“die im Schatten sieht man nicht”…

20. September 2021 – 16:01

K.S., 2011, -Schattenkopf-, Objekt-Rückseite,  Wachskreide auf  Faser-Tafel  19,3×19,3 cm

 

…als Maskenträger könnten wir dies nun schon längstens sagen und so denkt das “unbekannte Selbst” sich wieder einmal neu und nun; – als “Bildgestalt”, z.B eventuell als Schatten-Kopf.

Bilder im Kopf gefunden , wie hier als Abdruck, sehend ; – dann auch als Kopf empfunden und nach gezeichnet… hier auf einer Objekt-Rückseite von 2011.

Vielmals erlebt man Gebilde und Zeichen  auf Wegen, die uns die Natur zusammen mit vergehender Zeit beschert.

In mir selbst spiegeln sich die Jahresläufe in meinen Bildern, besonders dann,wenn das Tageslicht mir den beginnenden “Farbnachlass”wie jetzt im Herbst vergegenwärtigt…

 

Eintauchen und als Bild wieder auftauchen…

13. September 2021 – 16:32

K.S., 2003,Tuschzeichnung auf China-Papier

…nicht nur “in die Tinte gefallen”…

sondern aus einem Gefühl heraus das “ICH” mit einer wasserlöslichen Tusche zur  Anschauung gebracht, somit als Bild; -hier als Pinselzeichnung auf China-Papier-, um in seiner ungeschönten Eigenheit und im spontanen Zustand das ‘wirkliche Dasein’ erscheinen zulassen…

so entstand ab dem o7.07.20o3  das erste Blatt einer Reihe von Spontan-Zeichnungen mit tägliche Beiträgen als eine begleitende Selbstvergewisserung auf einer Sommerreise als Konzept und weiter geführtes Experiment mit Datierungen und Titelleien.

Nun ist das ganze Heft auch des öfteren in meinem Fach für “besondere Dinge und Gedanken” wieder einmal aufgetaucht… zum “Kramen in den Fächern” war es aber bislang ‘Tabu’.

Denn als Malerin ist mir bei der “ICH-FINDUNG” die Farbe im weiteren das wesentlichste  Mittel.

 

Farbzeichnung und Collage…

6. September 2021 – 12:58

K.S. 2021, -Farbzeichnung und Collagen- auf Karton,  20,6 x 29,5 cm

…ein paar Tage Ostseeluft inspiriert… dass lässt die Gedankenwelten in alle Lebens-Zeiten wandern… Kindheit am Meer: nach dem Ende des Krieges…  eine “Verschickung zum Aufpäppeln” mit Erfolg: 9 Pfund zugenommen :)), und mit unvergesslichem Erleben den Rausch der Landschaft mit Göhrens Steilküste und dem Ufer voller Findungen als Überraschung der unteren Welt, von der sich der Blick nicht trennen konnte… Später die Wiederkehr so oft wie es möglich war…

 

Eine besonders unsichere Angelegenheit…

23. August 2021 – 15:33

K.S., 1994, Öl auf Leinwand, 55×40, Privatbesitz

… in “trüben Wassern” zu schweben oder auf “fliegenden Teppichen” zu bauen und sogar in “ungeahnten Räumen” wahre Wirklichkeiten zu entdecken, das kann es doch nicht geben?!!!

Und doch, kommt es hier beim “Montags kramen”dazu, dass es in den meisten meiner Bilder zu unerwarteten Formulierungen kommt; es sind die, erst durch die Malerei sichtbar gewordenen Eigenheiten erlebter Wirklichkeiten…

die sehr wohl auch zu meiner eigenen Lebenswirklichkeit gehörten und es mir damit erst selbst als “Bildermacher”ermöglicht hat, durch die Freude des freien Spiels zu meinen Lebenszeiten, den Fluss das  Erkennens von Raum und Zeit, anhand von Bildern unerkanntes oder fließendes , oder gar in der Vorstellung, Unsichtbares aufzuzeigen und sogar selbst  hervorzubringen und jeweils durch meine  jeweiligen Ausstellungsmöglichkeiten,

auch: -dass “mit Bildern Leben”-… weiter zu geben, zu teilen und hervor zu zeigen.

