“Papier ist geduldig”

21. October 2019 – 14:59

K.S., 2019,-In Balance (Neumond)-, Farbzeichnung, auf Japanbogen, 48,5×63 cm

Ja,  wieder ein Spruch aus prägender Erinnerung an die Eigenschaften und Beschreibungen von Materialien. Vielleicht  ist mir daraus auch meine besondere Papier-Liebe erwachsen…

Zwischen allen größeren Vorhaben, den Bildern auf einer Leinwand oder das langwierige Arbeiten an einer Skulptur, ergeben sich glückliche Fügungen und Bildfindungen auf den unterschiedlichsten Papieren. Auch Skizzen, Zeichnungen und Entwürfe eröffnen Denk-Räume für Ausdrucksformulierungen…

jedoch in manchem Fall arbeitet das Papier durch seine Eigenheit in hohem Maße mit, um zum Gelingen das ganze Suchen und Finden von Form und Idee in Eins zu bringen. Besonders bei der Hinzunahme von Farben, wird sichtbar:

-Es ist etwas dran, an der Behauptung vom geduldigen Papier!

Eine Foto-Nachlese zur Ausstellung -ZEITVERMESSUNG-

14. October 2019 – 19:46

K.S.,Weibliche Büste, Lindenholz, 43x13x10, Detail-Aufnahme- 2017 Galerie Budissin,  Ausstellung: Karin Sakrowski -ZEITFENSTER-,

Zurück aus Bautzen, ist die Skulptur ein Bestandteil meiner mich begleitenden “Figuren”. Sie trägt im Wohnatelier mit ihrer Anwesenheit zum Gefühl der Vertrautheit und Beständigkeit  bei.

So ergeben sich Korrespondenzen mit anderen Skulpturen und weiteren Darstellern. In fast allen Räumen haben die in verschiedenen Zeiten entstandenen Figuren, aus unterschiedlichsten Hölzern und auch einige Steine ihren Platz.

Mit ihrer Anwesenheit ergibt sich gleichzeitig eine Bühne, auf der neben und mit den  wechselnden neu entstehenden Bildern und mit deren Eigenheiten, sich die herrlichsten Beziehungen und Geschichten andeutend  anbahnen.

Ein Glanz im Unsichtbaren?

7. October 2019 – 19:53

K.S., -Berliner Ufer (für Canaletto)- 1986/87 Öl auf Leinwand, 110×140 cm

Nun sehen es die Vielen und wundern sich wie so schnell 30 Jahre “In’s Land gegangen”… das Bild von 1987 hat jedoch seinen Glanz noch nicht verloren, obwohl noch etwa 3 Jahre vor dem Mauerfall als “Rätselbild” in meinem damaligen Atelier -Heegernühler Weg- in Wilhelmsruh entstanden, hatte es eher eine Lieblichkeit  des Daseins ausgestrahlt und die damaligen Augen der ‘Zensoren’ glitten an meiner weiblichen Formensprache ab in Ihre selbst empfundene “heile Welt”…

Mir selbst war es ein Sehnsuchts-Ort; zu sitzen am Ufer des Kupfergrabens in aller nächster Nähe, zum von mir geliebten Bode-Museum. Das Rätsel hatte sich bei der Umsetzung einer davor entstandenen kleineren Aquarellstudie beim Malen ergeben. Anverwandlungen und Formfindungen aus meinem (Ost)-berlinischen Malerinnen-Blick hatten wie  von selbst zu der jetzigen Form gefunden!

Im Jahr 1990, nach dem aufregenden Mauerfall, gab es für dieses Bild  eine Ausstellungsbeteiligung, mit Malerei aus beiden Teilen Berlins in Moskau. In nachträglicher “Mund-Propaganda” ein unerwarteter kleiner Erfolg…

Freude gibt es nun hier im Blog, das Bild im unversehrtem Glanz noch mals neu zu besehen; – um in der Betrachtung die damalige Zeit einmal aus heutiger Sicht (2019), anders oder besser enträtseln zu können.

Ein Platz für die Heimat-Seele?

30. September 2019 – 16:51

 

K.S., 1999, -Heimatseele II (Der Block)-, Farbholzschnitt, 2 Platten-Druck auf Japanbogen

Man glaubt es kaum… 1999 ist diese Grafik hier in meinem Werk-Raum entstanden… nun also auch 2019 noch immer aktuell!

Das hatte ich damals nicht gedacht, obwohl das Wort der “Nachhaltigkeit” seit dem Jahrhundertwechsel häufig gedacht und ansgesprochen wurde und nun nach Jahren endlich eingefordert wird, schaue ich selbst einmal wieder ganz neu auf das Blatt.

Mit einer Einladung zum nächsten Ausstellungs-Projekt: -Anfang-November in der Galerie Forum Amalienpark- ist es mit anderem; dieses mal als ein Teil meiner Beteiligung ausgewählt.

