Ein Blick ist kein Blick…

19. November 2018 – 15:36

Einblick (Wohnatelier mit Bild und Objekt)

erst neulich ist es mir wieder aufgefallen, wie oft schaut man vor sich hin, ohne die Wirklichkeit wahr zu nehmen und ein andermal erweist sich so gleich der erste Blick als Bild…

so ist es wohl, dass der eigene Kopf  sowieso die besten Bilder in die vielfältigsten Varianten verändern oder anders gesagt, umzuformen vermag!

Die Erfahrungen mit verändertem Sehen im Lauf der Lebenszeiten als Malerin überraschen mich immer wieder selbst… und  bei wechselndem Licht der Jahreszeiten im besonderen.

Glückhaft werden jedoch fast alle Veränderungen des Sehens empfunden, wenn mit Hilfe einer Kamera auch andere Sichten auf einfache Kompositionen, zu neuen Raum- und Bild-Zeichen werden…

Im November jagt man keinen Hund aus der Hütte…

12. November 2018 – 15:56

K.S., – Mann mit Hund-, 1988, Farbzeichnung, Wasserfarben, auf Lithokarton, 33,5x55cm

Warum ich die Zeichnung erinnere… das liegt also am Monat November!

Kurz werden jetzt die Tage und das herrliche Licht aus einem etwas länger zurückliegenden Aufenthalt im bulgarischem Bojenzci ist sowieso passe’…

aus einer Erinnerung heraus bleibt jedoch das bildhafte Überleben einer tief empfundenen Zweisamkeit: – der Mann und das Tier – sie beide verstehen es, sich “einsam zu zweit” eine innere Emigration im Habitat einer Schenke zu vergönnen… Rast nach Sättigung und Schutz vor Mittagshitze.

So wird also die Wasserfarben-Malerei noch einmal, nur durch’s Anschauen zu einem Trost, etwa der Vorschau auf andere farbige Erinnerungstage.

Joseph Beuys mit Lorbeer…

5. November 2018 – 16:54

K.S.,1988, Beuys mit Lorbeer, Farbholzschnitt,
51,5×37,5 Druckstock unregelmäßig, als Homage

…so ist ein Holzschnitt von 1986/88 zu einer Homage geworden… und immer noch hat dieses Blatt, wie fast alle meine Drucke eine persönliche Erzählung über Zeitbezug  und Anregungen zur Art der Formulierung…

meine ersten Reflexionen zur Begegnung mit den künstlerischen Aktivitäten von Joseph Beuys, entstanden schon am Anfang der 80er Jahre, aber durch die Existenz der Mauer eher über die Medien Rundfunk und Fernseher. Tief beeindruckt hatte mich eine längere Ansprache über seinen Bezug zu freier Assoziation seiner menschlich/sozialen Gedankengänge und seine Bezugnahme auf die selbst erlebte ‘Enge’ im gesellschaftlichen Gegenüber.

Für Ihn ergaben sich daraus zwei Elemente der menschlichen Handlungen, denen er also selbst in seiner Kunst folgte: “…sowohl das Feierliche der Selbstbestimmung des eigenen Lebens und der eigenen Gesten als auch die Bescheidenheit unserer Handlungen und unserer Arbeit in jedem Augenblick. Das ganze kommt aber ohne großes Aufheben zum Ausdruck, ja auf eine sehr stille Weise.“  zitat aus: Stachelhaus,-Joseph Beuys, S. 202 f.

Eingereicht, aber nicht ausgestellt im damaligen Wettbewerb 100GrafikenderDDR von 1988.

Eine Herbst-Reflexion:”Aus mir Heraus”

29. October 2018 – 15:55

K.S.,1992, -Aus mir heraus-, Mischtechnik auf Aquarell-Karton, 46×57 cm

 

Ja, was den Mittel-Europäer kennzeichnet, sind wohl die besonderen Unterschiede der Jahreszeiten und somit vermischt sich sein alltägliches Erleben mit dem Blick auf die Welt.

