Farbe und die Struktur der Leinwand bilden als Textur den Bild-Charakter…

14. August 2017 – 15:29

-Transformation- K.S., 2016/17, Öl auf Leinwand, 110×75 cm

… so ist es sogar noch  jetzt, als digitale Abbildung sichtlich zu spüren und nach zu empfinden; -hier also tritt die Lust des Farbauftrags progammatisch hervor.

Mit den offenen zeichnerisch und grafischen Spuren und den zeichenhaften, collageartigen Formen, sind  jedoch noch gleichzeitig die erinnerbaren Entwurfsvarianten einbezogen.

Aber, daher wirkt auch diese Lust, als  Sichtbares und als nacherlebbare  Sinngebung, erkennbar erhaltend:  Eine Bild-(idee) wird -EIN BILD-.

Gedankensplitter als Weg zum Bild

7. August 2017 – 15:34

K.S., -Torso, Transformationen-, Bildschirmfoto der Gedankensplitter, 2016/17

Fast jedes meiner Bilder hat diverse Ursachen oder verschiedene Wege, bevor es sich zu seiner eigentlichen Sichtbarkeit entwickeln kann.

Gedanklich  ist es fast ausgeschlossen an einem einzelnen Bild den malerischen Prozess zu beschreiben; -was meine Erfahrungen jedoch betrifft, sind es geradezu die sinnlichen und haptischen Berührung einer Bildtafel, die  in den “bewegten und bewegenden” malerischen Entscheidungen auf der Fläche zu einem Ausdruck gelangen, um dann (wie man es beim aufgeregten Malen erhofft) am fertigen Objekt als wundersame Erscheinung ablesbar zu bleiben.

Ein Ausflug auf Aquarell-Papier

31. July 2017 – 16:02

 

K.S.,- Der Ausflug-, Farbzeichnung, Wasserfarben auf Aquarellkarton, 36×47 cm

Eigentlich hat man auf den Sommer 2017 schon sehr lange gehofft, nun ist er da und man ruft nach Hitze-Frei!

Vor ein paar Tagen waren es noch die erinnerten Freuden vergangener Tage; dieses mal beim  Kramen in den Fächern, taucht gleichzeitig ein mittelgroßes aber leeres Blatt aus einer Versenkung hervor… es forderte die Farbe heraus.

-Der Ausflug- ist nun der Titel einer Farbzeichnung, die begonnen hat mit der expressiven Setzung eines dominierenden Blaus, aber doch ganz von den sommerlichen und hellen landschaftlichem Farbklängen  gehalten!

Die nicht verortete Räumlichkeit ist wohl dem Kontrast, den freien oder schwingenden Farbsetzungen und der aufkommenden Lust dabei,  zu verdanken: –

um beim nächsten Blick wieder einen anderen Standort zu entdecken und dieser dann erneut einen sommerlichen Ausflug ins Freie anregend belohnt.

Das Beste zum Schluss…

24. July 2017 – 16:09

Ein Schnappschuss, Digitale Photographie von K.S., Juni 2017

-Rosa Rot und Himmel Blau-  so  war der Titel einer Ausstellung in der Galerie Pankow…es gab einen Blick auf 17 malerische Positionen der Malerei in der Galerie Pankow zuerleben.

Ausgesucht und kuratiert (mit Katalog) von Annette Tietz und Paula Böttcher, als ein besonders engagiertes Vorhaben:

-Malerei als Position zur Zeit- (100 Jahre nach der Revolution von 1917). zugleich eine Setzung und das AUFTRUMPFEN der Kunst, bevor ein schon längeres Baugeschehen  in die Räume vorgedrungen sein wird.

Geblieben ist noch eine Schwarze Fahne mit den Namen aller Teilnehmer/innen  und der sinnige Titel: – im revolutionären Rot-Blau des Katalogs – Gestalter op45, M. Richmann.

Schwarze Fahne mit ROT und Blau, K.S., 2017, Digitale Photographie

Die Ausstellung endete mit einer gelungenen Gesprächs-Finnissage und den hoffnungsvollen Erwartungen auf die nächste und auf alle weiteren Eröffnungen der Galerie,- ab dem 3. September, 2017!

