“Die Sonne bringt es an den Tag”

14. September 2020 – 16:03

K.S.,1998, Spreeblick, Öl/Leinwand, (un grundierte Tafel), 40×50 cm

oft sind die Rückseiten von Bildern genauso beachtenswert wie es hierbei durch einen Zufall  vom  “abnehmenden Herbst-Licht” zur Ansicht kam.

Die Sonne steht nun schon etwas tiefer und bringt jeweils mit dem sich verändernden Licht, ein natürliches Umfeld von draußen herein; so kommen die Bilder und die Betrachter oft im Werkraum nicht zur Ruhe.

Hier mit der Stadtlandschaft als Studie, ist zum Beispiel sogar das Erkennen der gespiegelten Darstellung, als wesentliche Wirkung des bestimmenden vertikalen Farbauftrages für die Komposition sehr gut zu erkennen… auch die Lebendigkeit des Auftrags gibt das grafische Gerüst des malerischen Impetus; -wohl möglich viel stärker als die farbige Bild-Vorderseite

 

Mein Fenster-Garten mit allen 4 Jahreszeiten

7. September 2020 – 15:35

K.S.,-Fenster Garten- 1989/1993, Öl auf Hartfaser, 54×66 auf Leinwand montiert, 67×79 cm

…ja geht denn das… noch dazu in einem Bild ?

Nun so sollten die Titel der Bilder nicht durch lange Erzählungen den Blick so verdrehen, wie die dargestellte Figur es uns vorschlägt … hier aus diesem Stück Malerei  weht uns ja eine geheimnisvolle, jedoch auch eine angespannte Stille entgegen, die eine ganze eigene Aufmerksamkeit des Sehens und Empfindens mit der aufkommenden Erwartung an die Betrachtung herauszufordern vermag.

Bestimmt sind hierbei die dinglich gestalteten Zeichen unbedingt als ein Lösungsvorschlag zur Umwandlung eines “Bilder-Rätsels”zu verstehen… vielleicht; -als die über längere Zeit entstandene Bilderzählung, zu den jährlich sich wiederholenden Jahreszeiten

…als eine Sehnsucht nach sinnhaftem Sein-.

Zwei Postkarten von 2018 im Sinn/als FOTOCOLLAGE

31. August 2020 – 15:12

FOTOCOLLAGE 2020, Hommage für Honoré Daumier & K.S. als Ubu

…des öfteren sind die Gedanken verbunden mit der Zeit und den Orten an die man sich gerne als/ und mit Ansichtskarten erinnert…

hier im digitalen Dasein geht es diesmal gleich in einer Doppelung, als Erinnerung und Ehrung/(Hommage), zur Sache.

Die Freude beim “Kramen in den Fächern” befördert gleichermaßen zwei kleine Ansichten auf den Zeichentisch ins aktuelle Licht, und somit einmal aufs gleiche “Tableau”! Wie ein Zeitraffer scheinen sich die Zeichen der Überhöhung zu gleichen oder die semiotische Wirkung als gemeinsames Ganzes ergibt erneut eine Aufführung und Aufforderung zum (Zeit)-vergleichen der angebotenen vielseitigen psychologischen Formeln und Zeichen…

Immer etwas gleicher als gleich…

24. August 2020 – 15:59

K.S.: -Ausstellungs-Beteiligung- Open Call/2020 Schoeler Berlin

100 Jahre Berlin/(als Groß)/Stadt / Zeit / Kunst, so  lautete ein Ruf/vom Kunsthaus Schoeller Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin: “-100 Jahre – 100 Bilder-”

Eine Bildtafel aus dem Jahr 2012 meiner Bewerbung, wurde als Beitrag ausgewählt und hat im “Kunsthaus für alle” im Raum II  seinen Platz gefunden.

ein Erinnerungs-Muster: – einerseits zeigte die Brandwand im Hof vom ehemaligem Postfuhramt in Berlin Mitte- lange Jahre und heute noch, auf einem meiner Bildtafeln  ihre Wunden…

zum anderen erinnert und mahnt der Anblick an die eigenen, zum teil unbewussten Erfahrungen meiner Kindheitsjahre, dabei auch im späteren “Werden”, längstens erlebter Nachkriegs-Zeiten in Berlin.

