Das Objekt aus den 90er Jahren mit den zwei Seiten…

11. November 2019 – 18:57

Foto  K.S., 1994/2019,-Gedankenordener-, Entwurfs-Objekt, Vorderseite, 28,5X57 cm

Die einzelnen Mini-Ordner enthalten folgende Worte in senkrechten Reihen gruppiert. ( auf dem Foto der Rückseite bei Vergrößerung noch gut zusehen:

1.Die Flucht 2.Die Zuflucht 3.Das Heim 4. Das Heimchen 5.Die Lust 6.Der Frust 7.Der Schmerz 8.Das Herz 9.Die Seele 10.Was IST 11.Das IST 12.Das SEIN… …. … und so weiter bis:… 95. DABEI  92. AUWEI  93. Soll sein 94. NEIN 95. freiwillig 96. ZUEND

… das Ganze ist ein nicht ausgeführter Entwurf, heute hervor gekramt und betrachtet, mit den Wort/wörtlichen “Augen-Vermerken” auf der Rückseite des gut erhaltenen Objektes: (vorgesehen als eine Hintergleis-Fläche zu einem U-Bahnprojekt in den 90er Jahren)

K.S., Digitale Fotografie, -Die Rückseite im Original auf dem Ateliertisch-, 2019

Neue Ausstellung in der Klosterscheune Zehdenick

4. November 2019 – 20:11

Vernissage 30 Jahre Mauerfall, 3.11.2019, Performanc, -Musik: Damir Backin, Belgrad/Berlin Tanz: Ichi Go, Tokio/Berlin

 

Schon am Sonntag den 3. November 2019  war die Eröffnung!

Zu erleben sind -30 Positionen HINTER/VOR und NACH der MAUER, als Blickwinkel von 30/29 Künstlerinnen aus Deutschland, Korea und Israel… Die Beteiligung und Auswahl der Beiträge, verstanden als Künstlerisches Statement mit ihrem jeweils eigenen Blickwinkel zu den 30 Jahren des Mauerfalls.

Gerne bin ich der Einladung gefolgt und ich freue mich mit meinem Beitrag, den zwei Bildern dabei zu sein. ( 1. NÄHE UND FERNE und 2. MEIN ZWIEGESPRÄCH). Zu danken ist dem Galeristen und Projektkurator: Jörkg Zierig für die Idee und die Durchführung eines Begleitprogramms mit einem Katalog als Documentation des besonderen Ereignisses, zur Anregung von Diskussionen oder persönlicher Erinnerungsbildungen.

Die Teilnehmer:

NOA Arad-Yairi  Anne Rose Bekker  Anja Billing  Linde Bischof  Helga Borisch  Caroline Böttcher  Evelyn Dörr  Ingeborg Flierl  Beate Flierl   Ulrike Hahn  Helga Höhne  Uta Jeran  Yunsun Jung  Kathrin Karras  Verena Kyselka  Gisela K Neumann  Sabine von Oettingen  Emerita Pansowova  Sabine Peuckert  Susanne Rast  Karin Sakrowski  Angela Schröder  Anna Franziska Schwarzbach  Fatma Shanan  Erika Stürmer-Alex  Dorit Trebeljahr  Heidi Vogel  Veronika Wagner  Renate Zeun

Nun nochmal eine Zeichnung auf Papier

28. October 2019 – 16:13

K.S., 2019,-Der Besuch-, Farbzeichnung, Mischtechnik, Kohle, Acryl, Fixiert, 42×29,5 cm

Zeichnen ist verwandt mit der eigenen Handschrift aber auch die angewöhnte Übung gehört wohl dazu, dass man im eigenen Sinne unverwechselbar bleibt. oder in jedem Fall sich selbst und die besondere Stimmung  aus dem Blatt oder der Studie herauslesen kann…

zur Papier-Liebe kommen außerdem noch viele Neigungen, sowie auch Freude am Ereignis auf einer Fläche, hinzu. Unerwartet taucht neben dem Gesehenen auch ganz unbewusst bildhaftes Erinnern  hervor.

Die schönsten Überraschungen sind beim Spiel mit den Materialien zu erleben… meine  liebsten Formulierungen ergeben sich meist aus der “Wasserfarben-Malerei” im besten Falle mit dem Tuschpinsel, Form füllend und…aber trotzdem gezeichnet.