Erst die 90er Jahre, ergaben aus einer freieren, größeren aber auch meist  überbordene oder gar bedrängende  Informationenfülle, in meinem Werkraum eine Hinwendung zur Suche nach veränderten Bildformulierungen. Zum Glück kam mir wiedermal ein  geflügeltes Wort zu Hilfe: “Papier ist geduldig”, und so entstanden in dieser als Malerin erlebten Zeit viele Farb-Zeichnungen spontan; -aus dem Inneren heraus-.

Die dann erst mal in einer Mappe, als “Die Schwarzen Blätter” auf eine passende Ausstellung warten können.

Heute, hier ein “erstes Blättern” zur begonnen Herbstzeit!

Weniger ist mehr…?.

22. October 2018 – 16:40

K.S., 2006 Druckstock, Holz, (Kopf,oval), Teil von Vier Linienschnitten  auf China-Rolle 110×86 cm

 

Im Herbst entsteht wieder die Lust in Räumen zu experimentieren!

Hiermit dem Blauen Druckstock als ein Teil von vier einfarbig gefassten Motiven und im Zentrum das Schwarz, hatte sich die Idee aus meiner Handhabung der Drucktechnik des Holzschnitts ergeben!

Die Freude der einzelnen Schritte bis zum gültigen Ergebnis, erzeugt eine wundervolle Spannung, im Eins-Werden mit dem zu erreichenden Ergebnis während der Zeit der Herstellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thinking of Windows… ist ein Titel der 2006 aus mehreren Holz-Druckstöcken monochrom (ocker, rot blau, orange, schwarz) auf 110×86 cm Chinarolle gedruckt (hier im Detail als Atelier-Einblick)… zum glücklichen Ende gekommen,  als ein zusammengefügtes  Ganzes.

Eine Summe von einzelnen Entscheidungen und Schritten den Erfahrungen im manuellen Umgang mit den Materialien, Werkzeugen und Farben, sie sind immer das bestimmende und spannungsvollste Erlebnis des Druckens als Handabreibung.

Ein dunkler Stein aus innerer Sicht erhellt…

15. October 2018 – 15:38

-Maskenkopf-, K.S., 2005, Dunkler Stein, 13x17x7,5 cm

Heute zum “Kramen in den Fächern” wird dieser handhabbare Maskenkopf als Fotografie von 2008 hervor gezeigt!

Entstanden ist er allerdings schon vor längsten und ganz unbekannten Zeiten… ein dunkler sogenannter Speckstein der aus Abbruchgewinnung mit den noch zu sehenden Eigenschaften, wie das Fragmentarische und gleichermaßen dabei auch etwas weiches oder besser sensibel-haptisches seiner Oberfläche erahnen läßt.

Hier im Werkraum hatte er schon einige Zeit der Anschauung und Gewöhnung bis es zu Zeiten der Formung kam. Jedenfalls steht seit 2005 der -Dunkle Kopf- in seiner Maskenform  als ein sich selbst erkennendes Gegenüber und schaut eindringlich auf unser alltägliches Leben. Zusammen mit anderen Hervorbringungen, den Bildern und  Skulpturen ergeben sich die anregendsten Erzählungen von  gelebten Zeiten.

Hier eine Farbzeichnung aus dem Zeichenschrank von 2016

8. October 2018 – 16:26

K.S., -Vernissage-, 2016, Farbzeichnung, Faltung, Acryl auf Werkdruckpapier, 36x51cm

Das Kinderspiel hat Pate gestanden: “zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh und seht den fleißigen Malern zu”u.s.w.! So ungefähr geht ein Reim um zum gemeinsamen Spiel aufzufordern, zumindest im weiteren zum mit-singen und -tun.

Sinnreich passend zur Auffassung der Künstler und Maler, die mit ihren Ideen, Bildern und Werken zur Zeit und Gegenwart, mit ihren Ausstellungs-Inszenierungen, den Platz für Begegnungen und Betrachtungen vor dem Original als besonderes Ereignis sehen.

Anregungen zu erweiterter Ideenfindungen für Alle die dabei sind; – um dass im besten Sinne die Ausstellungseröffnung als Vernissage zur Feier der Kunst wird.

