Erinnerung an Banska Bystrica

24. April 2017 – 16:28

K.S., Bildfindung, 2017, mit Sammlungsgeschichte

Schon in den 80er Jahren gab es in Banska Bystrica ein spezielles Interesse für den Holzschnitt. ich hatte das Glück 1988 und auch noch 1990 beteiligt zu sein.

Nun durch den digitalen Zufallsfund sehe ich wie einfühlsam die fünf Beispiele in dieser speziellen Sammlung gesehen werden können.  die Auswahl der Blätter vermittelt etwas über meine grafische Holzschnitttechnik aus dieser Zeit. Das erzählerisch-bildhafte wird  lesbar hervor gezeigt, wenn auch die haptische Wahrnehmung  fehlt, so ist wohl immer noch der Druckvorgang auf den verschiedenen Papieren zu erahnen.

Die eigenen Bilder haben auch ihre Anregungen im Abstrakten…

18. April 2017 – 15:54

K.S. Detailaufnahme, 2017, Maria erkennt IHN nicht, 2o13, Öl auf Leinen

K.S., Detailaufnahme, 2017, Familienbild 1991, Öl auf Leinen

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Osterfest war gestern und heute holen wir das -Montagskramen- nach, um zur Abwechslung als Anregung zwei Bilddetails ins Licht zu stellen.

Bei aller Dinglichkeit im malerischen Umgang mit Ölfarben auf Leinwand, sind  in der Summe alle die Bemühungen gerichtet, Sinnliches und Gedankliches bei der Bildentwicklung gleichzeitig wahrzunehmen zu können. Somit sind fast immer Unterbrechungen oder auch Neuanfänge zu erwarten; in etwa wäre das hier eine Beschreibung für das Prozedere meines sogenannten Malprozesses.

Wobei die beiden (Beispiel)Details zeigen, wie die fast immer zugrundeliegenden und verbindenden Abstraktionen der Malstrukturen, die sich als individuelle Eigenheiten bei den Farbsetzungen ergeben, ganz mit ihrem wesenhaften Schein in unbegründbare Bereiche verweisen.

Ansichten -Tag und -Nacht im Budissin

10. April 2017 – 20:57

K.S., Austellungsdetail, Blick ins ZEITFENSTER, Galerie Budissin, Bautzen 2017, screenshot,

Den Frühling in Bautzen einzuläuten, ist sinngebend, wenn man das Glück hat, solches mit einer Ausstellung in der Kunstvereinsgalerie -Budissin- zu tun…

Zurück in Berlin, sind heute in der Rückschau zwei Einblicke als Kontraste zusehen. Fünfzehn Bilder und zwei Skulpturen verwandeln die Galerie in eine Bühne  für meinen Lebensraum.

K.S., ZEITFENSTER, 2017 Einblick: Nacht

Die gegebene Architektur mit den großen Fenstern ermöglicht, den  Ausstellungs-Raum aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfassen. Die Wirkung des Galerielichtes verwandelt dann diese Bühne in einen “Showroom” und der Besucher wird beim Eintreten zum Mitspieler… im ZEITFENSTER bis zum 13. Mai.

Bald wird mein -ZEITFENSTER- in Bautzen geöffnet

3. April 2017 – 17:00

Einladung zur Ausstellung ZEITFENSTER 2017, Galerie Budissin, D-02625 Bautzen, Schloßstraße 19

Das Aufbauen einer Ausstellung hat immer den schönsten Reiz. Besonders wenn es gelingt die Erwartungen und Hoffnungen auf die Wirkung der Bilder bestätigen zu können. Mit einer gelungenen Hängung könnte dann der Galerie-Raum zu einer Bühne und die gezeigten Bilder als Darsteller zur Inszenierung einer Aufführung im geöffneten Zeit-Fenster erscheinen:

DAS SPIEL BEGINNT… das Spiel beginnt… das Spiel beginnt im Blick der Betrachter!

Die Bilder-Schau findet  dieses Mal in der Galerie Budissin des Bautzener Kunstvereins statt.

Zwei Leidenschaften für das Bildhafte…

27. March 2017 – 12:13

K.S., Die Leidenschaft, Detail-Aufnahme, -Stadtsommer-, Öl auf Leinwand von 1979

…vielleicht könnte man es besser so sagen: -“wie, doppelt hält besser ?”- oder “wenn zwei das gleiche tun ist es immer noch nicht das Selbe!”… die Leidenschaft jedenfalls ist immer persönlich und deshalb individuell…

diese neue Anregung stammt von einem frühen Bild (v.1979)… hervorgeholt durch einen intensiven Atelier-Besuch, um zu einer bevorstehenden Gruppenausstellung auszuwählen. Obwohl die geplante Auswahl eher zu   gegenwärtigen Bildern geschah, hat  das Thema des fotografierenden Beobachters hier als Detailaufnahme eine anregende Position  für zukünftige Formulierungen.