K.S.,Brandwand, Postfuhramt, Berlin Mitte 2012, Öl/Leinwand, 63×100 cm

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, in dem wohl die Vielseitigkeit zum Ausdruck kommen wird… die Räume in dem besonderen und ältestem Haus in Berlin-Wilmersdorf ergaben eher eine ausgleichende Wirkung, wobei das Ungleiche vom Zusammenspiel von Malerei und Fotografie nicht immer zur gesteigerten Wirkung gelangen konnte.

 

 

 

Drinnen und doch auch von Draußen herein!

17. August 2020 – 16:26

K.S., 2020, Mischtechnik auf Packpapier, 42,5×52,5

Der Gedanke an eine “Berliner Figur” hatte neulich eine ganz eigene Vision ergeben…

durch eine unerwartete wieder- gespiegelte Idee, von erlebten Bild- und Formzeichen aus meinen Arbeits-Zeiten im Atelier:-Heegermühlerweg-, ergab sich ein ganz besonderes Raum-Verhältnis.

Die Malfläche wurde mein Gegenüber im Sein; -von Farbe und Zeichen,-Form und Figur. So ergab sich ein spontanes, unbestimmtes “MALFLÄCHENSPIEL”.

…aufbewahrend im weiteren Anschauen, ein erlebbares Zeitgefühl mit berlinischen Verortungen, von draußen und drinnen: -heraus aus dem Haus…

Das Bild als Natur-Studie für Adolf Menzel

10. August 2020 – 16:00

K.S., 2019/20,-Wind am Hohenufer-, (Hommage für Adolf Menzel) Öl/Leinwand mit einer Grisaille-Untermalung…

Zur Zeit gibt es seit drei Tagen in ganz Deutschland, eine hoch-sommerliche  Strömung  mit heißer Luft; -so hofft man solcher Art ungewohnt, auf etwas gemäßigte andere Winde von den Ufern der Osstee zum Beispiel…ganz aus dem “unbewussten Herzen” heraus, hatte ich schon im vergangenen Jahr, ein Bild vom Wunsch zu diesen Naturausgleich angefangen. Den Eindruck vom dynamisch wechselndem Wetter als selbstverständliches Natur-Erlebnis an der oftmals besuchten Ostseeinsel Usedom, war mir in meiner Vorstellung vertraut.

So hatte ich eine Leinwand vorerst mit einer Grisaille-Untermalung als Naturstudie zeichnerisch in schwarz-grau-tonig untermalt…dann jetzt in 2020, vor nicht langer Zeit war die Sehnsucht nach dem Ostsee-Klima und der Insel in die erneute Bearbeitung der angefangenen Leinwand als eine glücklichere Fügung eingeflossen.

Die sogenannte Ateliermalerei hatte nun zu Corona Zeiten, den besseren Ansatz gezeigt, als das Reisen in alle möglichen Welten, und so gab es hier die besten Anklänge an die alten aber bewährten malerischen Techniken…

das Natur-Ereignis von Wind und Wetter als Bild verinnerlichen zu können.

Der Augenblick als Zeit-Sequenz der Gegenwart

3. August 2020 – 16:08

K.S., -Ein Augenblick- (Entwurfsbild) als Findung

 

Eines meiner ungemalten Bilder ist nun zurück als ein “Augenblick” in meinen “Gedanken-Fächern” …

und damit erinnert die kleine Entwurfszeichnung an das kompositorische Suchen, um den Empfindungen zur eigenen Lebenszeit, mit Hilfe von Bildern, auf eine verweisende Spur zum  Weg der Malerin zu kommen…

in der Folge; -im weit gefassten Sinne gesagt:”es lässt mich im bisherigen Verlauf  meines Daseins als Malerin des öfteren, Sisyphos grüßen”.

