Der Sommer der ist da…

19. June 2017 – 15:02

K.S.,1991/2000, Fensterflügel, Öl auf Leinwand, 50×90 cm

…hier im Atelier lässt es sich trotz aller Verlockungen zusammen mit angefangenen Bildern immer noch gut aushalten… wobei meine Detailaufnahme zu einem Bild vom Anfang der 90er Jahre gehört…

nun ist es wieder ans Licht geholt und erinnert an eine spezifische Art meiner Auseinandersetzungen mit der Figur; hierbei bemüht, gleichermaßen die Findung einer Form mit dem Ausdruck eines erzählenden Erlebens zu verbinden.

Bei  heutiger Betrachtung eines Details des Bildgeschehens, das  als Ganzes den Titel: FENSTERFLÜGEl hat, wird mir etwas schon Vergangenes vor Augen geführt; wie sich mit den Zeiten und dem Erleben das Sehen und die Wahrnehmungen des eigenen Seins verändert hat.

Mit den teilweise ironisierenden Spiegelungen und den Form prägenden Bildvorstellungen reifte im Besonderen (weitgehend unbewusst) eine stete Veränderung: -ein Erkennen- der sich ganz im selbst vollziehenden malerischen Prozesse – scheint nun auf. Da bleibt bei jeder neuen oder angefangenen Leinwandfläche das Ergebnis offen:

-Anregung – als Anspannung… wie und in welcher Form die Bildsprache sich entwickeln wird!

Von den 68ern insperiert

12. June 2017 – 18:25

K.S., frühe Selbstbildnis-Studie, etwa1970/71, Öl auf Hartfasertafel, 37,5×28

…und das war auch im Osten Berlins der Fall, wenn dies auch nicht unbedingt aktionistisch geschah.

So wie heute die Fragen: Wie wollen wir leben ?.. was können wir in unserer Zeit tun? …wie können wir die Anderen verstehen? oder wie wird man gesehen?… wie wird man verstanden?… und so weiter! Diese Art der Fragestellungen liegt allen Zeiten der Menschheitsgeschichte zu Grunde.

Nun ist alles so geblieben… nur hatte ich das Glück für mich die Kunst und im Speziellen die Malerei, als ein Selbstfindungsprozess zu entdecken.

Hierbei sind schließlich die der Kunst innewohnende Inspiration, zu den Anregungen im Eigenen geworden und geblieben: -Alle gefühlten Erinnerungen an die 68er und die 70erJahre- treten mit dem kleinen Selbstbildnis, in der jetzigen Anschauung nach den vielen Jahren jedenfalls heute wieder hervor!

Eine Findung aus Assoziationen als Pfingst-Collage

5. June 2017 – 18:45

K.S., 2017, – Kopf-Dusche -, Collage und Stift, Auf gelblichem Karton, 17,2×19 cm

Schön wenn es im Jahreslauf Unterbrechungen in Gestalt von Feiertagen mit uralten Erinnerungen gibt, über die man immer wieder auf verschiedene Weise nachdenken kann.

Hier gibt es zwar einen Titel aber wenn die Teile im Bild zum besagten Ganzen sich fügen, so ist es ohne Übersetzung mit aller Wahrscheinlichkeit auch ohne Worte zu verstehen…

zumindest Anregung genug, sich  heute nun selbst eine Bildgeschichte dazu auszudenken.

Wie sich die Bilder gleichen…

29. May 2017 – 13:25

K.S., -Sumpflandschaft-, 1986/87, Öl auf Leinwand, 60×80 cm, gerahmt

…in der Anschauung entspricht das Seherlebnis nicht immer der Wirklichkeit, aber allgemein macht sich wohl jeder ein Bild von dem was ihn umgibt.

Jedoch mein gemaltes Bild aus den 80er Jahren hat wiederum viele Möglichkeiten der Lesart, als Anregung oder wohl auch als Aufregung; gemeint war von mir damals beides… man wollte und will weder in einer gesellschaftlich bedingten Flut noch in einem Sumpf versinken.

Heute wie damals bleibt es die Malerei, die um zu bestehen uns ein gestärktes Selbstverständnis der eigenen Individualität vermitteln kann.

Wenn ein Bild sich als Vorstellung entwickelt…

22. May 2017 – 15:44

K.S.,2016/17, -Die Flut-, Öl auf Leinwand, 50×70 cm

… es könnte ja sein, dass die Form meiner Bilder immer auch aus meiner eigenen subjektiven Erfahrung heraus entstehen, und somit, sich daraus die Lesbarkeit nicht unbedingt über eine einfache Beschreibung herstellen kann…

erst ein aktiver differenzierter Formfindungsprozess beim malerischen Tun, eröffnet Möglichkeiten zu vieldeutiger, wohl möglich auch, mehrdeutige und freie Auslegungen der assoziierten Inhalte des Bildgeschehens.

Die Malerei ist somit für mich selbst eine Befreiung, von Gefühlen und Welt-Empfindungen die sich über längere Zeit in meinem Inneren “verknotet” haben: – das vor allem dann, wenn es bei der Arbeit auf der Leinwand gelingt, bedrängende Ängste in einen Bild-Gedanken zu verwandeln.