Ein anderes Mal dient das Zeichnen auch dazu sich selbst zu vergewissern; – eventuell auch mal Gewünschtes zu formulieren oder die Dinge, von denen man umgeben ist, in ihrem Zeitzusammenhang erst zu verstehen.

Somit also verwandte Anregungen aus gegenwärtiger Bilderflut auf das Eigene in Korrespondenz zu halten.

“Papier ist geduldig”

21. October 2019 – 14:59

K.S., 2019,-In Balance (Neumond)-, Farbzeichnung, auf Japanbogen, 48,5×63 cm

Ja,  wieder ein Spruch aus prägender Erinnerung an die Eigenschaften und Beschreibungen von Materialien. Vielleicht  ist mir daraus auch meine besondere Papier-Liebe erwachsen…

Zwischen allen größeren Vorhaben, den Bildern auf einer Leinwand oder das langwierige Arbeiten an einer Skulptur, ergeben sich glückliche Fügungen und Bildfindungen auf den unterschiedlichsten Papieren. Auch Skizzen, Zeichnungen und Entwürfe eröffnen Denk-Räume für Ausdrucksformulierungen…

jedoch in manchem Fall arbeitet das Papier durch seine Eigenheit in hohem Maße mit, um zum Gelingen das ganze Suchen und Finden von Form und Idee in Eins zu bringen. Besonders bei der Hinzunahme von Farben, wird sichtbar:

-Es ist etwas dran, an der Behauptung vom geduldigen Papier!

Eine Foto-Nachlese zur Ausstellung -ZEITVERMESSUNG-

14. October 2019 – 19:46

K.S.,Weibliche Büste, Lindenholz, 43x13x10, Detail-Aufnahme- 2017 Galerie Budissin,  Ausstellung: Karin Sakrowski -ZEITFENSTER-,

Zurück aus Bautzen, ist die Skulptur ein Bestandteil meiner mich begleitenden “Figuren”. Sie trägt im Wohnatelier mit ihrer Anwesenheit zum Gefühl der Vertrautheit und Beständigkeit  bei.

So ergeben sich Korrespondenzen mit anderen Skulpturen und weiteren Darstellern. In fast allen Räumen haben die in verschiedenen Zeiten entstandenen Figuren, aus unterschiedlichsten Hölzern und auch einige Steine ihren Platz.

Mit ihrer Anwesenheit ergibt sich gleichzeitig eine Bühne, auf der neben und mit den  wechselnden neu entstehenden Bildern und mit deren Eigenheiten, sich die herrlichsten Beziehungen und Geschichten andeutend  anbahnen.

Ein Glanz im Unsichtbaren?

7. October 2019 – 19:53

K.S., -Berliner Ufer (für Canaletto)- 1986/87 Öl auf Leinwand, 110×140 cm

Nun sehen es die Vielen und wundern sich wie so schnell 30 Jahre “In’s Land gegangen”… das Bild von 1987 hat jedoch seinen Glanz noch nicht verloren, obwohl noch etwa 3 Jahre vor dem Mauerfall als “Rätselbild” in meinem damaligen Atelier -Heegernühler Weg- in Wilhelmsruh entstanden, hatte es eher eine Lieblichkeit  des Daseins ausgestrahlt und die damaligen Augen der ‘Zensoren’ glitten an meiner weiblichen Formensprache ab in Ihre selbst empfundene “heile Welt”…

Mir selbst war es ein Sehnsuchts-Ort; zu sitzen am Ufer des Kupfergrabens in aller nächster Nähe, zum von mir geliebten Bode-Museum. Das Rätsel hatte sich bei der Umsetzung einer davor entstandenen kleineren Aquarellstudie beim Malen ergeben. Anverwandlungen und Formfindungen aus meinem (Ost)-berlinischen Malerinnen-Blick hatten wie  von selbst zu der jetzigen Form gefunden!

Im Jahr 1990, nach dem aufregenden Mauerfall, gab es für dieses Bild  eine Ausstellungsbeteiligung, mit Malerei aus beiden Teilen Berlins in Moskau. In nachträglicher “Mund-Propaganda” ein unerwarteter kleiner Erfolg…

Freude gibt es nun hier im Blog, das Bild im unversehrtem Glanz noch mals neu zu besehen; – um in der Betrachtung die damalige Zeit einmal aus heutiger Sicht (2019), anders oder besser enträtseln zu können.

