Das Bild als Natur-Studie für Adolf Menzel

10. August 2020 – 16:00

K.S., 2019/20,-Wind am Hohenufer-, (Hommage für Adolf Menzel) Öl/Leinwand mit einer Grisaille-Untermalung…

Zur Zeit gibt es seit drei Tagen in ganz Deutschland, eine hoch-sommerliche  Strömung  mit heißer Luft; -so hofft man solcher Art ungewohnt, auf etwas gemäßigte andere Winde von den Ufern der Osstee zum Beispiel…ganz aus dem “unbewussten Herzen” heraus, hatte ich schon im vergangenen Jahr, ein Bild vom Wunsch zu diesen Naturausgleich angefangen. Den Eindruck vom dynamisch wechselndem Wetter als selbstverständliches Natur-Erlebnis an der oftmals besuchten Ostseeinsel Usedom, war mir in meiner Vorstellung vertraut.

So hatte ich eine Leinwand vorerst mit einer Grisaille-Untermalung als Naturstudie zeichnerisch in schwarz-grau-tonig untermalt…dann jetzt in 2020, vor nicht langer Zeit war die Sehnsucht nach dem Ostsee-Klima und der Insel in die erneute Bearbeitung der angefangenen Leinwand als eine glücklichere Fügung eingeflossen.

Die sogenannte Ateliermalerei hatte nun zu Corona Zeiten, den besseren Ansatz gezeigt, als das Reisen in alle möglichen Welten, und so gab es hier die besten Anklänge an die alten aber bewährten malerischen Techniken…

das Natur-Ereignis von Wind und Wetter als Bild verinnerlichen zu können.

Der Augenblick als Zeit-Sequenz der Gegenwart

3. August 2020 – 16:08

K.S., -Ein Augenblick- (Entwurfsbild) als Findung

 

Eines meiner ungemalten Bilder ist nun zurück als ein “Augenblick” in meinen “Gedanken-Fächern” …

und damit erinnert die kleine Entwurfszeichnung an das kompositorische Suchen, um den Empfindungen zur eigenen Lebenszeit, mit Hilfe von Bildern, auf eine verweisende Spur zum  Weg der Malerin zu kommen…

in der Folge; -im weit gefassten Sinne gesagt:”es lässt mich im bisherigen Verlauf  meines Daseins als Malerin des öfteren, Sisyphos grüßen”.

So kommt es mir jedoch oft eher als glückliche Fügung entgegen, wenn das zufällige Finden einer Bildform zur richtigen Zeit, dann mit erneuter Sehweise ganz im “Augenblick” wie selbstverständlich, zur eignen Bildgestalt gelingt.

Im besten Sinne hat darin jedes malerische Tun seine eigene Zeit.

Die Studio-Bühne im Werkraum/ 1. Aufzug mit Darstellern…

27. July 2020 – 14:54

K.S., 08-20, Collage-Objekt mit Kopfzeichen, auf Buchdeckel 16x24cm Bühnen-Entwurf: Digitale Photographie/Foto-Collage

Darsteller:

1. ROTER KOPF/ streethead,  2.LIEGENDER KOPF / Findling 3.DAS PLATZ-ZEICHEN Objekt, 4.DER SANDSTEIN, Skulptur

(Fotodetail als Bühnenhintergrund von Bruno Sakrowski)

Bilder und Skulpturen im Werkraum treten heute als die Darsteller meines Lebenstheaters entschlossen hervor.

Bedingt aus  aus ihrer eigenen permanente Anwesenheit im Werkraum der Gedanken, wollen sie uns hier ihre Flügel für das Wirken der Zeichen auf einer imaginären Studio-Bühne leihen.

Hommage_für_Joseph_Beuys, gespiegelt im Studio…

20. July 2020 – 16:40

K.S., 1998, “VEB-Zittauer-Filze”, Objekt für Joseph Beuys, (Hommage) 2020

…es fliegen die Zeiten dahin; -oft so schnell wie die Gedanken wechseln, oder eher: “wie ein fließen  der Gedanken”.