Ach, wenn man doch Flügel hätte…

17. July 2017 – 19:52

K.S.,1985, – Ikarusgedanke-, Aquarell auf Lithokarton , 39×31,7cm

… Ja! – doch auch schon in den 80er Jahren hatte ich keine Flügel –

Aber da halfen die Gedanken an das Fliegen schon mal über eine empfundene Enge in der Bewegungsfreiheit über alle Grenzen und Entfernungen hinweg.

Wenn nun die Gedanken nicht reichten, so glaubte man im eigenen künstlerischen Tun, Bilder als Botschaften in die Welt zusetzen, mit der Hoffnung  es nutzt als Widerspruch und gibt als eine Gegenstimme, Mut zu Forderungen auf  VERÄNDERUNG .

Zurückschauend entstehen in dieser Zeit viele Bilder und Grafiken in dieser und ähnlicher Auffassung als Versuch, aber mit dabei waren die Worte von Dädalus : “fliege nicht zu hoch zur Sonne und nicht zu tief ans Wasser des Meeres” in den etwas verschlüsselten Formulierungen ein typisches Verhalten der damaligen Kritik am System.

Trotzdem waren es die Jungen, wer wenn nicht sie: die Künstler, die nicht “still zu halten” waren: – trotz allem, aber auch im eigenen Risiko!

Die Fähre von Sassnitz nach Trelleborg als Achtzigerjahre Signal

10. July 2017 – 18:00

K.S. -Fähre (Sassnitz-Trelleborg)-, 1986, Aquarell-Zeichnung, 24,5×28,5, Sizzen-Block

Vom Ostseeufer bei Sassnitz auf Rügen, war in den 80er Jahren nur schon das einfache Erblicken der Überfahrt einer Fähre nach Schweden und zurück, ein erstaunlicher Sehnsuchts-Verstärker.

Widersprüchlich ging es mir mit meinem Skizzen-Block am schönen Strand der Ostsee… im gleichen Augenblick, ein Anblick schönster Formen von Ostsee-Bojen, die nun hier zum Symbol in Verbindung zur damalige Grenzsituation gelesen werden könnten.

Hatte man es jedoch geschafft, die Fahrt zur Ostsee mit einem Zeltplatz-Schein, sozusagen den Aufenthalt angemeldet zu haben, und war auch noch zum Überfluss schönstes Sonnen-Sommer-Wetter, so  waren die Gedanken und die Träume jedenfalls letztendlich frei.

Glück bedeutete für mich gleichzeitig, mein Erleben und diese Stimmungen, wie ein Tagebuch mit Bildern zu notieren;auf meinem mitgeführten Zeichen-Block mittels Wasser Farben, Pinseln und Stiften.

Erst einige Zeit später entstanden eine Reihe von Kaltnadel-Radierungen und Bildreflexionen zum Thema des Eingeschlossenseins.

Auch im Berliner Osten gab es Palmen…

3. July 2017 – 16:23

K.S., 1983, -Nord-Palme-, Farbholzschnitt von 4 Platten, auf Japanpapier,29,5x37cm, Handabdruck, Auflage 1-8

Für eine im Herbst 2017 bevorstehende Auktion ist beim “Kramen in den Fächern” etwas  aus meinen 80er Jahren ans Licht gelangt.

In Westberlin gab es da schon einige junge Wilde, und natürlich hat man gerne die Hinwendung zur figurativen Malerei  auf der “anderen Seite” erfreut war genommen und begrüßt. Aber “Kunst kommt von Kunst” und eine vertraute Form des Expressionismus bestätigte meine damaligen Formfindungen. In gleicher Weise entwickelte sich eine zeitlang in meiner Zeichenweise und im besonderen in meiner Grafik etwas Verwandtes; nur ganz so wild oder besser gesagt ganz so frei war ich wohl nicht.

