Herbst, Herbst…Blätterfall

24. September 2018 – 15:53

K.S., 2018, -Kopf-Sammlung-, Farbzeichnung, Grafit, Stifte und Aquarell, auf Werkdruck-Papier, 29,2×23 cm

 

Blätter sammeln in Fächern und Mappen, das kann schon gut gehen, auch wenn die Herbstwinde sich stürmisch zeigen und es sich um Blätter auf Papier handelt…

wieder ein mal hilft nun die Gunst der Stunde dabei, die Stimmung der uns umgebenen Natur einzufangen; – so kommt es im glücklichsten Sinne, als inniges Spiel auf Papier am Zeichentisch.

Beim hantieren mit Grafit, Stiften und Pinseln und im besonderen mit den beliebten Wasserfarben, so entwickelte sich das ganze als eine Prozedur vor allem mit der Hilfe der sehenden/eher fühlenden Augen.

Nämlich wie sich das Papier zum Bild dabei verhält, das ist dann das spannendste dabei: Es welkt nicht und vergeht nicht so schnell!

Somit  kann man nun das Blatt im weiteren Lauf des Jahres, etwa als “flow” betrachtend erfühlend … sich erfreuen.

Die Dinglichkeit meiner Ideen-Welt als Gesehenes

17. September 2018 – 17:07

 

K.S., 2018, Digitale Photographie, Ideen-Personal, (im Atelier)

Die eigene Suche nach den Möglichkeiten zum Bild zu kommen, das heißt wie und welche künstlerische Technik dient mir dabei wohl am besten… oder ist gerade das Spiel mit den Formen die ursächlichste Eigenschaft eines Gastaltwillens.

Wohl schon, denn ich umgebe mich im Atelier schon immer mit den mir vertrauten Dingen aus verschiedenen Zeiten  meines Lebensweges; – die oft den Ausgleich vom Eigenem und dem Fremden schaffen. Hierbei wirken die Dinglichkeiten für das Arbeiten im Atelier entscheident mit, das geschieht durch stetige, vertraute, aber auch ‘unbewußte’ Blicke, die in meinen Erinnerungen als Imaginäre Sammlung meines Selbstgefühls abgelegt sind.

So bleibt allerdings die Gegenständliche Wirklichkeit an die zu Verfügung stehenden Möglichkeiten gebunden: wie z.B. Zeit und Raum, Körper und Vorstellung, Freude oder Bedrängnis, Weite oder Enge, bewegt oder still, wie auch Atmen und Berühren, oder ganz und gar zu Expression neigende Unruhe usw.

All diese Dinge formen ja mit! So wirkt natürlich nach gefühlter Entscheidung schon  das erwählte Material am aktivsten mit am Ausdruck und der Wirkung am Ergebnis jeglicher Bemühungen. Nun heute haben mir die Digitalen Wiedergaben, als Foto und Bildschirm, eine geheimnisvolle Wirkung  des Atelier-Stilllebes entfaltet wenn nicht gar auch noch eine Steigerung hinzu geschenkt!

Figur im Block… ein Objekt

10. September 2018 – 12:18

-Figur_im_Block- K.S., 2018, Mischtechnik auf Holz, 71×28 cm ,unregelmäßiges Objekt

 

Hier steht seit einiger Zeit ein angefangenes Bild-Objekt im Atelier und wirkt immerhin für mich selbst als Anstoß, wieder neue Fragen aufzuwerfen…

Formt das Denken das Sehen zum Bild oder ist nicht etwas vorher Gedachtes bei dem Prozess einer Bildformulierung der Anlass und Beginn der Suche nach der Form…

Je länger die Betrachtung eines figürlichen Gegenüber, so hat man den Eindruck des selbst angesprochen Seins.

Nun wird es hier im ‘anderen Medium’ zur Spiegelung: – das bin ja auch Ich.

Jahreszeiten…Kalendertage…Noch ist es Sommer…

3. September 2018 – 16:16

K.S., 2015,-Laufen am Meer (1.Zustand)-, Mischtechnik, auf Leinwand, 55×84 cm

Wenn die schönsten Tage des Jahres Altweibersommer genannt werden und sich das dazugehörige Wetter auch eingestellt hat, da kommen sogleich wieder die Freude und Erinnerung an herrlichste Aufenthalte am Meer im September. Das Meer war für mich als Berlinerin, im besonderen die Ostsee mit ihren Inseln Usedom, Rügen, und auch manchmal Hiddensee. Einmal als Kind war ich so mager (nach dem Kriegsende), da wurde ich in Göhren auf Rügen etwas aufgepäppelt. Das wurde eine “Verschickung” genannt…noch heute wirken die Erinnerungen bei jeder erneuten Begegnung  mit diesem großen Wasser, immer aufs neue wie eine Erweckungs-Idee. Um zu neuen Ufern zu gelangen.

“das Sehen bleibt doch”

28. August 2018 – 12:29

“das Sehen bleibt doch”, Farbzeichnung und Fundstücke vom Meer
K.S., 2018 Digitale Photographie

Bei allen Geschehnissen, ein Hin- und Her-Erlebnis, in der menschlich wohltuenden Natur der Insel Usedom.