So ist etwa heute in zunehmend digitalen Zeiten die Kunst als Experiment unterwegs und der konzeptuelle Versuch fordert und  fördert mitunter eine ganz neue eigene Beweglichkeit heraus.

Es wächst uns dabei jedoch ein etwas spielerischer und  gleichzeitig assoziativer Weg zu;  -ungeahnten Ausdrucks-Formulierungen und neuen  Bildfindungen aus dem Gegensatz  unserer sinnlichen Wahrnehmung, zu den gegenwärtigen “Seins-Formaten” und den neuen Formen von technischen Wiederholungen, bis hin zu Veränderungen der kommunikativen Zeichen und der Sprache.

Doch, so bleiben für uns und die Kunst, die “Offenen Fragen” in ihrem weitesten Sinne Programm!

Stillleben als vertraute Anwesenheit von Sein und Zeit

13. July 2020 – 20:05

K.S., 2020, Digitale Photographie, Detail-Aufnahme

Die eigene Anwesenheit im Werkraum hat täglich die verschiedensten “Aufgaben” breit, mir kommt es selbst oft wie ein lebendiges Welttheater vor.

Am liebsten ist mir meine Vorstellung von einem Werkraum, in dem es viele Möglichkeiten des vom ICH bestimmten TÄTIG-SEIN gibt. All die Jahre einstanden somit  viele ganz unterschiedliche Positionen, jedoch fast alle sind bestimmt zum hervorbringen von Bildern der eigenen Vorstellung; -die jedoch auch vom Sehen bedingt beeinflusst werden.

Die Hauptsache bleibt daher der Raum; -die Stillleben darin sind eine lebendige Begleitung und die Sinnlichkeit der Gegenstände ermöglichen die fortgesetzten Bildfindungen…

so wie in der Malerei Öl/Leinwand oder Mischtechnik, Wasserfarben auf Papier, Collagen, Objekte, Druckgrafik und etwa seit 1998 die dabei begleitende Photographie (als medienübergreifendes Eifern) und  ebenso,  zu einer welthaltigen Verbindung, ist der Raum auch Atelier, Studio, Archiv

…und experimentell eine HOFFNUNFSMITTE.

Schon immer hat es Ausnahmen und Außenseiter in der Kunst gegeben…

6. July 2020 – 15:16

K.S.,-Figur im Raum- Digitale Photographie, 2020, Fotocollage, Homage für Kurt Buchwald

…dazu gehörig, habe ich mich gerne auch bis heute noch gesehen; -um daraus trotz einer Tendenz zum Scheitern jedoch immer wieder dem Zweifel, besser zu begegnen…

Somit hat sich mir mit dem eigenen Widerspruchsgeist ein neuer sich selbst bestimmender produktiver Raum geöffnet.

Ohne das Kramen in den Fächern für die Malerei/Grafik/Skulptur… und die Ausstellungstätigkeit aufzugeben, sind mir immer auch aktionistische neue Möglichkeiten und performative Tendenzen in meinem Dasein als Berliner Künstlerin zugefallen…

die sich nicht zuletzt  aus den neuen digitalen Formen sich verändernder Wahrnehmung und Kommunikation hier im Netz entwickeln konnten.

Ein “Sonnen-Spiegel” als Lichtzeiger im Studio

29. June 2020 – 18:49

K.S., 2020, Digitale Fotografie: Ein Sonnenzeiger im Werkraum als Auswahl Zeichen durch eine Spiegelung

Das beste Licht für ein Maler-Atelier ist ein Fenster nach Norden…,das kann man sich leider nicht immer so aussuchen; somit ist es trotzdem eine Freude einen Raum mit 2 großen Fenstern und 4 Wänden für alles Mögliche zu haben und deshalb geht es hier um alles; -Malen, Zeichnen, Tuschen, Werkeln und vieles mehr!

Somit lebt das Atelier auch als experimentelles Studio. Ein Lebensraum, mein von mir sogenannter “Werkraum” mit den schönsten Sehüberraschungen… und so fällt aus einem Fenster gegenüber am späten Nachmittag eine Sonnenspiegelung  auf die rechte Bilderwand und hilft bei einer Auswahl  zum Thema Berlin für das nächste OPENCALL 20/20 (100 Jahre Berlin 100/ künstlerische Arbeiten und Projekte)… Ein Glückszeichen, dass mein Raum nach Nord-Ost zeigt und die Reflexion von West-Süd zustande gekommen ist.

