Ein Netz-Fund erinnert in mehrfacher Weise an vergangene Zeiten…

14. January 2019 – 20:00

K.S., Foto-Collage, als Netz_Fund, Vignette: Horst Hussel, Illustration: Karin Sakrowski, für Jessenin, 1982

Nichts geht sozusagen hier im Netz ganz verloren, nur die Zeiten ändern sich… und damit die Sehweisen, wie schon oft festgestellt und besprochen.

Trotz allem erinnert  in besonderer Weise gerade das bildhafte Tun in schönster Art auch an die Sicht der Anderen aus vergangenen Zeiten…

so brauchte ich diesmal nicht selbst in Fächern zu kramen, um eine Illustration von 1982, wiederzufinden. Es war ein schöner Zufall, jetzt noch ein Beispiel dafür mit Namensnennung zu sehen.

In der Zeit als der -Verlag-Volk und Welt- noch die “Bücher der Weißen Reihe” heraus gegeben hatte, war es für mich eine Freude die Illustration als Verneigung an die Worte Jessenins zu empfinden und dabei gewesen zu sein. Zusammen mit Anderen in die Lyrik einzutauchen, um mit einem bildnerischen Beitrag, den Nach-Dichtungen der vielen Gleichgesinnten und dem schönen Büchlein als Prolog zu dienen.

Eine Gedanken-Verbindung von Zeichnung und Monotypie

7. January 2019 – 18:29

K.S., 2018, Höhlen-Taucher, Zeichnung über Monotypie, auf Industrie-Papier, 63,5×80 cm

Wie ein Blatt aus dem Zeichenschrank, das nicht mehr ganz unbenutzt, sondern noch die Spuren anderer Herkunft oder Angefangenes aus ganz besonderen Zusammenhängen aufzuweisen hatte gefiel mir hier als Bildanregung.

Die eigentliche Findung war jedoch vor allem eine ovale Form, die sich aus einer verworfenen Monotypie auf Papier in einem der unsortierten Fächer befand!

Wie eine noch unbewusste Selbstverständigung zur Unterweisung das Blatt als malerische Farbzeichnung zu entwickeln.

Um letztendlich, als gedankliche Erzählung von eigentümlichen Form- und Raumbeziehungen, eines ganz eigenen inneren Körperempfindens beim Bilder suchen, in andere Bereiche zu gelangen.

Silvester als Montags Blog 31.12.2018

31. December 2018 – 19:35

K.S., 2013,-Fundstück-Landschaft- Wasserfarben auf Aquarellkarton, 24×32 cm

Mit Hoffnungen und einem  Guten Rutsch ins NEUE JAHR hinüber zu kommen… das sind heute die Gedanken hier im Netz der Blogs; Anwesenheit in Schrift und Bild, mit Freude daran.

Die Fortsetzungen in Folge… ab MONTAG’s IM JAHR  2019 … auf dass noch immer im Zusammenklang von Bild und Gedanken sich uns allen und damit mir selbst der Blick sich in’s unendliche Sehen erweitert.

Erkennen und Wunsch in Eins; der Wunsch zu Erkennen … wird bleiben dem Auge des ICH’s.

Übermalung mit Verve, bringt ein zweites Sehen auf das Blatt

17. December 2018 – 17:02
K.S., 2018, -Paar im fremden Garten-Farbzeichnung auf Papier-Faltung, 41,8×69 cm

Jedes neue Blatt Papier hat schon unbearbeitet seinen eigenen Charakter, somit beginnt die Vorstellung vom Bild nicht nur im Kopf, sondern das Malen beginnt und entwickelt sich nur mit allen Sinnen…denn alle die Befindlichkeiten des lebendigen Seins beziehen sich sowohl auf das Wollen eines Bildausdrucks als auch auf ein ganzheitliches Gefühl einer tatsächlichen Berührung des stofflichen Gegenüber: -der Malfläche-.

Somit wird aus einem vorher Gesehenem z.B mit der Lust auf Farbe und deren Wirkung auf Papier, ein innerer Zusammenklang unmittelbar und ausschlaggebend für die entstandene Bilderzählung und der am Ende entstandenen Form.

Selbst bei der Übermalung einer gefundenen oder verworfenen Bild-Erzählung tauchen vergangene Bedingungen dieser Beschreibung wieder auf und ergeben, wie hier im Beispiel, einige disparate aber erneuerte Formen, die sich dadurch als gesteigerte Farbwirkung durchgesetzt haben.

 

Ausstellungen als Kosmos von Ideen

10. December 2018 – 16:41

Schnappschuss, K.S. 7.6.’18, Stimmungs Einblick  zur Vernissage

SUPER NOVA : – als Titel treffend für die aktuelle Ausstellung zu – 20 Jahre Galerie Alte Schule Adlershof –

Die Malerin Dorit Berach, hat es als Kuratorin fertig gebracht, in dieser Ausstellung mit den individuellen Beiträgen von  82 teilnehmenden Künstlern, einen  zusammen tönenden Stimmenklang in den ganz besonderen Räumen der Galerie zu erzeugen. Ihr ist es gelungen mit einer erfrischende Mischung aus mehreren Generationen gegenwärtiges Kunstschaffen zusammen zu bringen.

Eine wundervolle Fülle von Möglichkeiten der Formulierungen eröffnet mit den Kompositionen in allen  Räumen eine Entfaltung jedes der Beiträge, die sowohl im Zusammenklang zur Wirkung beitragen, als auch sich zu ganz eigenem Rhythmus und damit zu einer der Steigerung der Gegensätze in besonderer Weise gelangen.

