Körperlandschaft : Landschaftskörper

14. May 2018 – 16:35

K.S., 1978, Studie, Wasserfarben auf Karton, 35,5×47,5 cm

Weiter geht es hier 2018 mit dem Montags-Kramen in den Fächern:

– Licht, Luft und Sonne erfüllen die Sehnsucht nach Natur… nun aber übernimmt das hier im Blog, die Farbzeichnung als ein gegenwärtiges  Ereignis unserer Frühlingslust von 1978. um vielleicht damit sich selbst als Natur zu erkennen?

Um dass es somit gelingt, gleichfalls zu ihrem Darsteller zu werden, und mit  dem Bild-Gedanken der Körperlandschaften, bei der Betrachtung gerne mit allen Sinnen sich als ein Teil zum Landschaftskörper zu empfinden.

Mein belebtes Wohnatelier…

7. May 2018 – 14:50

K.S. 2001, Skulptur, -Dunkler Kopf (nachdenklich)-, Kirschbaumholz, 25,5x13x15 cm

 

 

Manchmal gibt es hier im Blog gute Geister, die es schaffen zu neuen Anregungen beizutragen obwohl gestern zum angesagten Montags-Kramen mir wohl ein Kobold mein Text-Werkzeug  verhext hatte…

nun ist der Zauber wieder da und mein Denkfaden wird hier weiterhin gesponnen…

Also das ausgewählte Foto meiner Skulptur,  zeigt ganz und gar die nun überwundene Stimmung, wenn die Technik nicht so will wie man es erwartet. -Dunkler Kopf (nachdenklich)- hatte ich noch als Titel gefunden. Findungen wie meine Gedanken so sind es auch die Skulpturen, die im laufe der Jahre aus ganz verschiedenen Hölzern entstehen.

Wie auch andere Form-Fundstücke die mir auf meinen Wegen begegnen, meine Malerei beeinflussen, mal unbewusst und mal ganz gezielt; –

so überlasse ich den Holz-Fundstücken ganz den ihnen innewohnenden eigenen Charakter, um bei der Bearbeitung letztendlich zur eigentlichen Formfindung zu gelangen.

Mit ihrer Anwesenheit im Wohnatelier sind fast alle dieser Gebilde für den Alltag belebende und gedanken-erfindene Begleiter geworden.

Eine gefundene Tafel verwandelt sich langsam zur nachempfundenen Landschaft…

30. April 2018 – 17:00

K.S.,2018, auf der Staffelei, die rätselhafte Tafel mit Landschaft, Digitale Photographie

Schon durch die Berührung einer Fläche, deren Maße und den haptischen Eigenschaften, hat mich eine im Atelier wieder entdeckte (fragmentarische) Bildtafel herausgefordert, um sich mit dem eigenwilligen Format auseinander zu setzen.

Das aktuelle Ergebnis erzeugte mit der Summe von Seherfahrungen eine imaginäre Bildlandschaft, die mir in seiner Unvollkommenheit hier im Raum aber wiederum selbst zum Zuspruch gereicht; dasselbe gilt nun  auch für die Photographie als -Stillleben im Atelierraum-.

Es bleibt  zunächst als Zustand (“Enigma”) so bestehen. Zu wirken als Rätselhaftes in einer Zeit meiner eigenen fast körperhaften Empfindungen beim Formen der erinnerten Erscheinungen, und um somit auch auf nächste Vorhaben zu wirken vermag.

Da wollen wir es mal sehen…

23. April 2018 – 16:16

…was man im 21. Jahrhundert so alles spielen kann: Die PANKE:GALERIE will uns einiges davon zeigen! Am 25. April um 19:00 geht es los mit einem EVENT:

Artist Presentation: Aram Bartholl, Eva Grubinger, Jan Santer

Da kommt es nun für mich einmal zu erneuter Begegnung mit den Netzwelt-Gedanken, die ich mir so etwa am Anfang des Jahrhunderts fast wie ein neues Spiel an verwandelt hatte und nun immer noch mit Neugierde auf die Netz-Kunst schauen kann…

Im Atelier jedoch entstand eine Reihe von “Musterköpfen” als Malerei. In einer  Serie von 2×3 Tafeln, die als 6er- Gruppe im gleichen Bild-Format neben oder übereinander im Gesamtzusammenhang präsentiert werden können (soweit das damalige Konzept)…

K.S., 2001,-Ein Spieler-, Öl auf Leinwand, 65×80 cm

 

Das ganze dauerte dann eine Zeit von den ersten Bildern (der Tänzer,  der Träumer und der Spieler, 2001, – 2002/3 kamen dann der Rufer, der Poet und zum Schluss ein Clown).

Die Gegenwart zeigt in jedem Fall nun im 2. Jahrzehnt des Jahrhunderts, dass ich als Malerin nicht die einzige bin, die sich mit den  Veränderungen der digitalen Welten auf die Entwicklung des menschlichen Daseinsgefühls in individueller Art auseinander setzt!

Der Frühling erleuchtet ein inneres Körpergefühl mit erneuertem Blick

16. April 2018 – 16:42

K.S., 2018, -Bild im Bild-, Öl auf Leinwand, 50×70 cm

…etwas Zeit gelassen haben uns die Tage der Erwartungen… nun aber ist in meinem Atelier alles von der plötzlichen Ankunft des Frühlings beeinflusst.

Endlich auch hier in Berlin gibt es fürs Auge und Gemüt den “Knospen-Knall”; das untrügliche Zeichen verlebendigter Ahnungen in der Natur,  mäandernde Hoffnungszeichen und Erwartungen im wuselnden Stadtleben aller Orten Berlins.