 

Kugel und Quadrat im Gegensatz…

16. August 2021 – 11:58

K.S., 1996, Blaue Figur(ambivalent), Öl/ Leinwand, gerahmt, kleines Bild.

“Gegensätze ziehen sich an” eine oft gehörte, sogenannte “Spruch-Weisheit”… eine in den “wilden achtziger Jahren” angefangene Korrespondenz durch Bilder und Grafiken,  die bis heute “als Mail-Art” bekannt ist,  hatte mich immer wieder auch in meiner Arbeit als Künstlerin inspiriert und angeregt.

Im gleichen Sinne entstanden so bald in etwa einige Bilder mit Augenfallen; -oder auch, wie hier, im gedanklichen Sinne, fand sich eine Form zu manch einem Bilderrätsel.

Die Absicht war das Erinnern an Empfindungen im eigenen Dasein als Bild, zur individuellen Auslegung und zur Frage: “was ist”,  zum offenen Kommentar werden zu lassen; mit der Hoffnung,  auf weitere Auslegungen im poetischem Sinne : “was war”…oder “was kommt”, “was können wir tun” oder:

… “wie können wir  selbst unsere Welt sehen und verstehen”

Im Hintereinander und im Dazwischen…

9. August 2021 – 16:59

K.S.,Malerei & Skulptur Zusammen: Details:- Nausikaa, 90/91, Öl/Leinwand, 60×100 cm, -Rittersternn-1977, Öl,Leinwand, 90x70cm, Ochsenhausener-Kopf, 1993/94, Installations-Detail

Ja, Bewegung ist in mein Atelier gekommen…  bekanntlich fließt die Zeit und wir kommen nicht gleichzeitig hinterher auch beim sogenannten Kramen in den Fächern ist Bewegung angesagt… gut ist es wenn man beim Vorbereiten einer Ausstellung auch den Blickwinkel mit einer Momentaufnahme im anderen Licht erfahren kann… so auch kurz einmal als Lebenszeichen ein Detail aus meinen 70er Jahren, ( ein Bild was in einer Gänze noch nie gezeigt) hat sich aber hier mit seiner Wirkung zu einer”optischen Sensation” oder besser gesagt: ” im Foto als Darsteller zu einer digitalen Augenfalle entfaltet” und somit seinen unverzichtbaren Platz behauptet!

Atelier mit eigenem Schatten…

2. August 2021 – 17:50

K.S., Atelieraufnahme mit eigenem Schatten, Begrüßung 2

 

…nach dem ersten Blick des Tages bereitet immer der 2. Blick  am Morgen im Atelier, mit der Lage nach Osten, die beste Begrüßung …

aber nicht immer “Alles klaro”… und deshalb geht das Malen auch weiter… das beste Licht stellt sich ja so wie so mit der Stimmung des Tages bei  aufkommender Farben-Freude ein.

So kann es gar nicht anders kommen… das ganze UNSAGBARE STREBEN wird schon nach erster Betrachtung des Schatten-Spiels als ein Zeichen von Hell/Dunkel und von unausweichlicher Auflösung der eigenen Schatten-Figur in das gespiegelte Paar-Bild zur Lebens-Bühne.

Wobei jedoch die Hauptdarsteller wohl jeweils die gerade entstehenden Bilder mit den Weg-Zeichen der Lebenszeiten im konkurrierenden Verhältnis bleiben müssen, wenigstens ist das dann wohl die Frage nach der Inszenierung einer Ausstellung in Raum und Zeit! ( z.B. -Die Aufführung der Bilder, -von 18 bis 81 Jahre-)

 

-Das Traumhaus- eine Bildtafel die in den Jahren 1989/90 entstanden ist…

26. July 2021 – 16:59

K.S., 1989/90, Öl/ Hartfasertafel, 61×50 cm, gerahmt, 69×61,5 cm

…erst jetzt in meinen “späteren” Lebensjahren, erkenne ich das vormals Geträumte und vermeintlich schließt sich die Bilderzählung nun für mich auf.

