Rückblick auf meine Ausstellungs-Installation von 1989, by Tannert

17. July 2018 – 16:55

K.S.&.B.S., Ausstellungs-installation, von 1989, by Tannert, Berlin Karlshorst

Fensterblick mit Plakat von Karin Sakrowski: -Environment- Berliner Malerin, Jahrgang 1942

Im Februar 1989  begann der Aufbau meines Ausstellungs-Konzeptes: mit  Bildern, Gegenständen, Fundstücken  und Aktionen, den Galerieraum aus der Buchhandlung Tannert in Berlin Karlshorst zu einem Kommunikationsraum und für die Dauer der geplanten Ausstellung dabei für alle Besucher zu einem Zuschauer, Bühnen und /oder Echo-Raum, jeweils auch auf Möglichkeit des für und wider, von später so genannten Gegenstimmen, anzuregen.

Der Aufbau füllte die Zeit der Ausstellungsdauer. Alle  Vorgänge, Aktionen und die verwendeten Dinge in ihrer Platzierung oder Anordnung, wurden durch ihre Anwesenheit zu Form und Inhalt; – als Träger oder zur Anregung von weiteren mehrdeutigen Bilderzählungen.

Wie zum Beispiel, die mit schwarzer Tusche handgeschriebenen Bildtitel auf ND-Zeitungspapier, Assoziationen auf vorausgegangenen Werkgedanken Aufzeigen und ebenfalls doppelsinnig auf gesellschaftlich Erlebtes verweisen.

Roter Kopf als Selbstbild Unter-Wasser

9. July 2018 – 18:21


-Selfie, Unter-Wasser-, K.S., Digitale Photographie

…wenn man etwas zu viel mit den Wasserfarben malt, kann der Kopf schon mal mit untergetaucht sein… was in diesem Sommer auch zu einem richtigen Luxus werden kann.

Nun ist der Wunsch nach einem Sommerregen vorerst ein Gedanke… aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Hier erinnert jedenfalls mein malerisches Foto an eine Moment-Aufnahme von 2015… wie in ganz besonderer Position die Wasserpfütze eine so herrliche Natur-Malerei entstehen lassen kann.

In diesem Sinne möchte ich heute ein REGENMACHER sein.

Ein einzelner Wanderer als Entwurf auf dem Zeichentisch

2. July 2018 – 16:23

K.S., 2018, Entwurf als Objektcollage, verschiedene Materalien, 31,5×43 cm

 

Eine Bildidee die sich schon im Kopf als Gesehenes dargestellt hat, ist in manchem Falle für mich nur durch das leichte Spiel einer Collage hervorzubringen.

Mit etwas Glück und Konzentration können dann mit gefundenen Formen oder schon vertrauten Materialien aus dem Atelier, die Einfühlung  erreicht werden; – um  zu der ganz bestimmten   lesbaren Form, der eigenen Anschauung zu gelangen.

So z.B., hat es sich hier mit der Reflexion über ein unbestimmtes Gefühl eines einzelnen Wanderers zugetragen… jedenfalls ergibt auch das hier gezeigte Objekt, nun  erst recht  einen neuen Anlass die Figur im “unbestimmten Raum” im weiteren zu differenzieren.

Kinder wie die Zeit vergeht…

25. June 2018 – 12:26

B.S. & K.S., -Unter Strom-, Berliner-Umland, Analog & Digital, 1984/2018, Foto-Collage, 18×24

Ein Foto von 1984 aus dem Berliner-Umland hervorgeholt und mit Fundstück-Darstellern in’s NOW gestellt… so verbinden sich Formen und Erinnerungen in einer ganz neuen Art zu Sehen. Ja, es verwandeln sich die Wahrnehmungen von Raum und Zeit in neue Bilder mit allen gedanklichen Assoziationen von erlebter Daseins-Geschichte. – Plötzlich steht hier ein längst vergangenes Naturerlebnis als ein Abstraktum; – wird letztendlich doch spielerisch zu einem Bühnenraum, um dies zu vermitteln und dabei als Vorführung…

und zum Bild der eigenen Verwandelungen des heutigen Sehens im digitalen Raum zu werden.

Manch einer hört das Gras wachsen…

18. June 2018 – 15:47

K.S., 2003, -Warten auf Graswachsen-, Farbzeichnung,  Grafit, Farbstifte und Tusche (Lavage), auf Karton, 30,5×23,8 cm

 

… so klingt es mir noch immer als Spruch-Weisheit meiner Kindheit in den Ohren. Da waren schon damals in meinem Kopf keine Grenzen der Vorstellung gewesen… immer und noch bis heute, haben sich mir bildhafte Widersprüchlichkeiten sprachlichen Eigensinnes aus den erlebten mich umgebenen unterschiedlichsten Wirklichkeiten, erhalten.

Wie es heute mit der Sprache der täglichen Mitteilungen über den Zustand der Welt und den ständigen Wiederholungen unendlicher oder unterschiedlichster Vermutungen so zu geht;

–  eben so wandeln sich die Ausdeutungen und Vorstellungen über die Position, wie der Einzelne als individueller Teilnehmer seine Wirklichkeit auf das Warten oder ab wartend verlegt, um am Ende dann nach einem Sommer-Gewitter statt zuzuhören, sich die Zeit nimmt, auch das Gras einmal wachsen zu sehen!

Mir selbst gelingt solches verbunden mit einem Ortswechsel oder besser mit einem Zeichenblatt.