Eine Objekt-Aktion von 1992

22. June 2020 – 12:46

K.S.,1992, Aktions-Objekt, Original-Plakate auf Karton

So war es in Berlin von 1992:

-“Haben Sie meine Aktionen wahrgenommen”… dann besuchen Sie meine Ausstellung in Berlin Marzahn,-BILDERHAUS- bis zum 5.7.92 ( es war meine erste größere Ausstellung nach dem Fall der Mauer )…und  die kleine Grafikschau -TRAUMHAUS- in Berlin, am Wittenbergplatz!”…

…ein Zufall einer weiteren Einladung in einem Kabinett am Wittenberg-Platz Grafik auszustellen führte spontan zur Idee, nun  eine persönliche Verbindung der beiden Teile von Berlin aktivisch zu markieren.

Selbst angetan mit einem tragbaren doppelseitigen Schild mit Plakaten hatte ich längere Strecken in Berlin vom Prenzlauer Berg, Alex, zum Brandenburger Tor, usw… zu Fuß zurückgelegt und viel Verwunderung aber auch diverse Zustimmungen erhalten. Somit ist nun, durch die vielen persönlichen Unterschriften und authentischen Bemerkungen, daraus inzwischen ein historisch gewordenes Objekt entstanden, das so noch immer in meinem Werkraum an diese Zeit der Hoffnungen erinnern kann!

EinzelDemo

Foto Animation – der Einzel Demo – hier klicken!

Bevor die Sonne ganz untergeht…

15. June 2020 – 15:44

K.S.,2020, Einblick/Gespiegelt, Digitale Photographie, bei abnehmendem Licht

…da spiegelt sich das Licht im Fenster vom Gegenüber…und ein ausgesendeter Strahl wird als Schatten-Spieler zu einer teilnehmenden Gestalt im Kreis der angedeuteten Figuren.

Das hat man nun davon, wenn ein Leben lang die Bilder und Figuren als die eigenen Hausgeister alle Räumlichkeiten in Besitz nehmen, da kommt es schon mal vor, dass man sich selbst erst durch einen zugefallenen anderen Einblick, unerwartet anders sieht aber sich trotz dem noch dabei wieder erkennen kann…

um letztendlich selbst offen und lebendig bleiben zu können und um das eigene sich ständig wandelnde Erleben immer wieder, erweitert ins Werk zu setzen.

 

Eine Collage von 1996 ist wieder aufgetaucht…

8. June 2020 – 16:59

-Fundstück Landschaft II-, K.Sakrowski/ 1996, Mischtechnik und Collagen auf Aquarellkarton, 34×24 cm

 

…sie stammt aus einer Serie der so genannten -Tulipane- aus den 90ern;  da ich auf mehreren, damals entstandenen Farbblättern, präparierte Tulpenblüten als Bildformen verwendet hatte.

Auch gab es zu dieser Zeit, nach der Öffnung der Mauer die Freude am Experiment und die Tulpen sind ja nun wahrlich keine Mauerblümchen.

Die meisten meiner Collagen ergaben besondere “Charakter-Köpfe” und diese “fast noch nie dagewesene Form”, hatte es nun in die Toskanische Säulenhalle im Zeughausmuseum Augsburg, in die Ausstellung zur 11. Nationale der Zeichnung  geschafft, ausgewählt um gesehen zu werden. Veröffentlicht:  Im Katalog Nr.179 /Tulipan russisch 1991, Nr. 180. Blickaushöhlung 1994 und Nr. 181. Tulipan mit 3 blauen Augen, 1992, (Abb.ebenda)

Die Fundstücklandschaft heute. hier im Blog viel mir neulich aus einer anderen Mappe entgegen und zeigt, assoziativ die  sogar noch hier als Foto-docomentation seine etwas irrationale aber auch die sensitive Handhabung der Collagetechnik zu Form und Inhalt im damaligen ausgehenden  20.Jahrhundert…