 

Im Herbst sind Gedanken wie der Blätterfall …

23. September 2019 – 16:11

K.S., -Herbststillleben- FOTOCOLLAGE, Digitale- Photographie, 2019

Ein Wechsel der Jahreszeiten sind Zuwendungen der Natur die uns umgibt;  Sommer, Herbst und Winter und dann erst wieder Frühling!  Alle sind gleichzeitig aktivierende Herausforderungen, aber jede geliebt in ihrer Art…

Im Atelier kommen vielmals auch die Erinnerungen an Vorhergedachtes zum Vorschein und die angefangenen Leinwände zu Ihrem Recht, wieder ins Auge genommen zu werden.  So war es immer die ganzen Jahre…

Die Lust auf Neue Formen und andere Bilder waren jedenfalls im Herbst schon meistens der herrlichste Antrieb zum unerlässlichem Tun.

Schwere und leichte Ideentransporte

16. September 2019 – 18:39

K.S., -(AB)Transport der Idee-, 2019, Mischtechnik auf Büttenpapier, 50×39 cm

der erste Blick auf ein Gegenüer bedeutet schon ein erstes Erkennen…  ah ein Bild… aber etwas unerwartet Fremdes wendet sich mir zu!

Jedoch die Neugierde ist erweckt, niegesehenes handschriftliches universell Gedachtes steht mir und meinen eigenen Sehgewohnheiten gegenüber um mich herauszufordern, oder um anhand der Formulierungen eine eigene Bilderzählung zu finden… so oder ähnlich könnten so manche Gedanken der Bildbetrachter einer zufällig besuchten Ausstellung, im Leichten verweilen…

Hier aber wird der im zweiten Blick wahrgenommende Titel, etwas schwergewichtiger, wenn nicht gar anregender, um nun zur Auslösung der rätselhaftigen Wiederborstigkeit des malerischen Vortrags, als Betrachter zu seinem Recht zukommen und um später noch, wohl durch Erinnerungsbildung an eigene Träume denken zu können.

 

Dunkle Zeiten werfen ihre Schatten voraus…

9. September 2019 – 15:13

K.S., 2007,-Wandzeichen-, Farb-Zeichnug/Mischtechnik, 17,5×23 cm

…nun, aber 2007, zu Zeiten der letzten Jahrhundertwende hatten sich mit der schattenhaften Farbzeichnung: -Dunkle Formen- im Atelier schon als spiegelnde Wandzeichen gezeigt.

Mit dem Zeichnen geht es wohl auch oft so zu, als wenn es dabei um eine Möglichkeit geht, zu einer Gabe des Vorausschauenden zu gelangen…

dann im Gegensatz dazu, dient die dabei entstandene bildhafte Idee, einer erdachten Spiegelung der Wirklichkeit, oder gar gleichzeitig, als Verweis auf  Möglichkeiten von Veränderungen oder Neu-Bewertung eigener Befürchtungen oder Empfindungen.

Einige Zeichnungen mit diesen Eigenschaften waren und sind zu allen Zeiten meine ersten Animationen zu einem besonderen Bildvorhaben als Leinwand-Tafel.

Haus-Flur-Erinnerung an mein Atelier Pappelallee

2. September 2019 – 16:56

-Ein Flur-Durchgang- zu meinem ersten Atelier in der Pappelallee

Ja neulich… war ich in der “Prenzelberger Gegend”und hatte das Glück mit dem Foto in die Vergangenheit zu blicken…

all die Freuden, Hoffnungen und Wünsche aus den 70er Jahren, einen Platz zum Zeichnen und Malen für sich gefunden zu haben, hatten sich nun nach so vielen Jahren, wie jedes mal damals, beim  hin- durcheilen wieder eingestellt.

K.S., Selbstbild von1976, Öl auf Leinwand 71x60cm

Gleich habe ich das Selbstbild von 1976 hervorgeholt um noch heute meine wesentlich Suche im Selbst als innerstes Ziel meiner malerischen Sinnsuche wieder zu erkennen.

Vorausschau neuester Vermessungen

26. August 2019 – 13:12

Dezember 1782/ Neu-Vermessung, K.S., 2019 Tusche&Folie auf Albumblatt, Collage, 24,5×18,5 cm,  (Digitale Photographie)

Ereignisse werfen ihre Schatten schon mal  als Zeichnung voraus… Der Montagsblog wird dem nächst ebenfalls “Neu vermessen” der technische Fortschritt ist unaufhaltsam… aber längstens als Zugewinn, in besonderer Weise als betrachtungsfähig freudig erfahren…

Diesmal mit einer vorausschauenden Zeichnung, als Illustration zum baldigst fortgesetztem Geschehen…

Mein Platz:-wie ein Bild

19. August 2019 – 12:56

-Mein Platz-, im BerlinerAtelier: Neue Schönholzer, (August 2019)

Vor kurzem sah mein Platz so aktivistisch aus, wie auf dem Digital-Foto als dokumentarisches Stillleben; -über das Wesen meiner Malerei…

es scheint wohl die wunderbarste Sache zu sein,wenn man sich mit der sinnlichen Wirkung  der Farben, die Welt ins Atelier holen kann!

Unbedingt ist der Wille zum Bild dabei der wesentliche Aspekt…verbunden jedoch mit der Idee und dem Element einer sich heraus bildenden optischen Sensation…

-um dabei im individuellem Malprozeß, das eigene Seherlebnis und die Vorstellungen davon in eine gültige Form zu bringen.