Der Titel gab schon bei der Betrachtung eine Art und Weise der Lesbarkeit und dazu die Farbstimmung  frei. Es war wohl auch ein (fast) vergessener Traum vom Da-sein und vom Leben in Harmonie und Sehnsucht in eine neue Zukunft hinein…

Erwartung, Ankunft, Begrüßung, und Aufbruch sind wohl die figürlichen Zeichen des Bildgeschehens; -jedoch sind die Ursachen aus den 40er Jahren im unbewusstem Erleben von Krieg und Nach-krieg, hier als Traumgeschehen  dabei.

Im Jetzt 2021, erinnere ich die Zeit vor und nach dem Mauerfall und die Vereinigung der zweigeteilten Stadt als Berliner Malerin…

gleichermaßen eine  Erzählung; von neuem und altem Erleben als Bild. Auch 1989 waren die Zeichen schon Aufbruch und Erwartung…jedenfalls gab es auch die Begrüßung in gestischer Form aber um die Ankunft zu verstehen gibt es in meinem Werk immer neue, sowie  auch alte Zeichen.

Gut ist, dass hier mein Blog  für mich den Platz und die Offenheit, für den langen Weg der Ankunft; –als in Berlin  lebende und arbeitende “Deutsche Malerin” seine Gestalt gefunden hat

 

Die Stadt Berlin wie kann man als Bild sie verstehen…

19. July 2021 – 16:23

K.S., Hausfiguren, 1998, Öl/Leinwand, 60×41

 

hinein geboren ins Unbegreifliche …der Zeit des Kriegs…das Erleben der Wahrnehmung des Zustands von Welt jedoch als Sensor von unbewussten Erinnerungen vom Dasein im Hin und Her, Juli 1942 bis etwa-46/47-

Nun erst in meinen jetzigen “Späten Jahren” Tauchen Gedanken und Erinnertes in meinen Bildern als “gefühltes Erkennen” in der malerischen Formensprache meiner Bilder, wieder auf.

Es mag  der Grund sein, dass der Bildraum selten dem Abbild des realen Raumes folgt; hier ab Ende der 90er Jahre z.B. gibt es eine Reihe von Darstellungen der “Hausfiguren”, dazu gehören Bleibendes über die selbst erlebte Stadt Berlin jedoch in Verbindung und zu gleichzeitiger “Loslösung” von unklarer Bedingtheit des Erkennens der eigenen  Figur.

 

Ein Aufbruch ins Firmament…

12. July 2021 – 15:51

K.S., 2015, -Spirale Ins Firmament-, Öl/Leinwand, 28×37 cm

vielleicht ist es ganz einfach, die Erdenschwere hinter sich zu lassen… hier im Netz gibt es wohl schon einige Möglichkeiten dazu; -“Achtung, nur  den Kopf da nicht verlieren!”, was heute verwundert, das ist mein vorher gewusstes Motiv: die Spirale als ein zur durchscheinenden Fläche gewordenes Bild in seiner als Wirklichkeit zu empfindene Durch- oder  gar Weitsichtigkeit!

Ein Spiel für die Augen? Nicht nur, sondern auch als Zeichen für die Träume über die gemalten Bilder, zuerst einmal dabei, durch die eigenen Wahrnehmungen sich selbst zu verstehen… bevor es etwa nötig wird zu einem anderen Planeten oder in eine unentdeckte Welt zu gelangen… da wird nun schon gebastelt und gehofft, bevor ein friedliches Miteinander in der gegenwärtige Welt gelingt.

Das Bild ist 2015 entstanden, jetzt hier in seiner eigensinnigen Ausstrahlung, erscheint es heute nach 6 Jahren später, als ein Blickt mit einer Raumvorstellung, zum inneren Geheimnis des menschlichen Daseins gelangen zu können.