Gruppenfoto mit Kupferdieb und Zwiegeschpraech

15. May 2017 – 15:35

Gruppenfoto zur Finissage,-ZEITFENSTER-K.S., Malerei und 2 Skulpturen

 

 

 

Das Foto als Erinnerung an ganz neue Erfahrungen bei der Begegnung mit Kunst;

inmitten von erfreuten und wissensdurstigen Besuchern gab es zur Finissage der Ausstellung -ZEITFENSTER- in der Bautzener Galerie Budissin eine verlebendigte Idee eines Zusammentreffens von Malerei (Mein Zwiegespräch), Skulptur ( Der Kupferdieb) und angeregtem Gespräch mit Schülerinnen (Gymnasiasten) des Philipp- Melanchton-Gymnasiums in Bautzen. Allen Beteiligten sei herzlich gedankt.

Finissage mit Kupferdieb, 13.05.2017

Zwiegespräch mit K.S, Öl auf Leinwand

Eine Homage an Hermann Glöckner von 1992

8. May 2017 – 17:19

K.S., 1992, -Pythagoras am Tor-, Farbholzschnitt, 55×76,5 cm, Resaervage und Platten Mehrfachdruck

In der Leipziger Galerie am Sachsenplatz  gab es 1989 für Hermann Glöckner anläßlich seines 100. Geburtstages  eine Ausstellung -Homage a Hermann Glöckner- ein Kreis von 74 beteiligten Künstlern ließ sich auf diese durch seine Kunst bestimmte  Anregung ein ihn zu ehren. Wie Giesela Schulz im Vorwort zum Katalog Schreibt:

“…Für eine Anzahl Kunstschaffender in unserem Lande war und wurde Hermann Glöckner zum geistigen Verwandten. Auf ihre eigene künstlerische Art versuchten sie, diesem hohen Anspruch gerecht zu werden…-Das Ergebnis beweist nachhaltig die geistig-künstlerische Auseinandersetzung mit dem Werk Herrman Glöckners, ohne das es hierbei zu Plagiaten kommt.”

Meine Teilnahme an dieser Ausstellung hatte mich dann 1992 zu einem weiteren Holzschnitt angeregt. Mit -Pythagoras am Tor- als Druck-Variante ins farbig Malerische gedacht, entstand durch eine sensitive Handabreibung erneut das Gespräch mit dem Meister des Dreiecks.

Wenn Objekte zu Bilder werden…

1. May 2017 – 18:22

Zahlen-Objekt, K.S., 1. Mai 2017, Digitale-Photographie, Atelier-Situation…

… da ist jedenfalls auch immer ein Aha-effekt im Spiel… liegt es daran, dass wir zu aller erst die Welt mit allen unseren Sinne über die Dinge und ihre Gegenständlichkeit erfahren? Nun aber vor einem Bild interessiert es uns das Indifferente  mit den eigenen Seherfahrungen und zugleich mit den eigenen Welterfahrungen in eine gedankliche Übereinstimmung zu bringen…

Verfügt ein Bild jedoch über einen Aspekt des Rätselhaften oder eine zusätzliche ‘Optische Sensation’, so kann es sich unabhängig von seiner Existenz in einem Raum, auch als Imagination in den unterschiedlichsten Wahrnehmungen der Betrachtungen als anregend darstellen.

Erinnerung an Banska Bystrica

24. April 2017 – 16:28

K.S., Bildfindung, 2017, mit Sammlungsgeschichte

Schon in den 80er Jahren gab es in Banska Bystrica ein spezielles Interesse für den Holzschnitt. ich hatte das Glück 1988 und auch noch 1990 beteiligt zu sein.

Nun durch den digitalen Zufallsfund sehe ich wie einfühlsam die fünf Beispiele in dieser speziellen Sammlung gesehen werden können.  die Auswahl der Blätter vermittelt etwas über meine grafische Holzschnitttechnik aus dieser Zeit. Das erzählerisch-bildhafte wird  lesbar hervor gezeigt, wenn auch die haptische Wahrnehmung  fehlt, so ist wohl immer noch der Druckvorgang auf den verschiedenen Papieren zu erahnen.

Die eigenen Bilder haben auch ihre Anregungen im Abstrakten…

18. April 2017 – 15:54

K.S. Detailaufnahme, 2017, Maria erkennt IHN nicht, 2o13, Öl auf Leinen

K.S., Detailaufnahme, 2017, Familienbild 1991, Öl auf Leinen

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Osterfest war gestern und heute holen wir das -Montagskramen- nach, um zur Abwechslung als Anregung zwei Bilddetails ins Licht zu stellen.

Bei aller Dinglichkeit im malerischen Umgang mit Ölfarben auf Leinwand, sind  in der Summe alle die Bemühungen gerichtet, Sinnliches und Gedankliches bei der Bildentwicklung gleichzeitig wahrzunehmen zu können. Somit sind fast immer Unterbrechungen oder auch Neuanfänge zu erwarten; in etwa wäre das hier eine Beschreibung für das Prozedere meines sogenannten Malprozesses.

Wobei die beiden (Beispiel)Details zeigen, wie die fast immer zugrundeliegenden und verbindenden Abstraktionen der Malstrukturen, die sich als individuelle Eigenheiten bei den Farbsetzungen ergeben, ganz mit ihrem wesenhaften Schein in unbegründbare Bereiche verweisen.