Wiederholtes Kommen und Gehen von Farben und Zeichen auf Papier

11. June 2018 – 14:39

 

K.S.,-Gezeiten-, 2018, Farbzeichnung, Stift und Acryl, auf Karton, 49,5×70 cm

Wie  verändert man sich wenn die Zeiten sich ändern; wo sonst, kann man Solches sehen und selbst erleben, als in den über lange Zeit entstandenen  Bildern und Zeichnungen. Nicht immer ist mein Lebenszeit so mit den vom Mond ausgelösten Gezeiten von Ebbe und Flut zu vergleichen…

jedoch sind die Dinge und damit die erlebte Nähe der Umgebenden Wirklichkeit mein Material und mein Ursprung für die Neugierde immer wieder zum Bild zu gelangen. Gedanklich geschieht jedoch dabei wohl möglich des öfteren eine Loslösung von Zeit und Raum, was jede Frage nach einem  “wie lange etwas dauert” erübrigt hat; oder sich ganz und gar hier durch meinen Blog als eine lesbare Bilder-Flut entwickelt und es sich dabei zu Aufführungen von Seherlebnissen im anregenden Sinne kommen könnte!

Mit Wasserfarben in der Natur…

4. June 2018 – 15:18

K.S., 2004,-Landschaftsbetrachtung, Zeichnung und Wasserfarben auf Aquarellkarton, 47,5×65,5

Eine Betrachtung kommt zuerst… aber, in mir als Stadtbewohner lebt ganz  Innen ein Gefühl, das vielleicht als Aufbruch in unendliche Räume zu begreifen ist…

Im Besonderen, wenn die Umstände es erlaubten, ist es mir bei guten Tagen gelungen im Freien zu Zeichnen und auch zu  Malen. Häufig gleich in der Umgebung von Berlin mit Wasser-Farben auf Karton; oder auch auf Reisen im Skizzenbuch und Block.

So fließen dann die Erfahrungen der Betrachtungen von landschaftlicher Umgebung und die eigenen körperlichen Wahrnehmungen in ganz freier Weise mit auf die Mal-Fläche… mit etwas Glück eine fast synchrone Aufführung der Sinne mit Pinsel und Farbe auf Papier.

So entsteht für mich eine Form der Möglichkeiten sich selbst als Teil der Natur zu erfahren. Um  vielleicht im weitesten Sinne; -den Raum als positives Weites ganz in die eigenen Nähe zu holen.

“Wenn es unter den Nägeln brennt”… wird so manchmal ein Bild-Objekt daraus

28. May 2018 – 15:29

K.S., 2018,- Brennwerk-, Mischtechnik, Tusche , Acryl, Collage auf Karton, 42×29,5 cm

 

Auch wenn man kein Sprachforscher ist, findet man gerade im Laufe eines Malerinnen-Lebens doch auch dazu, durch und mit der Sprache, in eine Nähe zur eigentlichen Ursache der Entstehung eines Bildes zu finden;

– dankbar den Assoziationen der eigen Gedankenwelten zu folgen und am Ende “das Ganze im  Ergebnis” der gefundene Bild-Form  in dem entstehenden Objekt als etwas weiterhin zu Betrachtendes einzubinden…

schließlich verbunden mit der Freude,  einen offenen oder auch viel öfter, einen rätselhaften Sinn gefunden zu haben…

um damit im Glück des Suchens und Findens  zu bleiben.

Bild und Kreuz-Form

22. May 2018 – 14:35

K.S.,-Giebelzeichen-2010, Öl auf Leinwand, 110×75

Meine Aufmerksamkeit für die Wirkung der Berliner Häuser, verstärkt durch die besonderen Formen ihrer  Giebeln,  hat für mich heute immer noch die vertraute Ausstrahlung  von gelebter und erlebter Geschichte.

Zugleich als Bildvorstellung eingegraben in unbewussten Arealen sowie auch immer wieder erinnerte Formen der Berliner-Maler längst verschwundener vertrauter Berliner Wohn-häuser, abgerissen oder durch Neubauten ersetzt, bleiben ihre Formen und ihr Dasein im Kopf.

Einige sind auch zu verschiedenen Zeiten in mein Bildwerk eingegangen… bei anderen tauchten markante Zeichen auf, die zum Charakter des ganzen Kietzes beigetragen. Für mich ist zu meiner “Verortung in Berlin”, der Kopf (street haed) und das “Gleichschenklige Kreuz” als Malerei, zu wiederkehrenden Varianten geworden.

Hier zusehen: zwei Beispiele: Bild als Malerei, Bild-Kreuz als Foto.

K.S., 2018, Bild-Kreuz, Digitale Photographie,
Berlin Wedding

Körperlandschaft : Landschaftskörper

14. May 2018 – 16:35

K.S., 1978, Studie, Wasserfarben auf Karton, 35,5×47,5 cm

Weiter geht es hier 2018 mit dem Montags-Kramen in den Fächern:

– Licht, Luft und Sonne erfüllen die Sehnsucht nach Natur… nun aber übernimmt das hier im Blog, die Farbzeichnung als ein gegenwärtiges  Ereignis unserer Frühlingslust von 1978. um vielleicht damit sich selbst als Natur zu erkennen?

Um dass es somit gelingt, gleichfalls zu ihrem Darsteller zu werden, und mit  dem Bild-Gedanken der Körperlandschaften, bei der Betrachtung gerne mit allen Sinnen sich als ein Teil zum Landschaftskörper zu empfinden.