So kommt es mir jedoch oft eher als glückliche Fügung entgegen, wenn das zufällige Finden einer Bildform zur richtigen Zeit, dann mit erneuter Sehweise ganz im “Augenblick” wie selbstverständlich, zur eignen Bildgestalt gelingt.

Im besten Sinne hat darin jedes malerische Tun seine eigene Zeit.

Die Studio-Bühne im Werkraum/ 1. Aufzug mit Darstellern…

27. July 2020 – 14:54

K.S., 08-20, Collage-Objekt mit Kopfzeichen, auf Buchdeckel 16x24cm Bühnen-Entwurf: Digitale Photographie/Foto-Collage

Darsteller:

1. ROTER KOPF/ streethead,  2.LIEGENDER KOPF / Findling 3.DAS PLATZ-ZEICHEN Objekt, 4.DER SANDSTEIN, Skulptur

(Fotodetail als Bühnenhintergrund von Bruno Sakrowski)

Bilder und Skulpturen im Werkraum treten heute als die Darsteller meines Lebenstheaters entschlossen hervor.

Bedingt aus ihrer eigenen permanente Anwesenheit im Werkraum der Gedanken, wollen sie uns hier ihre Flügel für das Wirken der Zeichen auf einer imaginären Studio-Bühne leihen.

Hommage_für_Joseph_Beuys, gespiegelt im Studio…

20. July 2020 – 16:40

K.S., 1998, “VEB-Zittauer-Filze”, Objekt für Joseph Beuys, (Hommage) 2020

…es fliegen die Zeiten dahin; -oft so schnell wie die Gedanken wechseln, oder eher: “wie ein fließen  der Gedanken”.

So ist etwa heute in zunehmend digitalen Zeiten die Kunst als Experiment unterwegs und der konzeptuelle Versuch fordert und  fördert mitunter eine ganz neue eigene Beweglichkeit heraus.

Es wächst uns dabei jedoch ein etwas spielerischer und  gleichzeitig assoziativer Weg zu;  -ungeahnten Ausdrucks-Formulierungen und neuen  Bildfindungen aus dem Gegensatz  unserer sinnlichen Wahrnehmung, zu den gegenwärtigen “Seins-Formaten” und den neuen Formen von technischen Wiederholungen, bis hin zu Veränderungen der kommunikativen Zeichen und der Sprache.

Doch, so bleiben für uns und die Kunst, die “Offenen Fragen” in ihrem weitesten Sinne Programm!

Stillleben als vertraute Anwesenheit von Sein und Zeit

13. July 2020 – 20:05

K.S., 2020, Digitale Photographie, Detail-Aufnahme

Die eigene Anwesenheit im Werkraum hat täglich die verschiedensten “Aufgaben” breit, mir kommt es selbst oft wie ein lebendiges Welttheater vor.

Am liebsten ist mir meine Vorstellung von einem Werkraum, in dem es viele Möglichkeiten des vom ICH bestimmten TÄTIG-SEIN gibt. All die Jahre einstanden somit  viele ganz unterschiedliche Positionen, jedoch fast alle sind bestimmt zum hervorbringen von Bildern der eigenen Vorstellung; -die jedoch auch vom Sehen bedingt beeinflusst werden.

Die Hauptsache bleibt daher der Raum; -die Stillleben darin sind eine lebendige Begleitung und die Sinnlichkeit der Gegenstände ermöglichen die fortgesetzten Bildfindungen…

so wie in der Malerei Öl/Leinwand oder Mischtechnik, Wasserfarben auf Papier, Collagen, Objekte, Druckgrafik und etwa seit 1998 die dabei begleitende Photographie (als medienübergreifendes Eifern) und  ebenso,  zu einer welthaltigen Verbindung, ist der Raum auch Atelier, Studio, Archiv

…und experimentell eine HOFFNUNFSMITTE.