Ein Platz für die Heimat-Seele?

30. September 2019 – 16:51

 

K.S., 1999, -Heimatseele II (Der Block)-, Farbholzschnitt, 2 Platten-Druck auf Japanbogen

Man glaubt es kaum… 1999 ist diese Grafik hier in meinem Werk-Raum entstanden… nun also auch 2019 noch immer aktuell!

Das hatte ich damals nicht gedacht, obwohl das Wort der “Nachhaltigkeit” seit dem Jahrhundertwechsel häufig gedacht und ansgesprochen wurde und nun nach Jahren endlich eingefordert wird, schaue ich selbst einmal wieder ganz neu auf das Blatt.

Mit einer Einladung zum nächsten Ausstellungs-Projekt: -Anfang-November in der Galerie Forum Amalienpark- ist es mit anderem; dieses mal als ein Teil meiner Beteiligung ausgewählt.

 

Im Herbst sind Gedanken wie der Blätterfall …

23. September 2019 – 16:11

K.S., -Herbststillleben- FOTOCOLLAGE, Digitale- Photographie, 2019

Ein Wechsel der Jahreszeiten sind Zuwendungen der Natur die uns umgibt;  Sommer, Herbst und Winter und dann erst wieder Frühling!  Alle sind gleichzeitig aktivierende Herausforderungen, aber jede geliebt in ihrer Art…

Im Atelier kommen vielmals auch die Erinnerungen an Vorhergedachtes zum Vorschein und die angefangenen Leinwände zu Ihrem Recht, wieder ins Auge genommen zu werden.  So war es immer die ganzen Jahre…

Die Lust auf Neue Formen und andere Bilder waren jedenfalls im Herbst schon meistens der herrlichste Antrieb zum unerlässlichem Tun.

Schwere und leichte Ideentransporte

16. September 2019 – 18:39

K.S., -(AB)Transport der Idee-, 2019, Mischtechnik auf Büttenpapier, 50×39 cm

der erste Blick auf ein Gegenüer bedeutet schon ein erstes Erkennen…  ah ein Bild… aber etwas unerwartet Fremdes wendet sich mir zu!

Jedoch die Neugierde ist erweckt, niegesehenes handschriftliches universell Gedachtes steht mir und meinen eigenen Sehgewohnheiten gegenüber um mich herauszufordern, oder um anhand der Formulierungen eine eigene Bilderzählung zu finden… so oder ähnlich könnten so manche Gedanken der Bildbetrachter einer zufällig besuchten Ausstellung, im Leichten verweilen…

Hier aber wird der im zweiten Blick wahrgenommende Titel, etwas schwergewichtiger, wenn nicht gar anregender, um nun zur Auslösung der rätselhaftigen Wiederborstigkeit des malerischen Vortrags, als Betrachter zu seinem Recht zukommen und um später noch, wohl durch Erinnerungsbildung an eigene Träume denken zu können.

 

Dunkle Zeiten werfen ihre Schatten voraus…

9. September 2019 – 15:13

K.S., 2007,-Wandzeichen-, Farb-Zeichnug/Mischtechnik, 17,5×23 cm

…nun, aber 2007, zu Zeiten der letzten Jahrhundertwende hatten sich mit der schattenhaften Farbzeichnung: -Dunkle Formen- im Atelier schon als spiegelnde Wandzeichen gezeigt.

Mit dem Zeichnen geht es wohl auch oft so zu, als wenn es dabei um eine Möglichkeit geht, zu einer Gabe des Vorausschauenden zu gelangen…

dann im Gegensatz dazu, dient die dabei entstandene bildhafte Idee, einer erdachten Spiegelung der Wirklichkeit, oder gar gleichzeitig, als Verweis auf  Möglichkeiten von Veränderungen oder Neu-Bewertung eigener Befürchtungen oder Empfindungen.

Einige Zeichnungen mit diesen Eigenschaften waren und sind zu allen Zeiten meine ersten Animationen zu einem besonderen Bildvorhaben als Leinwand-Tafel.