Es bringt mir das “eigene Sehen” zurück! Wie schon als Kind nehme ich Erlebtes mit Kopf, Herz und Seelensuche (in der Form der Steine) mit mir zurück an den gewählten Ort meines Da-Seins; ‘des vordernden Glücks meines Bilderlebens’ im Wohnatelier und hier im Blog:

Heute ist das Montags-Kramen also auf den Dienstag verschoben… auspacken statt kramen… aber voller Bildideen im geläuterten Kopf  als ein Bilderreservat…

Die Bäume von Berlin sind die Seele der Stadt

20. August 2018 – 16:37

K.S.,1991, Aquarell auf Japanpapier, 44,5×60 cm

Es gab in den Jahren schon einige Sommer die zu heiß und zu trocken daher kamen…

und so wie in diesem Jahr, wird nicht nur mit meinem Blog-Eintrag und dem Aquarell von 2001 die Erinnerungen daran geweckt… -denn die Bäume der Stadt Berlin zeigen ihre Nöte unübersehbar.. sie brauchen die Hilfe der Stadtbewohner!

Daher beschäftige man sich nicht nur mit sich selbst, sondern zunehmend sogleich mit dem “WAS-IST”und “was uns umgibt”;

-wer also kann, beteilige sich am Wassertragen zu den Bäumen am Wegesrand und erkenne dabei, die eigene Seele und den Wunsch, für das “Berlin die Stadt der Bäume” !

“Der Finder kommt und findet sich” (selbst)

13. August 2018 – 14:14

K.S., -Erinnerungs-Objekt-, 1994,  Atelier-Foto, 2008

 

Noch ist der Tag nicht lang, aber schon mit dem Kalender holt uns die vergangene Zeit als Deutsche  Geschichte ein… mit dem 13. August: als Beginn des Mauerbaus von 1961…

jedes Jahr aufs Neue, vermischen sich die jeweiligen individuellen Erinnerungen, als ein etwas unfassbares und fast unglaubliches Geschehen…

hierin und diesbezüglich im Besonderen, tritt das individuelle menschliche Erleben fast unauslöschlich als lebendiges “Schiksalsmuster” in all den Erzählungen der Betroffenen  immer wieder auch in Erfahrungsbildern auf.

So zeigt heute noch immer eine im Werkraum anwesende Assemblage: -Der Finder-, hier gefasst mit  einzelnen Fundstücken als ‘geschichts-verweisende’ Objekte, auch auf erinnerte alltägliche Betroffenheiten.

Auf dem Zeichentisch etwas Sommerliches

6. August 2018 – 12:08

K.S., -Sommerliches- Farbzeichnung, Aquarellpapier, 37×47 cm, auf dem Zeichentisch

So voller Hitze mit allem drumherum so hat man es bisher selten erlebt…, wohl dem der jetzt in der nähe vom Wasser sich glücklich fühlt!

Hier im Werkraum haben wir das Glück der Erinnerung an den letzten Blick auf eine Dünen-Landschaft der Ostseehalbinsel Usedom in Mecklenburg Vorpommern. Seit frühester Kindheit gehört die Ostsee zu meinen schönsten landschaftlichen Erlebnissen. Eine Acrylfarbe mit dem Namen “Phptaloblau” wurde zusammen mit dem Sonnenwetter zur permanenten Anregung;

-die erfreuliche Wasser-Farben-Malerei wird hier im etwas schattigerem Atelier und im Blog nun schon mal zu einem weiteren Zwiegespräch!

Mythisches Ereignis des Roten Mondes von 2018

30. July 2018 – 15:05

Das Bilddetail, als die Erzählung des Roten Mondes, 2018

Die Mondfinsternis vom 27. Juli 2018 hat mir eine neue Erzählung zu einem meiner Bilder erleuchtet…

ja, obwohl die sichtbare Nähe auf das Ereignis der sehr besonderen Mondfinsternis durchaus ein Foto-Document verdient hätte. Es ist mir nicht gelungen annähernd die Empfindungen dieser Einmaligkeit darzustellen und es dabei mit einem Foto als Abbild  zu belassen.

Erst als das sehenswerte Schauspiel dem Ende zu ging, fiel mein Blick auf ein Bild von 2011/13 (-Im Mittelgrund-)… im etwas dunklerem Licht  der Nacht hing es so da und schon war es auf meiner Digitalkamera festgehalten. So aber auch ganz anders, wurde es mir wieder vor Augen geführt: “Ein Bild ist ein Bild”, aber unabdingbar ein Etwas mehr als ein Abbild kommt hinzu.

Diesmal war es ein Magischer Moment: -als wenn der Rote Mond wiedereinmal meine Malerinnen Gedanken in erweiterte Sphären oder andere Bereiche führen sollte…

Mit Innerem Blick zu neuem Erkennen

23. July 2018 – 18:08

-Oval (Verschnitt)- K.S., Oktober 2011, Öl auf Leinwand, 70×50 cm

 

Bilder, die wie eine unaufhaltsame Flut täglich auf uns einströmen, schaffen es jedoch mit Nichten immer auch wahrgenommen zu werden.

Es gibt im Werkraum Zeiten in denen es sich noch ereignen kann, dass etwa das Format einer im voraus grundierten, aufgespannten Leinwand, die gesamte Wirkung eines Bildes bestimmt; gleichfalls ist die Idee und der angespannte Wille  hierbei zur Form zu gelangen, ausschlaggebend gewesen.

Einmal all die wirklichkeitsgetreuen Erfahrungen beiseite zu lassen und nur mit den Berührungen der Malfläche, die sich dabei entwickelnden einzelnen Formulierungen, dem inneren Auge zu überlassen… bis sich das Bild zum neuen Erkennen des eigenen Daseins, zu einem erlebbaren Sinn als ein Ganzes, vermittelt hat.