Atelier-Stillleben mit Netzkunst Plakat: panke-gallery berlin

1. October 2018 – 16:08

K.S.,-AtelierKontrast-, Digitale-Fotografie, 2018,

Ja das ist wohl nicht zu übersehen und so mit wird es im web.werkraum und für die gewöhnten Blicke sogleich zum optischen Experiment.

Zu aller erst fällt der ROT/GRÜN-Kontrast ins Auge, aber auch gemildert in dem  Zwischenraum, der durch die verschiedenen Größen sichtbarer Teile der umgebenen Bildtafeln entsteht und im unteren Drittel als Bildstapel eine dingliche Festigkeit und Statik erzeugen kann.

Somit ist der Form-Gegensatz in diesem Zwischenraum auch wie ein Gleichnis von Veränderungen zu erleben; -besonders in den gelebten Zeiten in denen schon immer, gestern und heute und immer wieder, die besessenen Bildermacher sich befinden.

Somit könnte man auch etwas lockerer (im übertragenen Sinne) so ein Stillleben mit den geahnten Bildwelten froh, als eine reiche “Apfelernte” verstehen!

(berlin internationale stadt netzkunst zentrum -damals wie heute-…panke-gallery, openig 04.10. 2018 19:00)

Herbst, Herbst…Blätterfall

24. September 2018 – 15:53

K.S., 2018, -Kopf-Sammlung-, Farbzeichnung, Grafit, Stifte und Aquarell, auf Werkdruck-Papier, 29,2×23 cm

 

Blätter sammeln in Fächern und Mappen, das kann schon gut gehen, auch wenn die Herbstwinde sich stürmisch zeigen und es sich um Blätter auf Papier handelt…

wieder ein mal hilft nun die Gunst der Stunde dabei, die Stimmung der uns umgebenen Natur einzufangen; – so kommt es im glücklichsten Sinne, als inniges Spiel auf Papier am Zeichentisch.

Beim hantieren mit Grafit, Stiften und Pinseln und im besonderen mit den beliebten Wasserfarben, so entwickelte sich das ganze als eine Prozedur vor allem mit der Hilfe der sehenden/eher fühlenden Augen.

Nämlich wie sich das Papier zum Bild dabei verhält, das ist dann das spannendste dabei: Es welkt nicht und vergeht nicht so schnell!

Somit  kann man nun das Blatt im weiteren Lauf des Jahres, etwa als “flow” betrachtend erfühlend … sich erfreuen.

Die Dinglichkeit meiner Ideen-Welt als Gesehenes

17. September 2018 – 17:07

 

K.S., 2018, Digitale Photographie, Ideen-Personal, (im Atelier)

Die eigene Suche nach den Möglichkeiten zum Bild zu kommen, das heißt wie und welche künstlerische Technik dient mir dabei wohl am besten… oder ist gerade das Spiel mit den Formen die ursächlichste Eigenschaft eines Gastaltwillens.

Wohl schon, denn ich umgebe mich im Atelier schon immer mit den mir vertrauten Dingen aus verschiedenen Zeiten  meines Lebensweges; – die oft den Ausgleich vom Eigenem und dem Fremden schaffen. Hierbei wirken die Dinglichkeiten für das Arbeiten im Atelier entscheident mit, das geschieht durch stetige, vertraute, aber auch ‘unbewußte’ Blicke, die in meinen Erinnerungen als Imaginäre Sammlung meines Selbstgefühls abgelegt sind.

So bleibt allerdings die Gegenständliche Wirklichkeit an die zu Verfügung stehenden Möglichkeiten gebunden: wie z.B. Zeit und Raum, Körper und Vorstellung, Freude oder Bedrängnis, Weite oder Enge, bewegt oder still, wie auch Atmen und Berühren, oder ganz und gar zu Expression neigende Unruhe usw.

All diese Dinge formen ja mit! So wirkt natürlich nach gefühlter Entscheidung schon  das erwählte Material am aktivsten mit am Ausdruck und der Wirkung am Ergebnis jeglicher Bemühungen. Nun heute haben mir die Digitalen Wiedergaben, als Foto und Bildschirm, eine geheimnisvolle Wirkung  des Atelier-Stilllebes entfaltet wenn nicht gar auch noch eine Steigerung hinzu geschenkt!