Alles unbedingt bald noch mal ansehen!

Ausgerechnet Collagen sind meine Findungen im Kopf

3. December 2018 – 15:55

K.S., Tulipan V, Objekt, 1993, Material Collage auf K-Bord, 36×29 cm

…trotzdem will ich ja doch etwas Ganzheitliches erreichen, so dass sich dann am Ende ein Ausdruck findet, der wie von innen “hervor scheinendes” sichtbar machen  kann und…

– mit etwas Glück sich dann das Ganze, als Zusammenfügung fast wie von selbst, in eine Bild-Komposition verwandeln kann.

In allen Jahreszeiten liegen meine Materialien am Wegesrand und haben im Atelier ein wartendes Dasein, hin auf meine Geduld und Stimmung !

Mit den gepressten Tulpenblättern hatte ich in den Neunziger Jahren ein längere Freude. so dass daraus eine ganze Serie entstanden ist: – Die Tulipane –

Hin und Her und doch zurück…

26. November 2018 – 18:53

K.S., 1991,-Alle meine Wege-, Holzschnitt, gebrochenes Schwarz 29x59cm auf Japanpapier

… 1991 ist ja nun doch schon eine ganze Weile her!

Mit einem gewissen Stolz und ein wenig Mut hatte sich die Freude an der Druckgrafik bis jetzt und mit gestärkter Hoffnung in den folgenden Jahren, als ein unabhängiges freies Spiel  erhalten können.

Nun hat dieses Blatt meine eigenen Wege wieder einmal “gekreuzt”…  und so bin ich wohl damit, vor dem Stolpern über die vielen in der Darstellung angedeuteten Hindernisse  geschützt worden…  toi..toi…toi … ein wenig Aberglauben, Glück und Selbstvertrauen gehört noch immer, ganz bestimmt dazu!

Ein Blick ist kein Blick…

19. November 2018 – 15:36

Einblick (Wohnatelier mit Bild und Objekt)

erst neulich ist es mir wieder aufgefallen, wie oft schaut man vor sich hin, ohne die Wirklichkeit wahr zu nehmen und ein andermal erweist sich so gleich der erste Blick als Bild…

so ist es wohl, dass der eigene Kopf  sowieso die besten Bilder in die vielfältigsten Varianten verändern oder anders gesagt, umzuformen vermag!

Die Erfahrungen mit verändertem Sehen im Lauf der Lebenszeiten als Malerin überraschen mich immer wieder selbst… und  bei wechselndem Licht der Jahreszeiten im besonderen.

Glückhaft werden jedoch fast alle Veränderungen des Sehens empfunden, wenn mit Hilfe einer Kamera auch andere Sichten auf einfache Kompositionen, zu neuen Raum- und Bild-Zeichen werden…

Im November jagt man keinen Hund aus der Hütte…

12. November 2018 – 15:56

K.S., – Mann mit Hund-, 1988, Farbzeichnung, Wasserfarben, auf Lithokarton, 33,5x55cm

Warum ich die Zeichnung erinnere… das liegt also am Monat November!

Kurz werden jetzt die Tage und das herrliche Licht aus einem etwas länger zurückliegenden Aufenthalt im bulgarischem Bojenzci ist sowieso passe’…

aus einer Erinnerung heraus bleibt jedoch das bildhafte Überleben einer tief empfundenen Zweisamkeit: – der Mann und das Tier – sie beide verstehen es, sich “einsam zu zweit” eine innere Emigration im Habitat einer Schenke zu vergönnen… Rast nach Sättigung und Schutz vor Mittagshitze.

So wird also die Wasserfarben-Malerei noch einmal, nur durch’s Anschauen zu einem Trost, etwa der Vorschau auf andere farbige Erinnerungstage.

Joseph Beuys mit Lorbeer…

5. November 2018 – 16:54

K.S.,1988, Beuys mit Lorbeer, Farbholzschnitt,
51,5×37,5 Druckstock unregelmäßig, als Homage

…so ist ein Holzschnitt von 1986/88 zu einer Homage geworden… und immer noch hat dieses Blatt, wie fast alle meine Drucke eine persönliche Erzählung über Zeitbezug  und Anregungen zur Art der Formulierung…

meine ersten Reflexionen zur Begegnung mit den künstlerischen Aktivitäten von Joseph Beuys, entstanden schon am Anfang der 80er Jahre, aber durch die Existenz der Mauer eher über die Medien Rundfunk und Fernseher. Tief beeindruckt hatte mich eine längere Ansprache über seinen Bezug zu freier Assoziation seiner menschlich/sozialen Gedankengänge und seine Bezugnahme auf die selbst erlebte ‘Enge’ im gesellschaftlichen Gegenüber.

Für Ihn ergaben sich daraus zwei Elemente der menschlichen Handlungen, denen er also selbst in seiner Kunst folgte: “…sowohl das Feierliche der Selbstbestimmung des eigenen Lebens und der eigenen Gesten als auch die Bescheidenheit unserer Handlungen und unserer Arbeit in jedem Augenblick. Das ganze kommt aber ohne großes Aufheben zum Ausdruck, ja auf eine sehr stille Weise.“  zitat aus: Stachelhaus,-Joseph Beuys, S. 202 f.

Eingereicht, aber nicht ausgestellt im damaligen Wettbewerb 100GrafikenderDDR von 1988.