Ganz selbstverständlich werden Lust und Gedanken zu ZWEI-EINS… wie immer am schönsten Verbunden beim Malen mit  einem Bildvorhaben oder einer  Farb-Idee auf vorbereiteter Leinwand.

Mit der Ähnlichkeit wie auf einem Feld, entsteht auch auf der  Mal-Fläche ein Wachsen und  Werden  von Farben und Flächen von Linien und Strukturen, dabei auf  eine Wirkung gerichtet, ursprünglich Gesehenes nun mit spontanen malerischen Formulierungen, das aufkeimende Werden und Fühlen zu vereinen, um am Ende zu einem BILDERLEBNIS zu gelangen.

Der Morgen hat den Tag noch nicht erkannt

9. April 2018 – 17:51

K.S.,1981, -Der Morgen-, Aquarell auf Lithokarton, 32×40 cm

Zu keiner anderen  Zeit als am Morgen, ist die Wahrnehmung der Stimmung einer Paarbeziehung eindeutiger. “Der Morgen ist klüger als der Abend”, was sich wohl auch in dieser alten Spruch-Weisheit so auslegen ließe…

ganz ohne Absicht  entstand wohl so das Farbblatt von 1981. Gerade nur, um auch ohne alle Zusammenhänge einer Erzählung, die dargestellten Figuren in ihrem Ausdruck als eigene Charaktere den begonnenen Tag, im Lebensspiel beginnen zu lassen.

Später dann entstand aus diesem Stimmungsentwurf, eine Holzschnitt-Edition mit  etwas strengerem, zeichenhaften Ausdruck:-1981,-Mann und Frau im Haus-, 39×42 (Abb.:im Katalog. Karin Sakrowski. Holzschnitte. Galerie Mitte. Seite 6)

Das einfache Sehen wieder gefunden

2. April 2018 – 18:10

K.S., 2018, Stillleben auf der Atelier-Staffelei, Ostermontag

Mit dem Osterfest beginnt die Zeit, in der die Natur um uns herum erwacht… und sogleich regt sich ebenso in unserm Innersten Wesen die Lust auf ein besonderes Sehen.

Wie so oft hält sich im Atelier beim herum Kramen eine Überraschung bereit; -es ist eine grundierte Fläche, noch aus dem Atelier-Heegermühler Weg-, auf dem ein spontanes Bildzeichen sich seine selbst erhaltende Wirkung noch immer bewahrt hat.

Nun erst einmal  auf der Staffelei: -fordert mich die ursprüngliche, fast unheimliche Vertrautheit wiederum heraus. Doch wohl anregend genug, um mit anderer Sicht, sich auf das Gleiche einzubringen und jedoch eventuell, letztendlich auf das einfache Sehen zurückzukommen.

Ein Bild für ein Spiel oder ein Spieler als Bild

26. March 2018 – 15:48

K.S., -Ragby-, 2003, Öl/Leinwand, 70×50

 

 

Ein Bild von 2003 hat  hier im Blog heute die Rolle eines Mitspielers… zusehen ist die freie Form einer dargestellten Einzel-Figur.  Zum Bild so auch zur Figur gehören jedoch die Linien, Flächen und Strukturen des Farbauftrags; -wesentlich ist ebenfalls das im unteren Rand schwach auf scheinende Wort Ragby (als tschechisch/deutsche Übersetzung für die eigentlich englische Version Rugby).

Als Mitspieler im Netz heute ausgewählt, sollte die Wirkung der Leichtigkeit des Bildes die Betrachtung zu einem rätselhaften Gedankenspiel, mit offenem Ausgang verweisen oder dazu anregen, sich selbst im “Alleingang” nicht in eine vereinzelte Hilflosigkeit auflösen zu müssen.

Der Ausdruck beschreibt und beschwört an jedem Tag das weitere Tun mit dem Ruf: “Das Spiel beginnt!”

__DAS SPIEL BEGINNT__

Brüchige Welten aus anderer Sicht

19. March 2018 – 15:33

-Der Schirm-, K.S., 2018, Farbzeichnung und Grafit auf Karton, 40,5x43cm

 

Zeichnerisch hervorgebracht:- eine Erzählung  aus gefundenen Formen. Die scheinbar auseinander strebenden Elemente, sind wie mäandernde Gedanken.

Das umständliche Treiben auf dem Zeichenkarton mit all den sinnlichen Berührungen erzeugt am Ende ein Bild, nicht etwa von etwas Brüchigem, sondern ein Streben um vor dem Zerfall zu einem ganz neuen “Ganzen” zu gelangen.

Das März-Licht erweckt grüne Gedanken…

12. March 2018 – 16:40

K.S., 2008, Giebel-Figur, Farbzeichnung, aus den Fächern einer Projekt-Kiste: “In alle Winde verstreuen”

…nun feiern wir nicht nur das frühe Licht im März, sondern begrüßen den Frühling mit aufkommender Unruhe gepaart mit der Erweckung der Lust auf Farbe, wie in der Natur.

Als  Gleichnis dienend, so trifft das Licht auch belebend auf den Schatz meiner Entwürfe und Gedanken im Atelier. Es  erleuchtet mir die kleineren und größeren Vorhaben, um dabei zu erfahren, was an vorausschauenden Möglichkeiten der eigenen Sinne, sich schließlich in und auf den Blättern aus Papier widerspiegeln lassen.