennens von Raum und Zeit, anhand von Bildern unerkanntes oder fließendes , oder gar in der Vorstellung, Unsichtbares aufzuzeigen und sogar selbst  hervorzubringen und jeweils durch meine  jeweiligen Ausstellungsmöglichkeiten,

auch: -dass “mit Bildern Leben”-… weiter zu geben, zu teilen und hervor zu zeigen.

 

Kugel und Quadrat im Gegensatz…

16. August 2021 – 11:58

K.S., 1996, Blaue Figur(ambivalent), Öl/ Leinwand, gerahmt, kleines Bild.

“Gegensätze ziehen sich an” eine oft gehörte, sogenannte “Spruch-Weisheit”… eine in den “wilden achtziger Jahren” angefangene Korrespondenz durch Bilder und Grafiken,  die bis heute “als Mail-Art” bekannt ist,  hatte mich immer wieder auch in meiner Arbeit als Künstlerin inspiriert und angeregt.

Im gleichen Sinne entstanden so bald in etwa einige Bilder mit Augenfallen; -oder auch, wie hier, im gedanklichen Sinne, fand sich eine Form zu manch einem Bilderrätsel.

Die Absicht war das Erinnern an Empfindungen im eigenen Dasein als Bild, zur individuellen Auslegung und zur Frage: “was ist”,  zum offenen Kommentar werden zu lassen; mit der Hoffnung,  auf weitere Auslegungen im poetischem Sinne : “was war”…oder “was kommt”, “was können wir tun” oder:

… “wie können wir  selbst unsere Welt sehen und verstehen”

Im Hintereinander und im Dazwischen…

9. August 2021 – 16:59

K.S.,Malerei & Skulptur Zusammen: Details:- Nausikaa, 90/91, Öl/Leinwand, 60×100 cm, -Rittersternn-1977, Öl,Leinwand, 90x70cm, Ochsenhausener-Kopf, 1993/94, Installations-Detail

Ja, Bewegung ist in mein Atelier gekommen…  bekanntlich fließt die Zeit und wir kommen nicht gleichzeitig hinterher auch beim sogenannten Kramen in den Fächern ist Bewegung angesagt… gut ist es wenn man beim Vorbereiten einer Ausstellung auch den Blickwinkel mit einer Momentaufnahme im anderen Licht erfahren kann… so auch kurz einmal als Lebenszeichen ein Detail aus meinen 70er Jahren, ( ein Bild was in einer Gänze noch nie gezeigt) hat sich aber hier mit seiner Wirkung zu einer”optischen Sensation” oder besser gesagt: ” im Foto als Darsteller zu einer digitalen Augenfalle entfaltet” und somit seinen unverzichtbaren Platz behauptet!