So habe ich jedenfalls in dieser Zeit,  meine eigene künstlerisch Suche und dabei meine individuelle Formfindung als Berliner Malerin, über die deutsche  Grenze hinweg, bestärkt empfunden.

Aus heutiger Sicht ist diese “Nordpalme” wohl immer noch ein Sehnsuchts-Blatt; gleichzeitig nach Nähe und Ferne.

Landschaft als Körper ⠂Ferne und Nähe zugleich

26. June 2017 – 18:34

-Landschaftskörper I (Dünenlandschaft)-, K.S.,2016/17, ÖL auf Leinwand, 70×90 cm

Was uns in nächster Nähe umgibt, wird gedanklich sehr oft verwandelt, um schließlich aus zu schweifen in eine fernste Ferne…

vielschichtige Anregungen verführen uns oder begleiten unsere Tage, hier im web.werkraum und im Atelier, bei der Suche nach einem Ausdruck und der Gestalt einer nächsten malerischen Idee.

So eröffnet ein schon oft erprobtes Verfahren das Spiel der Sinne. Dabei sind es die Skizzen und farbige Notate, die als erinnerte Seherlebnisse zum Ausgangspunkt werden. In der Anspannung der Farbsetzung und deren Formulierung auf der Leinwand, kann es geschehen, dass auch eine eher flächig angelegte Landschaft zu einem fliegenden Teppich werden kann; – der dann als Bild mit einer körperhaften Präsenz,

uns den Betrachter in eine wunderbare weit entfernte Sehnsucht’s-Welt  entführt.

Der Sommer der ist da…

19. June 2017 – 15:02

K.S.,1991/2000, Fensterflügel, Öl auf Leinwand, 50×90 cm

…hier im Atelier lässt es sich trotz aller Verlockungen zusammen mit angefangenen Bildern immer noch gut aushalten… wobei meine Detailaufnahme zu einem Bild vom Anfang der 90er Jahre gehört…

nun ist es wieder ans Licht geholt und erinnert an eine spezifische Art meiner Auseinandersetzungen mit der Figur; hierbei bemüht, gleichermaßen die Findung einer Form mit dem Ausdruck eines erzählenden Erlebens zu verbinden.

Bei  heutiger Betrachtung eines Details des Bildgeschehens, das  als Ganzes den Titel: FENSTERFLÜGEl hat, wird mir etwas schon Vergangenes vor Augen geführt; wie sich mit den Zeiten und dem Erleben das Sehen und die Wahrnehmungen des eigenen Seins verändert hat.

Mit den teilweise ironisierenden Spiegelungen und den Form prägenden Bildvorstellungen reifte im Besonderen (weitgehend unbewusst) eine stete Veränderung: -ein Erkennen- der sich ganz im selbst vollziehenden malerischen Prozesse – scheint nun auf. Da bleibt bei jeder neuen oder angefangenen Leinwandfläche das Ergebnis offen:

-Anregung – als Anspannung… wie und in welcher Form die Bildsprache sich entwickeln wird!

Von den 68ern insperiert

12. June 2017 – 18:25

K.S., frühe Selbstbildnis-Studie, etwa1970/71, Öl auf Hartfasertafel, 37,5×28

…und das war auch im Osten Berlins der Fall, wenn dies auch nicht unbedingt aktionistisch geschah.

So wie heute die Fragen: Wie wollen wir leben ?.. was können wir in unserer Zeit tun? …wie können wir die Anderen verstehen? oder wie wird man gesehen?… wie wird man verstanden?… und so weiter! Diese Art der Fragestellungen liegt allen Zeiten der Menschheitsgeschichte zu Grunde.

Nun ist alles so geblieben… nur hatte ich das Glück für mich die Kunst und im Speziellen die Malerei, als ein Selbstfindungsprozess zu entdecken.

Hierbei sind schließlich die der Kunst innewohnende Inspiration, zu den Anregungen im Eigenen geworden und geblieben: -Alle gefühlten Erinnerungen an die 68er und die 70erJahre- treten mit dem kleinen Selbstbildnis, in der jetzigen Anschauung nach den vielen Jahren jedenfalls heute wieder hervor!