Das Schweben zwischen Traum und Wirklichkeit

21. March 2017 – 13:21

K.S., 11.März, 2017, Kohle und Grafit auf Bütten, 48×62 cm

Wenn es nichts Wirkliches geben würde, dann hätte man wenig zu erzählen… zum Glück gibt es aber die Bilder, die ohne Worte ihre Geschichten in der sogenannten Mal-Haut erkennen lassen.

Kleines Gespräch der Fundstücke

6. March 2017 – 17:39

K.S., 2017, Fundstück-Collage, 28,5x 32,5 unregelmäßig

Bei meinem Papier-Theater sind “die Bretter die die Welt bedeuten” meine Zeichentischplatte und das drumherum des Ateliers. So einiges an kuriosen Formen bleibt immer in Reich und Sichtweite. Wer davon die Hauptrolle übernimmt ist oft ganz ungewiss; also, alles schon mal wie im richtigen Leben.

Schon in Dürers ‘Anleitungen für einen Malersknaben’ gibt es den Rat,  sich im Arbeitsraum eine kleine Kuriositätensammlung anzulegen.

…diese Mühe konnte ich mir schon sparen, denn den in vielen Jahren ergibt sich immer wieder die Anwesenheit von verschiedenen Materialien, deren Schnipsel und Reste, oder meine beliebten Fundstücke vom Wegesrand, die mit ihrer abgenutzten Vergänglichkeit mir die schönsten Farbklänge vorführen.

Im Spiel des Zufalls wählen sich dann die Darsteller ihren Platz in ihrer  Vorführung selbst.

Zur Fastnacht eine Südnacht aus Boshenzi

28. February 2017 – 19:53

K.S., 1987, -Südnacht in BOSHENZI-, Aquarell auf Karton, 51×42 cm

Beim Kramen in meinen Fächern tauchen zu bestimmten Anlässen auch mal dazu stimmige Erinnerungen auf:

So ist es heute ein kräftiges Aquarell, das im August 1987  in Bulgarien bei einem Studienaufenthalt entstanden ist. Noch immer und wiederum zeigt es meine Vorstellung und mein Erleben, von einer Nacht mit all ihrer Pracht und Sehnsucht nach etwas Unvergänglichem…

nun gibt es in der Karnevalszeit, diese “3  tollen Tage”: -aber, Pustekuchen mit dem Aschermittwoch ist dann alles vorbei.

Wohl dem der seine Bilder und die Erinnerungen hat!

Erinnerung an die Wilden 80er Jahre in Schwarz-Weiß

20. February 2017 – 18:36

-Frühlingshaftes-, Öl auf Leinwand, 100×130 cm (“ich hab den Farbfilm vergessen…”) Dokumentationsfoto K.S., 1986,

Wieder einmal eine virtuelle Begegnung mit dem sogenannten Weltgefühl der alten Zeit in den sogenannten Neuen Ländern in Deutschland…

In Bezug auf die Ausstellung “Die Wilden 80er Jahre” -in der Deutschen Malerei- im POTSDAM MUSEUM/Forum für Kunst und Geschichte/ lese ich heute einen Maler-Gruß, der mir eines meiner Bilder aus dieser Zeit in Erinnerung bringt…

Er wurde als Maler gefragt: “Welches Lebensgefühl verbinden Sie mit den 80er Jahren?”.  Mutig wie gleichermaßen genialisch, antwortet er mit einem DA DA-istischem Text in Rapper-Manier; der absolut als “Update” zur Gegenwart auftritt!

Nun gab und gibt es bis heute immer noch, wie er sie nennt und wie man es sieht: //Die ungehorsamen Maler//…Zum Glück!

Oder… ergibt sich heute eine neue “Vorsortierung” von widersprüchlichen Bildern, etwa eine andere mediale Form von Selektion?

Bilder und Worte: – ich brauche beides um weiter zu malen…

Der “Wille zum Bild” leicht und schwer zugleich…

13. February 2017 – 17:06

K.S., 2015, -Der Traum-, Öl auf Leinwand, 78x55cm

…aber vor allem gehört dieser Wille zu einem Weg, der einmal begonnen, sich weiter verzweigt und auch nicht mehr verlassen werden kann:  Die Malerei !

In erwachendem Bewusstsein fließender Gedanken, gibt es ein Werden und ein Verwandeln der erlebten oder auch der erfühlten Gestalt einer individuellen Wirklichkeit. Ohne Worte werden Flächen, Farben und Linien zu Chiffren und Strukturen; – zu lesbaren Formen um in aller Klarheit Erinnertes oder auch etwa Traumatisches, zu einem einmaligen Bildzeichen erscheinen zu lassen.

Wie anders, als in einem Traum , ermöglicht eine bemalte Leinwand die Deutung, durch längere oder sich wiederholende Betrachtungen.